Großtinamu

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Großtinamu
Tinamus majorAMF042LP.png

Großtinamu (Tinamus major)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Urkiefervögel (Palaeognathae)
Ordnung: Steißhühner (Tinamiformes)
Familie: Steißhühner (Tinamidae)
Gattung: Tinamus
Art: Großtinamu
Wissenschaftlicher Name
Tinamus major
Gmelin,1789

Der Großtinamu (Tinamus major), auch Großtao genannt, ist eine etwa 45 cm große Vogelart aus der Familie der Steißhühner (Tinamidae), die in Mittel- und Südamerika beheimatet ist.

Aussehen[Bearbeiten]

Großtinamu

Der Großtinamu hat ein hellbraunes Bauchgefieder, welches am Kopf in Orange überläuft. Der Schnabel ist schwarz, die Kehle weiß. Das Unterbauchgefieder ist dunkelgrau bis braun. Die Beine sind grau.

Lautäußerung[Bearbeiten]

Die Hähne stoßen manchmal laute, flötenähnliche Rufe aus.

Lebensraum[Bearbeiten]

Der Vogel lebt in den Nebelwäldern und Regenwäldern von Südmexiko, Brasilien und Bolivien.

Lebensweise[Bearbeiten]

Die Hähne leben in losen Gruppen mit mehreren Weibchen zusammen. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Beeren, Pflanzensamen und Insekten, welche sie am Boden suchen. Das Flugvermögen ist eingeschränkt und wird nur selten, z.B. bei der Flucht vor Feinden eingesetzt.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Das Weibchen legt bis zu zwölf glänzende blaugrüne, manchmal auch rosafarbene Eier in ein Bodennest. Die Küken sind Nestflüchter und gehen schon nach einen Tag selbständig auf Nahrungssuche. Die Färbung der Jungen ist ein Tarnkleid in der Farbe Dunkelbraun.

Bedrohung[Bearbeiten]

Der Großtinamu ist durch die Zerstörung seines Lebensraumes in seinem Bestand bedroht. Es wurden Schutzgebiete für die Art eingerichtet. Die IUCN führt die Art in der Kategorie Near Threatened (gering gefährdet).[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tinamus major – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  • Das Große Weltreich der Tiere. S. 196, ISBN 3-8247-8614-1, deutsche Übersetzung der englischen Ausgabe (1992)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag des Großtinamus in der IUCN Red List of Threatened Spieces abgerufen am 20. August 2012.