Großvenediger

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Großvenediger
Großvenediger von Nordwesten, von der Zugspitze aus gesehen

Großvenediger von Nordwesten, von der Zugspitze aus gesehen

Höhe 3657 m ü. A.
Lage Salzburg und Tirol, Österreich
Gebirge Venedigergruppe, Hohe Tauern
Dominanz 26 km → Glocknerwand[1]
Schartenhöhe 1183 m ↓ Felber Tauern
Koordinaten 47° 6′ 33″ N, 12° 20′ 44″ O47.10916666666712.3455555555563657Koordinaten: 47° 6′ 33″ N, 12° 20′ 44″ O
Großvenediger (Land Salzburg)
Großvenediger
Gestein Zentralgneis
Erstbesteigung 3. September 1841 durch Anton von Ruthner, Ignaz von Kürsinger u.a., geführt von Josef Schwab
Normalweg von der Neuen Prager Hütte über Schlatenkees und Ostflanke, von der Kürsingerhütte über die Venedigerscharte von Norden oder vom Defreggerhaus über das Rainertörl von Süden
Besonderheiten Höchster Berg Salzburgs sowie der Venedigergruppe
pd5

Der Großvenediger, die „weltalte Majestät“, ist der stark vergletscherte Hauptgipfel der Venedigergruppe in den Hohen Tauern an der Grenze von Osttirol zu Salzburg. Mit einer Höhe von 3657 m ü. A.[1] (Fußpunkt Gipfelkreuz) bzw. 3662 m ü. A.[1] (höchster Punkt der Schneeoberfläche) ist er der fünfthöchste Berg in Österreich und der vierthöchste ganz auf österreichischem Gebiet gelegene.

Name[Bearbeiten]

Der Name Großvenediger wurde erstmals 1797 in einem Protokoll einer Grenzbeschau erwähnt. Bis dahin war der Berg als Stützerkopf bezeichnet worden. Über die Herkunft des Namens herrscht Unklarheit, so soll er sich von durchziehenden Händlern, den Venedigern, herleiten. Auch die Fernsicht bis nach Venedig ist eine oft erwähnte, aber widerlegte Theorie.

Erstbesteigung[Bearbeiten]

Den ersten Ersteigungsversuch gab es bereits vor 1828 durch Paul Rohregger. Er erreichte die Venedigerscharte aus dem Untersulzbachtal. Am 9. August 1828 scheiterte auf Grund eines Lawinenabgangs eine Expedition von 17 Männern, darunter auch Erzherzog Johann, beim Versuch, den Gipfel zu erreichen.[2]

Erst 40 Jahre nach der Erstbesteigung des Großglockners erreichte am 3. September 1841 eine von Josef Schwab geführte Gruppe den Gipfel. Mit dabei waren u. a. Ignaz von Kürsinger, Paul Rohregger und die Doktoren Anton von Ruthner und Franz Spitaler. Ausgangspunkt der Besteigung war Neukirchen am Großvenediger. Der Weg führte durch das Obersulzbachtal und über die Stierlahnerwand. Von den 40 beteiligten Männern erreichten 26 den Gipfel, die anderen blieben wegen Müdigkeit zurück. Von Kürsinger, der maßgeblich an der Expedition beteiligt war, stammt auch die Bezeichnung weltalte Majestät.[2]

Normalwege zum Gipfel[Bearbeiten]

Alle Normalaufstiege auf den Großvenediger sind zwar technisch unschwierig, es handelt sich dabei aber um Hochtouren, die über spaltenreiches Gletschergelände führen. Abhängig von den Verhältnissen sind die Spalten teils schwer zu erkennen und stellen auch bei Skitouren eine Gefahr dar.

Bilder vom Großvenediger[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ferdinand Löwl: Der Gross-Venediger. in: Jahrbuch der k.k. Geologischen Reichsanstalt, Jg. 44, Wien 1895, S. 515-532 (Digitalisat; PDF; 1,2 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großvenediger – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich: Austrian Map online (Österreichische Karte 1:50.000). Abgerufen am 25. Juli 2012.
  2. a b  Willi End: Venedigergruppe. Alpenvereinsführer. 5. Auflage. Bergverlag Rother, München 2006, S. 232.