Großschreibung

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Groß- und Kleinschreibung ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Kleinschreibung im Besonderen siehe unter Kleinschreibung.
Vergleich
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Großschreibung
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Kleinschreibung

Großschreibung ist der Einsatz von Großbuchstaben (Majuskeln, Versalien) in der Schrift. Dies bezieht sich auf jene Schriftsprachen, deren Alphabete nicht nur zwischen Minuskeln und Majuskeln unterscheiden, sondern auch beide Buchstabentypen im selben Text verwenden und überhaupt eine Worttrennung kennen. Dies trifft seit dem Mittelalter insbesondere auf das lateinische, kyrillische, griechische und armenische Alphabet in jeweils unterschiedlicher Ausprägung zu.

Das ausschließliche Setzen von Großbuchstaben wird nicht als Großschreibung, sondern als Versalschrift bezeichnet.

In den antiken und frühmittelalterlichen Schriftsystemen des griechisch-lateinischen Schriftenkreises (inklusive Runen, irischer Schrift, koptischer Schrift etc.) und in den außereuropäischen Schriftsprachen (hebräische Schrift, arabische Schrift, chinesische Schrift, japanische Schrift etc.) ist die Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung unbekannt.

Während konsequente Kleinschreibung die Vermeidung aller Großbuchstaben bedeutet, lässt die gemäßigte Kleinschreibung (welche auch als gemäßigte Großschreibung bezeichnet wird) bestimmte Fälle großgeschriebener Wörter zu, etwa am Satzanfang oder bei Eigennamen. So werden in vielen europäischen Schriftsprachen Eigennamen sowie religiöse Bezeichnungen großgeschrieben, auch bei Höflichkeitsformen findet sich häufig die Großschreibung.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Großschreibung im Deutschen entstand im Spätmittelalter (erst in mittellateinischen Texten im 13. Jahrhundert und im Deutschen ab dem 14. Jahrhundert). Dabei wurden bei einzelnen Wörtern (nicht nur Substantiven) der erste oder die ersten paar Buchstaben in Versalien gesetzt, um diese Wörter besonders zu betonen. Bevorzugt Begriffe aus dem religiösen Kontext („GOtt“) wurden auf diese Art hervorgehoben.[1]

Die eigentliche Großschreibung aller Substantive und substantivierten Formen im Deutschen wurde im 17. Jahrhundert, im Zeitalter des Barock eingeführt: „Das Barock hat in die deutsche Rechtschreibung die Majuskel eingebürgert.“ (Walter Benjamin)[2]

Die Tendenz, einzelne Wörter durch Versalschreibweise (üblicherweise des ganzen Wortes) zu betonen, findet sich heute unabhängig vom damaligen Gebrauch und sprachübergreifend.

Ein Übergang zur heute üblichen Form von Großschreibung fand allmählich durch den Gebrauch statt. Dabei entstanden im Laufe der Zeit auch die vielen Ausnahmen, etwa, dass Wörter nicht großgeschrieben werden, wenn sie im Kontext nicht als Substantive wahrgenommen werden (z. B. Das ist im allgemeinen nicht so.; diese Ausnahme wurde im Rahmen der Rechtschreibreform von 1996 zurückgenommen). Solche Ausnahmen sollten jeweils das Lesen erleichtern, ließen dabei aber die Rechtschreibregeln komplexer werden.

Deutsche Sprache/luxemburgische Sprache[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Das Deutsche ist im lateinischen Alphabet (einschließlich der deutschen Varietäten des Niederdeutschen und einigen – nicht allen – nordfriesischen Schriftdialekten) zusammen mit dem Luxemburgischen die einzige Sprache, welche eine generelle Substantiv-Großschreibung kennt, z. B. in den Wörtern „Brot“ oder „Liebe“. Ferner werden Eigennamen großgeschrieben wie z. B. „Peter“. Die Anreden „Du“, „Ihr“ und deren Beugungen („Dich“, „Euch“ etc.) können bei direkter Ansprache des Lesers großgeschrieben werden, müssen aber nicht. Die Höflichkeitsanrede „Sie“, das entsprechende Possessivpronomen „Ihr“ und „Ihnen“ als Anrede (z. B.: Ich wäre Ihnen dankbar, wenn …) werden großgeschrieben.

Auch werden als Nomen (nominal) gebrauchte Adjektive, Partizipien und Infinitive großgeschrieben, wenn sie in folgenden Kombinationen vorkommen:

Adjektive und Partizipien werden auch dann großgeschrieben, wenn sie Bestandteile von Berufsbezeichnungen, Dienststellungen oder Titeln oder von Klassifikationseinheiten der Botanik, der Zoologie oder von Fahrzeugtypen sind. Beispiele:

  • der Vereidigte Buchprüfer
  • der Stellvertretende Inspekteur des Heeres
  • der Gekerbte Hahnenfuß
  • die Fliegenden Fische
  • die Gedeckte Korvette

Auch in der christlichen Theologie werden viele Termini großgeschrieben (der Heilige Stuhl, das Gelobte Land).

Wörter am Satzanfang oder am Anfang von Buchtiteln und Überschriften werden ebenfalls normalerweise großgeschrieben.

Alle anderen Wörter müssen komplett kleingeschrieben werden, zum Beispiel „anders“, „gehen“ und „wenn“. Eine Ausnahme von der Regel, dass nur der erste Buchstabe eines Wortes großgeschrieben wird, sind Abkürzungen, bei denen sich die Klein- oder Großschreibung eines bestimmten Buchstabens an der Schreibung des jeweils abgekürzten Wortes orientiert. Zum Beispiel steht „GmbH“ für „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ und „StVO“ für „Straßen-Verkehrs-Ordnung“.

Kontroverse[Bearbeiten]

Für die Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 bis 2006 stand die Abschaffung der Substantivgroßschreibung zur Diskussion;[3][4] letztlich wurde aber sogar eine leicht vermehrte Großschreibung beschlossen (z. B. heute Abend, des Weiteren, im Voraus).[5][6] Weiterhin wird die Großschreibung allgemein sowie insbesondere die zum Teil uneinheitliche Regelung der Groß- und Kleinschreibung im Deutschen als Quelle von Rechtschreibfehlern kritisiert.

Einige deutsche Literaten, u. a. die Brüder Grimm, sprachen sich immer wieder für die Kleinschreibung der Substantive aus. Im Artikel Kleinschreibung finden sich weitere, ausführlichere Aspekte dieser Thematik.

Neuere Erkenntnisse weisen allerdings darauf hin, dass die Großschreibung das Lesen vereinfacht und die Lesegeschwindigkeit erhöht, da die Großbuchstaben der Nomen den Augen eine wichtige Orientierungshilfe bieten.[7][8]

Dieser Vorteil gilt nicht nur für deutsche Muttersprachler, auch Leser anderer Sprachen, die gewöhnlich nicht in Großschreibung verschriftlicht werden, erreichen einer niederländischen Studie zufolge mit einer Großschreibung ihrer Muttersprache nach den Regeln der deutschen Rechtschreibung eine höhere Lesegeschwindigkeit.[9]

Englische Sprache[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Im Englischen werden alle Wörter des Grundwortschatzes kleingeschrieben, mit Ausnahme von Eigennamen sowie einigen Ableitungen von Eigennamen (s. u.). Das bezieht sich nicht nur auf Namen wie „John“ oder „Mary“, sondern z. B. auch auf Markennamen oder Produktnamen. Zum Beispiel ist „windows“ die Mehrzahl des englischen Wortes für „Fenster“, „Windows“ jedoch ist ein Betriebssystem der Firma Microsoft. Weiterhin werden u. a. großgeschrieben:

  • das Personalpronomen „I“ („ich“), und zwar immer
  • Wörter am Satzanfang
  • Wörter in Überschriften (welche Wörter dabei gegebenenfalls nicht großgeschrieben werden, hängt von der Textart der Überschrift ab)
  • Ländernamen, Nationalitätsbezeichnungen und Sprachen sowie die zugehörigen Adjektive
  • Ortsnamen und Ableitungen zur Bezeichnung der Einwohner, z. B. Glasgow, Glaswegian
  • Namen von Institutionen, Einrichtungen, historischen Ereignissen, politischen Parteien, Dokumenten, Epochen
  • Wochentage, Monatsnamen, Flüsse, Meere, Gebiete, Planeten und Sterne, nicht jedoch die Sonne und der Mond
  • „God“ („Gott“) als Eigenname eines monotheistischen Gottes, ansonsten wird das Wort kleingeschrieben

Großschreibung in Überschriften[Bearbeiten]

In amerikanischen Zeitungen und Zeitschriften werden normalerweise alle Wörter in Überschriften und Titeln mit einem großen Anfangsbuchstaben geschrieben. Die einzige Ausnahme stellen die Artikel sowie Partikel und Präpositionen mit wenigen Buchstaben dar. Sie werden in der Regel kleingeschrieben. Nur wenn sie das erste Wort einer Überschrift oder eines Titels darstellen bzw. am Beginn einer neuen Zeile stehen, haben auch sie einen großen Anfangsbuchstaben. Präpositionen werden darüber hinaus auch dann großgeschrieben, wenn sie das letzte Wort eines Titels oder einer Überschrift sind. Pronomen werden nicht einheitlich groß- oder kleingeschrieben. Beispiele: A Slice of Apple Still Looks Good (Herald Tribune), Tale of a Treasure (Herald Tribune), Their Silence Is Deafening (Herald Tribune), Kicking the 11:20 06.07.00 Big One (Time), The Holy War of Words (Time).

In britischen Zeitungen wird in der Regel nur das erste Wort einer Überschrift mit einem großen Anfangsbuchstaben geschrieben. Die restlichen Wörter (außer natürlich Eigennamen und deren Ableitungen) haben einen kleinen Anfangsbuchstaben. Beispiele: Publish and be damned (The Guardian), Political soap aims to dish the dirt (The Guardian), Requiem 11:20 06.07.00 for a tenor (The Times), Don't feather our nest (Daily Telegraph), A Miss Marple for today (Daily Telegraph). Buchtitel sowie die Titel von Theaterstücken o. Ä. werden aber wie die Überschriften in amerikanischen Zeitungen geschrieben: bis auf die Artikel, Partikel und Präpositionen weisen alle Wörter grundsätzlich einen großen Anfangsbuchstaben auf. Beispiele: Androcles and the Lion, The Importance of Being Earnest, Alice in Wonderland, 20,000 Leagues Under the Sea, Plain Tales from the Hills.[10]

Dänische Sprache / norwegische Sprache[Bearbeiten]

Von Deutschland hatte sich die Großschreibung von Substantiven ins Dänische ausgebreitet und durch die Union mit Norwegen (1521–1814) auch dort Fuß gefasst.

Im Norwegischen wurde 1869 die gemäßigte Kleinschreibung eingeführt. Dänemark folgte mit der Rechtschreibreform von 1948.

Grundsätzlich gilt, dass dänische Texte aus der Zeit vor 1948 bei Zitaten unverändert bleiben. Zu beachten ist weiterhin, dass die Anredeformen [I (ihr), De (Sie), Dem (Ihnen), Deres (Ihr)] großgeschrieben werden, ebenso Titel wie Hendes Majestæt (Ihre Majestät).

Internationale Besonderheiten[Bearbeiten]

Die Großschreibung wird nicht in allen Ländern der gemäßigten Kleinschreibung gleich gehandhabt. So werden Völkernamen im Englischen, Niederländischen und Französischen groß-, im Italienischen, Spanischen, Dänischen, Schwedischen und Norwegischen kleingeschrieben. Für Feiertage gilt das Entsprechende, mit der Ausnahme des Italienischen, das hier zu den großschreibenden Sprachen gehört. Auch die Schreibung von Institutionen und Titeln ist unterschiedlich; so heißt es auf Englisch „Queen Elizabeth“, auf Französisch aber „la reine Élisabeth“, und im Dänischen hat man nach Jahrzehnten ausschließlicher Kleinschreibung vor wenigen Jahren in solchen Fällen die Großschreibung wieder zugelassen (heute „dronningen“ und „Dronningen“). Auch für die Schreibung der Wörter für „(ein bestimmter) Staat“ und „(eine bestimmte) Kirche“ gelten keine einheitlichen Regeln. In Ländern oder Regionen mit hoher Analphabetenrate kann man im öffentlichen Leben beobachten, dass oft nur Großbuchstaben verwendet werden, da dort sehr viele Menschen Kleinbuchstaben nur schwer lesen können.

Datenverarbeitung[Bearbeiten]

Die Unterscheidung von Klein- und Großbuchstaben beschreibt eine bestimmte Umgangsweise von Computern mit Texten, bei der zwischen Majuskeln und Minuskeln unterschieden wird. Ein bekanntes Beispiel dafür ist das Dateisystem vieler Unix-artiger Betriebssysteme. Im Gegensatz zu den Dateisystemen von MS-DOS oder Windows, welche nicht zwischen Klein- und Großbuchstaben unterscheiden, bezeichnen unter Unix beispielsweise „Brief.txt“ und „brief.txt“ verschiedene Dateien. Dabei spielt es auch keine Rolle, an welcher Stelle des Wortes sich die Buchstaben unterscheiden: Also auch „gericht.txt“ und „gericHt.txt“ sind verschieden.

Dieses unterschiedliche Verhalten kann zu Problemen bei gemischten Netzwerken führen, etwa wenn man versucht, zwei Dateien mit gleichem Dateinamen, aber unterschiedlicher Schreibung, von einem Unix-System auf ein Windows-System zu kopieren.

Im Englischen wird der Begriff „case sensitivity“ für die Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung durch ein Computersystem verwendet. Das Gegenteil wird durch den Begriff der „case insensitivity“ bezeichnet. Die englischen Termini werden auch in der deutschen Umgangssprache der Informatik sehr häufig verwendet. Computersysteme sind somit entweder „case sensitive“ (schreibungsabhängig) oder „case insensitive“ (schreibungsunabhängig), wobei das nicht generell für die Gesamtheit des Computersystems gelten muss; so sind Unix-Dateisysteme normalerweise schreibungsabhängig, manche (wie z. B. CIFS, VFAT, SMB) sind es dennoch nicht.

Ad absurdum geführt wird unter bestimmten Umständen die Schreibungsunabhängigkeit, wenn auf dem jeweiligen System eine Uniformisierung nicht möglich ist. So kann es dazu kommen, dass beispielsweise 'Martin' und 'MARTIN' anstandslos als gleich erkannt werden, 'Müller' und 'MÜLLER' dagegen nicht, da u. U. die deutschen Umlaute – wie hier im Beispiel das ‚Ü‘ – nicht richtig behandelt werden. Auf modernen Systemen ist dies selten geworden und tritt oft nur noch auf, wenn aus irgendwelchen Gründen die Wandlung zwischen unterschiedlichen Codierungen fehlgeschlagen ist.

Bei Datenbanken kommen je nach System unterschiedliche Methoden zum Einsatz, d. h. es ist nicht generell mit Bestimmtheit zu sagen, ob ein erzeugter Index schreibungsabhängig oder nicht ist. Die Derivate von SQL kennen beispielsweise hierzu verschiedene Möglichkeiten, die Kollation zu spezifizieren.

Die genannte Problematik existiert natürlich nicht nur bei Dateisystemen und Datenbanken, sondern kann prinzipiell in jeder Software auftreten. Allerdings sind das wohl die bekanntesten Beispiele.

Eine bemerkenswerte Asymmetrie bestand lange Zeit in der deutschen Orthographie, insofern bei der Ligatur ‚ß‘ kein großgeschriebener Widerpart existierte, sondern diese in der Normschrift bei Großschreibung durch ‚SZ‘ oder ‚SS‘ ersetzt werden musste. Das bedeutet, dass derart konvertierte Texte nicht rückwandelbar sind. Anfang 2008 wurde jedoch das große ß auf Antrag des DIN-Komitees vom Unicode-Consortium in den Unicode aufgenommen. In der Typographie hatte ein derartiges Zeichen bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts existiert, wurde jedoch nur selten verwendet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siehe etwa Seite 2 der Vertragsurkunde des Hamburger Vergleichs von 1701.
  2. Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Frankfurt a. M. 1980, Bd. 1, S. 382
  3. Sprachreport, Extra-Ausgabe Juli 1996, Abschnitt D) Groß- und Kleinschreibung.
  4. Theodor Ickler: GKS-Geschichte. In: Mein Rechtschreibtagebuch, 29. November 2005.
  5. Philologenverband begrüßt „Reform der Rechtschreibreform“ Pressemeldung des Deutschen Philologenverbandes (DPhV), Berlin, 31. Juli 2006.
  6. Stefan Stirnemann: Zur Lage der Schule. Schweizer Orthographische Konferenz, 7. Juli 2008.
  7. Michael Bock, Klaus Hagenschneider, Alfred Schweer: Zur Funktion der Groß- und Kleinschreibung beim Lesen deutscher, englischer und niederländischer Texte. In: Peter Eisenberg, Hartmut Günther (Hrsg.): Schriftsystem und Orthographie (= Reihe germanistische Linguistik. Bd. 97). Niemeyer, Tübingen 1989, ISBN 3-484-31097-9, S. 23–55.
  8. Stefan Gfroerer, Hartmut Günther, Michael Bock: Augenbewegungen und Substantivgroßschreibung. Eine Pilotstudie. In: Peter Eisenberg, Hartmut Günther (Hrsg.): Schriftsystem und Orthographie (= Reihe germanistische Linguistik. Bd. 97). Niemeyer, Tübingen 1989, ISBN 3-484-31097-9, S. 111–135.
  9. Hartmut Günther, Ellen Nünke: Warum das Kleine groß geschrieben wird, wie man das lernt und wie man das lehrt (= Kölner Beiträge zur Sprachdidaktik 1, 2005). (PDF; 239 KB). Abgerufen 27. Juni 2013.
  10. GROSSSCHREIBUNG. (Nach FRIEDERICH S. 60 ff. bzw. ENGLISH USAGE, S. 118 ff.). Archiviert vom Original, abgerufen am 5. März 2013.