Großziethen

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Dieser Artikel behandelt den Ort Großziethen südlich von Berlin; für weitere Orte gleichen Namens siehe Groß-Ziethen.

52.413.4542Koordinaten: 52° 24′ 0″ N, 13° 27′ 0″ O

Großziethen
Gemeinde Schönefeld
Wappen von Großziethen
Höhe: 42 m
Einwohner: 7380 (19. Aug. 2009)
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 12529
Vorwahl: 03379

Großziethen (ursprünglich Groß Ziethen, auch Groß-Ziethen) ist ein Ortsteil der Gemeinde Schönefeld in Brandenburg. Es liegt südlich von Berlin im Landkreis Dahme-Spreewald. Großziethen ist der nördlichste Ort der Gemeinde Schönefeld und des Landkreises Dahme-Spreewald. Westlich von Großziethen liegt Berlin-Lichtenrade (Bezirk Tempelhof-Schöneberg), nördlich Berlin-Buckow (Bezirk Neukölln) und südlich Waßmannsdorf, östlich liegen Berlin-Rudow und Schönefeld.

Geschichte[Bearbeiten]

Dorfkirche Großziethen aus dem 13. Jahrhundert

Das Dorf wurde 1300 durch Jacobus de Cziten gegründet und 1375 im Landbuch Karls IV. verzeichnet. Im Zentrum steht die im Kern aus der Gründungszeit stammende Dorfkirche. Später wurde südlich des Dorfangers ein Rittergut angelegt, dessen Park ab 2010 wiederhergestellt wird.

Seit 1816 gehörte Groß Ziethen zum neugegründeten Kreis Teltow-Storkow, ab 1835 zum Landkreis Teltow. Bei der Neuordnung der Kreise 1952 wurde das Dorf dem Kreis Königs Wusterhausen zugeordnet, dem es bis zur Bildung des Landkreises Dahme-Spreewald 1993 angehörte.

1938 erhielt das Dorf Anschluss an den Berliner Güteraußenring. Von 1948 bis 1958 bestand Personenverkehr mit Triebwagen, anschließend wurde die Strecke stillgelegt und abgebaut. Heute erinnert die Straße Zum alten Bahndamm im Norden Großziethens an die Lage des ehemaligen Bahnhofs.

Bei dem Schloß Großziethen handelt es sich um ein märkisches Herrenhaus aus dem 14. Jahrhundert. Es befand sich im Besitz der Familie von Bredow, des Feldmarschalls Fürst von Blücher (1798–1828) und der Familie von Bülow (1879–1894). Heute ist es ein Hotel und Tagungsort.

Auf dem Friedhof des Dorfs am Friedhofsweg befindet sich eine Grabstätte für vier sowjetische Soldaten und etwa 200 sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter.[1]

1998 betrug die Einwohnerzahl 3.958 Personen,[2] ist seitdem jedoch bereits auf 7380 Einwohner gestiegen.[3] 2003 erfolgte die zwangsweise Eingemeindung in die Großgemeinde Schönefeld. 2005 wurden 35 Einwohner von Selchow, deren Grundstücke auf dem Gebiet des zukünftigen Großflughafens Berlin-Brandenburg lagen, nach Großziethen umgesiedelt.

Bildung[Bearbeiten]

Grundschule: Paul-Maar-Grundschule
Die Grundschule befindet sich gegenüber der Dorfkirche von Großziethen. Die Klassenstufen gehen von der 1. Klasse bis zur 6. Klasse. Als Anbau der Schule wird ein neues Gebäude für die Schüler der 1. bis 3. Klasse gebaut.

Gymnasium: Evangelische Schule Schönefeld
Das Gymnasium ist in Trägerschaft der evangelischen Kirche, wurde 2011 gegründet und befand sich bis 2014 in Containern in Waßmannsdorf. Zu dem neuen Schuljahr 2014/2015 wurde das neue Schulgebäude in Großziethen eröffnet. Die Schule ist eine der modernsten innerhalb von Berlin und Brandenburg. Zur Moderne tragen in jedem Raum "Smartboards" bei. Die Jahrgangsstufen gehen von der 7. Klasse bis zur 12. Klasse. Das Abitur schließt man hier nach der 12. Klasse ab. Jedes Jahr kommen zwei neue 7. Klassen dazu, in denen maximal 28 Schüler sind. Es können maximal 700 Schüler auf der Schule unterrichtet werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großziethen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Denkmalliste des Landes Brandenburg Landkreis Dahme-Spree, Fassung vom 31. Dezember 2009 (PDF; 210 kB), S. 16. (eingesehen: 25. Juli 2010)
  2. http://www.gemeinde-schoenefeld.de/zahlen-fakten.html
  3. Einwohnerzahl der Gemeinde Schönefeld jetzt 13.614, Gemeinde Schönefeld, abgerufen 19. Februar 2011