Großeibstadt
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Rhön-Grabfeld | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Saal an der Saale | |
| Höhe: | 286 m ü. NN | |
| Fläche: | 16,64 km² | |
| Einwohner: |
1.161 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 70 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97633 | |
| Vorwahl: | 09761 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NES | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 73 127 | |
| Gemeindegliederung: | 5 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Wiesenflecklein 4 97633 Saal a.d.Saale |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Emil Sebald (Wählervereinigung Kleineibstadt) | |
| Lage der Gemeinde Großeibstadt im Landkreis Rhön-Grabfeld | ||
Großeibstadt ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Saal an der Saale.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Großeibstadt liegt in der Region Main-Rhön. Die Gemeinde mit den Gemeindeteilen Großeibstadt und Kleineibstadt liegt zwischen Saal a.d. Saale und Bad Königshofen an der B 279.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die politische Gemeinde Großeibstadt hat fünf amtlich benannte Ortsteile[2]:
- Großeibstadt
- Kleineibstadt
- Fürstenmühle
- Gabelsmühle
- Neumühle
Es gibt die Gemarkungen Großeibstadt und Kleineibstadt.
[Bearbeiten] Geschichte
Das Dorf Ibinstadt wurde erstmal 786 urkundlich erwähnt - die Besiedlungsgeschichte reicht indes sehr viel weiter zurück, wie der aus archäologischer Sicht sensationelle Fund neolithischer Kollektivgräber ("Hallstattwagen von Großeibstadt") und einiger Tontrommeln aus der Zeit um 3.000 v. Chr. beweist. [3]
Als Teil des Hochstiftes Würzburg wurde Großeibstadt nach der Säkularisation zugunsten Bayerns im Frieden von Pressburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen. In Kleineibstadt hatten die Freiherren von Münster ein Rittergut, das 1806 an das Großherzogtum fiel. (s. Schloss Kleineibstadt). Das Großherzogtum fiel wiederum 1814 an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die politischen Gemeinden Kleineibstadt und Großeibstadt. Kleineibstadt wurde im Zuge der Gebietsreform 1978 nach Großeibstadt eingemeindet.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
- 1970: 1.303 Einwohner
- 1987: 1.172 Einwohner
- 2000: 1.254 Einwohner
- 2005: 1.190 Einwohner
[Bearbeiten] Politik
Bürgermeister ist Emil Sebald (Wählervereinigung Kleineibstadt).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 423.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 64.000 Euro.
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen spaltet durch einen goldenen Kreuzstab Rot und Blau; links über drei gesenkten silbernen Spitzen ein silberner Schrägbalken auf rotem Grund, belegt mit drei blauen Ringen, rechts ein von Silber und Rot geteilter Flügel
[Bearbeiten] Kommunale Allianz
Die Gemeinde Großeibstadt ist Mitglied in der Kommunalen Allianz Fränkischer Grabfeldgau.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft
Es gab 2005 nach der amtlichen Statistik 166 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 411. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 1 Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 42 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1241 ha, davon waren 1107 ha Ackerfläche und 132 ha Dauergrünfläche.
[Bearbeiten] Bildung
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
- Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 60 Kindern
- Volksschulen: 1 mit 18 Lehrern und 346 Schülern
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten und Tourismus
- Schmiedstor in Großeibstadt, gebaut 1600 unter Fürstbischof Julius Echter
- Durch Großeibstadt verläuft der Fränkische-Saale-Radweg.
- Durch die Gemeinde verlaufen die Fernwanderwege Keltenerlebnisweg und der Fränkische Marienweg.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Webseite der Gemeinde Großeibstadt
- Großeibstadt: Wappengeschichte vom HdBG
- Großeibstadt: Amtliche Statistik des LStDV
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111120/214425&attr=OBJ&val=1592
- ↑ Das 1954/55 bei Großeibstadt entdeckte Gräberfeld bestand aus sechs Kammer-Wagengräbern, die in der Zeit zwischen 675 und 600 v. Ch. angelegt worden waren. Bei einem 1980 entdeckten, weitaus größerem Gräberfeld handelte sich um sechs Kammer-Wagengräber, zwei kleine Kammergräber mit Körperbestattungen und etwa 40 Grubengräber mit Brandbestattungen. Ebenfalls in den 1980er Jahren wurden drei Totenhäuser der spätjungsteinzeitlichen Walternienburg-Bernburgkultur ausgegraben. 1993 wurden in nur 250 m Abstand weitere Gräber gefunden. Darunter befand sich erneut ein Kammer-Wagengrab. Die gesamte 1. Etage des Archäologischen Museums Bad Königshofen (einem Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München) gilt der Darstellung der Hallstattzeit. Dabei nehmen die 1954/55 und 1980-82 entdeckten Gräberfelder von Großeibstadt, mit ihren reich ausgestatteten Gräbern von Männern und Frauen, die z.T. mit hölzernen Grabkammern versehen worden waren, einen zentralen Platz ein. Als Statuszeichen eines Adeligen jener Zeit war dem Toten ein vierrädriger Wagen mit in das Grab gegeben worden. Dieser Wagen konnte 1986 rekonstruiert werden. Vgl. zur Erforschung und Bedeutung der Gräberfelder von Großeibstadt: Haller, P.: Das Vorgeschichtsmuseum im Grabfeldgau. Ein neues Zweigmuseum der Prähistorischen Staatssammlung München, in: Mitteilungen der Freunde der bayerischen Vor- und Frühgeschichte, 50(1989); Kossack, G.: Gräberfelder der Hallstattzeit an Main und fränkischer Saale, Kallmünz/Opf. 1970 (=Material zur Bayerischen Vorgeschichte, 24); Koch, Julia Katharina: Die drei neolithischen Kollektivgräber von Großeibstadt, Lkr. Rhön-Grabfeld. Archäologische Informationen 18/1 (1995), S. 113–117; Uenze, Hans Peter: Der Hallstattwagen von Großeibstadt, in: Vierrädrige Wagen der Hallstattzeit, S. 69- 75. Wamser, Ludwig: Eine steinzeitliche Tontrommel aus Unterfranken, in: Mitteilungen der Freunde der bayerischen Vor- und Frühgeschichte 29(1983).
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