Großschönau (Sachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großschönau
Großschönau (Sachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großschönau hervorgehoben
50.89638888888914.662222222222350
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Dresden
Landkreis: Görlitz
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Großschönau-Hainewalde
Höhe: 350 m ü. NN
Fläche: 23,86 km²
Einwohner:

6.132 (31. Dez. 2009)[1]

Bevölkerungsdichte: 257 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02779
Vorwahl: 035841
Kfz-Kennzeichen: GR
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 140
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hauptstraße 54
02779 Großschönau
Webpräsenz: www.grossschoenau.de
Bürgermeister: Frank Peuker (SPD)
Lage der Gemeinde Großschönau im Landkreis Görlitz
Bärwalder See Berzdorfer See Talsperre Quitzdorf Talsperre Quitzdorf Polen Tschechien Brandenburg Landkreis Bautzen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Bad Muskau Beiersdorf Bernstadt a. d. Eigen Berthelsdorf Bertsdorf-Hörnitz Boxberg/O.L. Boxberg/O.L. Dürrhennersdorf Ebersbach/Sa. Eibau Gablenz (Oberlausitz) Görlitz Görlitz Groß Düben Groß Düben Großhennersdorf Großschönau (Sachsen) Großschweidnitz Hähnichen Hainewalde Herrnhut Hohendubrau Horka Jonsdorf Kodersdorf Königshain Krauschwitz (Sachsen) Kreba-Neudorf Lawalde Leutersdorf (Sachsen) Löbau Markersdorf (Sachsen) Markersdorf (Sachsen) Mittelherwigsdorf Mücka Mücka Neißeaue Neugersdorf Neusalza-Spremberg Niedercunnersdorf Niesky Obercunnersdorf Oderwitz Olbersdorf Oppach Ostritz Oybin Quitzdorf am See Reichenbach/O.L. Rietschen Rosenbach Rothenburg/Oberlausitz Schleife (Sachsen) Schönau-Berzdorf Schönbach (Sachsen) Schöpstal Seifhennersdorf Sohland am Rotstein Trebendorf Trebendorf Vierkirchen (Oberlausitz) Waldhufen Weißkeißel Weißwasser/Oberlausitz Zittau Zittau Lausitzer NeißeKarte
Über dieses Bild

Großschönau ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz an der deutsch-tschechischen Grenze. Sie ist Verwaltungssitz der Verwaltungsgemeinschaft Großschönau-Hainewalde. Der Name leitet sich von der Gründung des Ortes ab. Der Ort wurde an einer Aue gegründet daher entstand der Name aus „Große schöne Aue“.

Gemeindeverwaltung Großschönau

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die Gemeinde liegt im Tal der Mandau, in die hier die Lausur mündet. Hausberg ist der 317,5 Meter hohe Hutberg.

[Bearbeiten] Geschichte

Großschönau wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert von fränkischen Siedlern als Waldhufendorf angelegt. Der Ortsteil Neuschönau besteht aus einzelnen Häuslerzeilen. Die erste urkundliche Erwähnung von Großschönau als »Magnum Sonow« stammt aus dem Jahr 1352. 1430 besaß Großschönau einen Rittersitz und 1564 ein Rittergut.

Großschönau unterstand von 1587 an über 250 Jahre dem Zittauer Rat als Grundherr. 1666 entsandte dieser die Brüder Friedrich und Christoph Lange, zwei Leineweber des Ortes, nach Holland, um die Kunst der Damastweberei zu erlernen. Schon wenige Jahrzehnte später war der Leinendamast aus Großschönau weit über die Landesgrenzen bekannt. Europäische Herrschaftshäuser bezogen deshalb ihre Tischwäsche vorzugsweise aus Großschönau. 1834 löste die Jaquardtechnik die aufwendige Damastweberei ab. Schon 1856 stellte der Großschönauer Fabrikant Carl Heinrich Schiffner den ersten Frottierwebstuhl in Deutschland auf. Seitdem entwickelte sich Großschönau zu einem Industrieort mit leistungsstarken Frottierwebereien, wie Lieske & Häbler, Richter & Goldberg und C. G. Hänsch. Heute führen die Firmen Frottana-Textil GmbH und Damino GmbH die langjährige Textilindustrie in Großschönau erfolgreich fort.

Am 7. August 2010 kam es auch in Großschönau zu einer Hochwasserkatastrophe. Durch starke Niederschläge (rd. 130 ltr/m²) füllten sich die durch den Ort fließenden Bäche Mandau und Lausur innerhalb weniger Stunden und traten am Nachmittag über die Ufer. Viele Menschen mussten aus den Fluten gerettet werden und haben teilweise ihre Häuser und ihr Hab und Gut verloren.

[Bearbeiten] Ortsnamenformen

[Bearbeiten] Verwaltungszugehörigkeit

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
Neuschönau[2] Großschönau[3]
1777 48 Häusler,
11 wüste Wirtschaften
35 besessene Mann,
32 Gärtner, 362 Häusler,
14 wüste Wirtschaften
1834 543 4479
1871 1867 nach
Großschönau
eingemeindet
5715
1890 - 6328
1910 - 7806
1925 - 7348
1939 - 7093
1946 - 8299
1950 - 8471
1964 - 8088
1990 - 6371
2000 - 5707
2007 - 6310

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Partnergemeinden

[Bearbeiten] Ortsgliederung

Am 1. Januar 2003 bildeten die Gemeinde Großschönau und die ehemalige Gemeinde Waltersdorf eine Einheitsgemeinde.

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen zeigt zwei gekreuzte Webschützen auf einer gezinnten Mauer, die dem Wappen der Oberlausitz entlehnt ist und die Zugehörigkeit zur Oberlausitz symbolisiert. Der Berg im Hintergrund symbolisiert die Lausche, die sich über dem Ortsteil Waltersdorf erhebt.

[Bearbeiten] Kultur, Sehenswürdigkeiten und Infrastruktur

[Bearbeiten] Bauwerke

Das Gebäude war ursprünglich 1823 als klassizistisches Wohnhaus für den Firmenbesitzer Johann Gottfried Haebler erbaut worden. Seinen villenartigen Charakter erhielt der Bau durch Umgestaltungsarbeiten in den Jahren 1880 und 1905 bis 1910 in prächtigen und großzügig angelegten Formen der Neorenaissance.

[Bearbeiten] Museen

[Bearbeiten] Weitere Ausflugsziele

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Das jährlich stattfindende Grußschinner Schiss`n ist ein dem Jacobimarkt in Neugersdorf vergleichbares Volksfest. Die Tradition des „einst zweitgrößten Festes nach dem Gierschdurfer Schiss’n“ geht auf das Jahr 1844 zurück.

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Straßenverkehr

Großschönau liegt südwestlich der B 96 und B 178 sowie an den Staatsstraßen 135, 136, 137 und 138. Zum benachbarten Varnsdorf in Tschechien besteht ein Grenzübergang für Pkw und Busse. Im Ortsteil Herrenwalde gibt es eine durchgängig asphaltierte Straße nach Dolní Podluží (Niedergrund). Trotz des Schengen-Beitritts Tschechiens wurden dort die aus Steinen bestehenden Durchfahrtshindernisse für Pkw noch nicht entfernt. Ähnliches gilt für den Straßengrenzübergang Waltersdorf - Dolní Světlá (Niederlichtenwalde). Dort müsste die Straße auf tschechischer Seite auf circa 100 Metern asphaltiert werden, um die Verbindung für Pkw wiederzueröffnen.

[Bearbeiten] Eisenbahn

Großschönau besitzt einen Bahnhof an der Strecke Liberec (Reichenberg) – Zittau – Varnsdorf – Rybniště/Seifhennersdorf. Diese gemeinsam betriebene grenzüberschreitende Dreiländerbahn kreuzt mehrmals die Staatsgrenze zwischen Deutschland, Tschechien und Polen.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen - Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. Neuschönau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  3. Großschönau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Großschönau (Sachsen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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