Großweil

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großweil
Großweil
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großweil hervorgehoben
47.68333333333311.3621Koordinaten: 47° 41′ N, 11° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Garmisch-Partenkirchen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Ohlstadt
Höhe: 621 m ü. NHN
Fläche: 22,04 km²
Einwohner: 1461 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82439
Vorwahl: 08851
Kfz-Kennzeichen: GAP
Gemeindeschlüssel: 09 1 80 119
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
82441 Ohlstadt
Webpräsenz: www.grossweil.de
Bürgermeister: Manfred Sporer (CSU/Dorfgemeinschaft)
Lage der Gemeinde Großweil im Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Ettaler Forst Wallgau Unterammergau Uffing am Staffelsee Spatzenhausen Seehausen am Staffelsee Saulgrub Riegsee (Gemeinde) Oberau Oberammergau Murnau am Staffelsee Mittenwald Krün Großweil Grainau Garmisch-Partenkirchen Farchant Ettal Bad Bayersoien Bad Kohlgrub Ohlstadt Eschenlohe Schwaigen Landkreis Ostallgäu Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Weilheim-Schongau ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Großweil ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ohlstadt.

Geographie[Bearbeiten]

Katholische Filialkirche St. Georg in Großweil
Großweil

Großweil liegt in der Region Oberland an der Loisach zwischen Murnau und Kochel. Die Wanderberge Heimgarten (1.790 m) und Herzogstand (1.731 m) liegen nicht weit entfernt.

Zu Großweil gehören die Gemarkungen Großweil, Kleinweil, Zell und die Weiler Pölten, Stern, Gröben sowie das Freilichtmuseum an der Glentleiten.

Geschichte[Bearbeiten]

Großweil gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Weilheim des Kurfürstentums Bayern. 1818 entstand im Zuge der Reformen im Königreich Bayern durch das Gemeindeedikt die heutige politische Gemeinde.

Bis 1962 gab es im Gemeindegebiet einen Schieferkohlenbergbau. Ein Torbogen aus Beton an der Murnauer Straße, der 1917/18 als Schutzbau für die Förderseilbahn des ehemaligen Braunkohlebergwerks errichtet wurde, erinnert an diese Zeit. In Spitzenzeiten 1920/21 arbeiteten dort bis zu 280 Arbeiter in Zweischichtbetrieb. Die Kohle wurde zunächst im Tagebau und später Untertage abgebaut.[2]

Der Ort beherbergt die katholische Filialkirche St. Georg, die im Kern spätgotisch ist und später barockisiert wurde. Turm und Verlängerung stammen aus dem Jahr 1835.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Kleinweil eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2005 2010 2011
Anzahl der Einwohner[4] 474 479 505 698 803 880 789 863 1.133 1.402 1.428 1.456 1.463

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Manfred Sporer (CSU/Dorfgemeinschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Franz Xaver Wild (Freie Wählergemeinschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2011 820 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 138 T€. [4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Großweil

Oberhalb von Großweil liegt das Gelände des Freilichtmuseums Glentleiten des Bezirks Oberbayern. Es hat den Auftrag, originale Bauten aus Oberbayern zu sammeln und auf dem Museumsgelände wieder aufzubauen und auszustatten. Auf 25 Hektar Fläche können mehr als 40 Gebäude aus dem bäuerlich-ländlichen Raum zwischen Lech und Salzach, zwischen Alpenrand und Donau besichtigt werden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 2011 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Im Produzierenden Gewerbe waren 76 Personen und in sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 102 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 602. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine Betriebe mit 20 oder mehr Mitarbeitern, im Bauhauptgewerbe 4 Betriebe.

Zudem bestanden im Jahr 2010 33 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 864 ha.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch den Ort führt die Staatsstraße 2062 von Saulgrub nach Kochel. Im Gemeindegebiet befindet sich die Anschlussstelle Murnau/Kochel der A 95. Der Ort ist außerdem mit der Buslinie 9611 des RVOs erreichbar, die auch das Freilichtmuseum anfährt.[5]

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 gab es folgende Einrichtungen:[4]

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 71 Kindern
  • Volksschule: 1 mit 5 Lehrern und 97 Schülern

Literatur[Bearbeiten]

  • Anton Saebl: Chronik und Heimatbuch Großweil + Kleinweil + Zell. Gemeinde Großweil, Großweil 1981.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ernst Höntze: „Das Unternehmen wird uns nie Freude machen können“ – Von den Höhen und Tiefen bergbaulichen Engagements am Alpenrand bei Großweil. In: Ariane Weidlich (Hrsg.): Moderne Zeiten? Industrialisierung im ländlichen Oberbayern (= Schriften des Freilichtmuseums des Bezirks Oberbayern an der Glentleiten. Nr. 30). Michael Imhof, Petersberg 2006, ISBN 3-86568-124-7, S. 38–52.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/ Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 578.
  4. a b c d Kommunalstatistik von Großweil, abgerufen am 6. November 2010
  5. Regionalverkehr Oberbayern - Liniennetzplan Landkreis Garmisch-Partenkirchen (PDF-Datei; 518 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großweil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien