Groningen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Groningen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Gemeinde Groningen
Flagge der Gemeinde Groningen
Flagge
Wappen der Gemeinde Groningen
Wappen
Provinz Groningen Groningen
Bürgermeister Ruud Vreeman
Sitz der Gemeinde Groningen
Fläche
 – Land
 – Wasser
83,69 km²
79,59 km²
4,10 km²
CBS-Code 0014
Einwohner 198.214 (1. Jan. 2014[1])
Bevölkerungsdichte 2368 Einwohner/km²
Koordinaten 53° 13′ N, 6° 34′ O53.2172222222226.5747222222222Koordinaten: 53° 13′ N, 6° 34′ O
Bedeutender Verkehrsweg A7 E22 A28 E232
Vorwahl 050
Postleitzahlen 9700-9749
Website www.groningen.nl
Lage von Groningen in den Niederlanden

Groningen (niederländisch [ˈɣroːnɪŋə] ( anhören?/i)), in alten hochdeutschen Dokumenten: Gröningen, Groninger Platt Grönnen, ist die Hauptstadt der Provinz Groningen in den Niederlanden, mit 198.214 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2014, mit dem Umland 350.000 Einwohner).

Die Stadt hat seit 1614 eine Universität, außerdem befindet sich in Groningen die Fachhochschule Hanzehogeschool. Fast 50.000 Studenten sind in der Stadt eingeschrieben.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Groningen liegt 75 km westlich von Leer (Ostfriesland) und 180 km nordöstlich von Amsterdam an der A7 (E 22).

Die Stadt hat eine Fläche von 76,77 km² und liegt an den Kanälen Winschoterdiep, Noord-Willemskanal, Van Starkenborghkanaal und am Eemskanaal, der Groningen mit Delfzijl an der Emsküste verbindet. Das bebaute Stadtgebiet ist historisch bedingt sehr kompakt.[3]

Klimatabelle[Bearbeiten]

Groningen
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
69
 
4
-1
 
 
45
 
5
-1
 
 
61
 
9
1
 
 
44
 
12
3
 
 
58
 
17
7
 
 
73
 
19
9
 
 
73
 
21
11
 
 
57
 
22
11
 
 
72
 
18
9
 
 
70
 
14
6
 
 
78
 
8
3
 
 
75
 
6
1
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Groningen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,4 5,0 8,6 12,2 17,0 19,4 21,4 21,9 18,2 13,5 8,4 5,5 Ø 13
Min. Temperatur (°C) -0,8 -0,8 1,2 2,7 6,5 9,1 11,3 11,1 8,8 5,6 2,5 0,5 Ø 4,8
Niederschlag (mm) 69,0 44,9 61,3 44,1 57,5 72,6 73,0 56,6 71,8 69,8 78,1 75,0 Σ 773,7
Regentage (d) 18 14 16 14 14 15 15 14 16 16 19 19 Σ 190
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
4,4
-0,8
5,0
-0,8
8,6
1,2
12,2
2,7
17,0
6,5
19,4
9,1
21,4
11,3
21,9
11,1
18,2
8,8
13,5
5,6
8,4
2,5
5,5
0,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
69,0
44,9
61,3
44,1
57,5
72,6
73,0
56,6
71,8
69,8
78,1
75,0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: WMO

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt Groningen oder Cruninga – wie sie früher hieß – entstand aus einem losen Zusammenschluss von drei oder vier verstreut gelegenen Bauernhöfen. Die ersten Spuren können auf ca. 300 v. Chr. datiert werden. Ab 600 bis 700 n. Chr. gab es eine feste Besiedlung des Gebietes der heutigen Innenstadt – „de Grote Markt“ (deutsch: der Große Markt).

Mittelalter[Bearbeiten]

Groningen wurde erstmals im Jahre 1040 urkundlich erwähnt, als die Stadt durch eine Schenkung von Heinrich III. auf den Bischof von Utrecht überging.[4]

Groningen liegt am nördlichen Ende des „Hondsrug“ (nicht zu verwechseln mit dem Hunsrück), einer sandigen Erhebung mitten im ehemals ausgedehnten Moor, die sich vom „Drentschen Plateau“ bis ins Zentrum der Stadt zieht und in früherer Zeit die einzige Verbindung dieser beiden Gebiete war. Dank ihrer bevorzugten Lage wurde die Stadt zum Mittelpunkt der Region. Viele Kaufleute, die mit England und den Ostseeländern handelten, ließen sich hier nieder. 1422 schloss sich Groningen der Hanse an.[4] Bis zum 17. Jahrhundert – dem „Goldenen Zeitalter“ der Niederlande – hatte Groningen sich zu einem blühenden Handelszentrum entwickelt, nicht zuletzt aufgrund des dort existierenden Gerichts, das auch für die umliegenden Gebiete zuständig war.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

In der Absicht, das weitere Vordringen der Reformation aufzuhalten, wurde 1559 das Bistum Groningen errichtet. Ab 1580 befand sich Groningen, nachdem die Stadt sich dem kaiserlichen Feldherrn Alessandro Farnese, dem Herzog von Parma, unterworfen hatte, unter spanischer Herrschaft.[5] Im Jahre 1594 eroberte Moritz von Oranien Groningen.[6][7] Groningen wurde zusammen mit den umliegenden Gebieten, den Ommelanden, ein Teil der Republik der Vereinigten Niederlande und damit auch protestantisch.[8]

Im Holländischen Krieg versuchte der Fürstbischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen, 1672 die Stadt durch Belagerung und Kanonenbeschuss einzunehmen.[9] Sein Faible für die Artillerie brachte ihm den Spitznamen „Bommen Berend“ („Kanonenbernhard“) ein. Am 28. August 1672 gelang es den Bürgern von Groningen, seinen Angriff abzuwehren. An dieses Ereignis erinnert in Groningen bis heute ein lokaler Feiertag mit vielen Aktivitäten, der so genannte Gronings Ontzet (Entsatz von Groningen).

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Der Zweite Weltkrieg hat in Groningen tiefe Spuren hinterlassen. Die Stadt wurde im Mai 1940 ohne Widerstand von den deutschen Truppen besetzt. 3300 Einwohner kamen im Krieg unmittelbar zu Tode, darunter 2800 jüdische Bürger Groningens.[10]

Bis zur Schoa bestand in Groningen eine blühende jüdische Gemeinschaft. So war beispielsweise Attila Groningen der älteste jüdische Turn- und Sportverein in Europa, sechs Monate älter als Bar Kochba Berlin. Er war national orientiert und lehnte die Emigration nach Palästina wie die Zusammenarbeit mit den zionistischen Makkabi-Vereinen ab.[11] 1940 lebten 3000 Juden in Groningen, darunter 250 jüdische Flüchtlinge aus Deutschland.[12] Die ersten 600 Groninger Juden wurden bereits im August 1942 deportiert; die Deportationen in die Arbeits- und Vernichtungslager endeten im April 1943. Nur wenigen Groningen Juden gelang es, unterzutauchen und zu überleben.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs erlitt die Stadt erhebliche Schäden. Als die 2nd Canadian Infantry Division der Alliierten im April 1945 Groningen erreichte, stieß sie auf heftigen Widerstand der deutschen Besatzungstruppen, von Teilen des „Landstorm Nederland“ der Waffen-SS und von belgischen SS-Einheiten.[13] Drei Tage, vom 14. bis zum 16. April, dauerten die Straßenkämpfe in der Innenstadt, bis die deutschen Truppen kapitulierten.

Die Bauten, die im Rahmen des Wiederaufbaus entstanden waren, sind inzwischen Gegenstand heftiger Debatten. Viele wollen sie durch Schöneres ersetzen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Akademiegebouw: Das Hauptgebäude der Reichsuniversität Groningen in der Innenstadt, das Akademiegebouw, ist sehr sehenswert. Es wurde 1909 vom Reichsbaumeister J. A. Vrijman entworfen. Für das Universitätsgebäude schuf Otto Linnemann aus Frankfurt 1909/1914 7 Fenster im Treppenhaus, das mittlere mit der Darstellung der Universitätsgründung, die seitlichen mit den allegorischen Darstellungen der Fakultäten. Unterlagen hierzu befinden sich im Linnemann-Archiv. Das vorherige Universitätsgebäude war 1906 während Renovierungsarbeiten ein Opfer der Flammen geworden, woraufhin die Existenz der gesamten Universität auf dem Spiel stand. Gegenüber dem Akademiegebäude liegt die Universitätsbibliothek Groningen.

Martiniturm: Außerdem gibt es den 96 Meter hohen Martiniturm, erbaut zwischen 1469 und 1482 aus Bentheimer Sandstein, und die dazugehörende Martinskirche am „Grote Markt“. Von 1548 bis 1577 war der Turm 127 Meter hoch, bis die hölzerne Spitze anlässlich eines Freudenfeuers nach dem Abzug feindlicher Truppen abbrannte.

Arp Schnitger baute bedeutende Orgeln in der Martinikerk (1692), der Aa-Kerk (1702) und der Pelster-Gasthuiskerk (1693), die noch alle erhalten sind.

Groninger Museum: Ebenfalls herausragend ist das 1994 eingeweihte und von dem Designer Alessandro Mendini in Zusammenarbeit mit den Architekten Michele de Lucchi, Philippe Starck und Coop Himmelb(l)au entworfene Groninger Museum. Sein eigenwilliges Design und die interessante Lage im Wasser sorgten für internationales Aufsehen. Gezeigt werden neben wechselnden Ausstellungen auch Exponate der Vor- und Frühgeschichte der Provinz Groningen und die sehenswerte Sammlung chinesischen Porzellans.

Synagoge: In der 1906 erbauten Synagoge werden seit 1981 wieder jüdische Gottesdienste zelebriert.

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 39 Sitze und wird für vier Jahre gewählt. Die sozialdemokratische PvdA ist die größte Partei mit neun Sitzen und stellt mit Peter Rehwinkel den Bürgermeister. Die liberale VVD ist mit sechs Sitzen zweitstärkste Fraktion. Es folgen mit je fünf Sitzen GroenLinks und die Stadspartei. Über jeweils vier Sitze verfügen D66 und SP. CDA und ChristenUnie haben je zwei Sitze, die Partei Student und Stadt und die PvdD einen.

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentlicher Nahverkehr:

Groningen verfügt über ein dichtes Stadtbusnetz mit insgesamt 37 Linien (dazu neun Nachtlinien), auf dem Busse jedoch meist nur im Halbstundentakt (sonntags gar nur im Stundentakt) fahren. Viele Buslinien erreichen den ZOB vor dem Hauptbahnhof. Darüber hinaus ist Groningen Zentrum eines weitläufigen Regionalbusnetzes. Sowohl Stadt-, als auch Regionalbusse betreibt das Unternehmen Qbuzz Groningen Drenthe.[14][15]

Alle Groninger Stadt- und Regionalbusse akzeptieren die OV-chipkaart, eine RFID-basierte, wiederaufladbare Chipkarte. Gelegenheits-Passagiere kaufen beim Fahrer eine Eurokaartje (ab 1,50 Euro für max. eine Stunde Fahrt über max. zwei Zonen) mit verschiedenen Zeit- und Tarifzonenbeschränkungen.[16]

Von 1880 bis 1949 verfügte Groningen über ein Straßenbahnnetz, das hernach durch O-Busse und schließlich durch konventionelle Dieselbusse ersetzt wurde.[17] Eine Wiedereinführung der Tram in Form eines Stadtbahnsystems mit zwei Linien ist in Planung.[18]

Fahrrad: Nach einer Untersuchung des Verkehrsclub Österreich VCÖ 2013 gehört Groningen zu den fahrradfreundlichsten Städten Europas, was den Anteil des Fahrrads am Alltagsverkehr betrifft. Etwa 31 Prozent der Wege der Einwohner werden hier mit dem Rad zurückgelegt, nur in Houten (44 %), Oldenburg (43 %), Münster (38 %), Kopenhagen (35 %) und Leiden (33 %) wird mehr Fahrrad gefahren.[19] Streetfilms hat Groningen 2013 zur Welt-Fahrradstadt erklärt und in einem englischsprachigen Video Eindrücke zum Verkehrsgeschehen, Hintergründe zur besonderen Attraktivität des Fahrradverkehrs und Stimmen von Nutzern zusammengestellt. Das Fahrrad ist wegen bewusst geplanter Einschränkungen für den Autoverkehr besonders im Stadtkern, aber auch in anderen Quell-Ziel-Verbindungen deutlich zeitschneller als das Auto und der Bus. So gibt es spezielle Brücken für Fußgänger und Radfahrer über einen vielbefahrenen Kanal, wo Autos an einer Drehbrücke bis zu zehn Minuten auf passierende Schiffe warten müssen.[20]

Auto: Das eigentliche Stadtzentrum um den Großen Markt und Fischmarkt ist gänzlich autofrei, das äußere Zentrum ist in vier Sektoren unterteilt. Direkter Autoverkehr zwischen den Sektoren untereinander ist nicht möglich. Die Stadt ist umgeben von einem vierspurigen Ringweg, sowohl zur Anbindung der Außenbezirke als auch der Fernstraßen. Seit einigen Jahren wird daran gearbeitet, alle Anschlüsse ampelfrei auszuführen, mit dem Abschluss der Arbeiten wird 2015 gerechnet.

In Ost-West-Richtung verläuft die Autobahn A7 und in Nord-Süd-Richtung die A28.

Wasser:

Der Noorderhaven

In Groningen treffen bedeutende Binnenwasserwege aufeinander. Von Westen (Friesland/Amsterdam) der Van Starkenborghkanaal, von Delfzijl (Dollard, Emden) der Eemskanaal, vom Südwesten das Winschoterdiep, und der Noord-Willemskanal aus dem Süden.

Bahn: Groningen liegt an der Eisenbahnstrecke von Leeuwarden nach Deutschland (Ost-West-Verbindung, Bahnstrecke Leer–Groningen) und Richtung Süden über Assen nach Meppel. Außerdem zweigen Richtung Norden zwei Nebenstrecken ab; die eine führt nach Delfzijl und die andere nach Roodeschool.

Luft: Groningen verfügt über einen Verkehrsflughafen, den Groningen Airport Eelde, südlich der Stadt bei Eelde gelegen.[21]

Bildung[Bearbeiten]

In Groningen leben insgesamt mehr als 50.000 Studierende.[22]

Die altehrwürdige Rijksuniversiteit Groningen (RUG) blickt auf eine nahezu vierhundertjährige Geschichte zurück (gegründet 1614) und hat sich als Forschungs- und Lehrstätte international einen guten Ruf erworben. Die Universität ist in neun Fakultäten untergliedert: Theologie, Philosophie, Medizin, Mathematik und Naturwissenschaften, Jura, Sprach- und Literaturwissenschaft, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Raumplanung.

Außerdem gibt es in Groningen die staatliche Hanze University Groningen, University of Applied Sciences (niederländisch: Hanzehogeschool). Dabei handelt es um keine Universität im deutschen Sinn, sondern um eine HBO, die etwa mit einer deutschen Fachhochschule vergleichbar ist.

Die Hanze University of Applied Sciences führt ihr Gründungsjahr auf 1798 zurück. In diesem Jahr wurde die erste Kunstakademie Minerva eröffnet. Die Hochschule bietet ihren mehr als 25.000 Studenten 70 verschiedene Master- und Bachelorstudiengänge sowie Kursangebote des internen gewerblichen Dienstleisters HanzeConnect. Studiengänge gibt es in den Fachrichtungen Wirtschaft und Management, Technik, Gesundheit und Sport, Sozialwesen, Kunst, Musik und Tanz an insgesamt an 19 verschiedenen Fakultäten.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Theaterfestival „Noorderzon“: das Theaterfestival lockt jährlich Tausende von Besuchern an
  • Popfestival "Noorderslag": findet jedes Jahr in Groningen statt und besteht aus einer Musikkonferenz und dem Showcase Festival für Europäische Musik (Eurosonic Festival), außerdem werden einige Preise vergeben.
    • Showcase-Festival: das Showcase-Festival ist eine Musikmesse, die jedes Jahr in Groningen stattfindet. Zum Festival gehört auch das Eurosonic Festival.
    • Eurosonic Festival: Jedes Jahr treten auf diesem Festival über 300 europäische Bands auf und präsentieren sich dem Publikum. Das Festival widmet sich jedes Jahr einem Land und seiner Musikszene besonders intensiv.

Kultur und Freizeit[Bearbeiten]

Die Aa-Kirche
Die Aa-Kirche am Abend

In Groningen gibt es mehrere Museen. Neben dem Groninger Museum sind dies das „Noordelijke Scheepvaartmuseum“, das „Universiteitsmuseum“ und das „Nederlandse Stripmuseum“, ein Comic-Museum. Vorhandene Theater- und Konzerthallen sind „Oosterpoort“ und „Stadsschouwburg“. Die Discotheken der Stadt befinden sich am Grote Markt und in der Poelestraat. Das Holland Casino betreibt hier eine seiner zwölf Filialen.

Medien[Bearbeiten]

Die größte Tageszeitung von Groningen ist das Dagblad van het Noorden.

Sport[Bearbeiten]

Die Stadt Groningen wird im niederländischen Fußball durch den FC Groningen vertreten. Die erste Fußball-Herrenmannschaft spielt in der höchsten niederländischen Spielklasse, der Ehrendivision. Der FC Groningen trägt seine Heimspiele im heimischen Stadion Euroborg aus. 2011 und 2012 fand im Rahmen der Motorrad-Langbahnweltmeisterschaft auf der 1100 m langen Trabrenn-Sandbahn im Stadtpark von Groningen der Langbahn-WM Grand Prix der Niederlande statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter:

Persönlichkeiten mit Beziehung zur Stadt:

  • Johannes Corputius (gestorben 1611 in Groningen), Kartograf, Militär und zuletzt Hauptmann in Groningen. Sein Epitaph befindet sich in der Martinikirche.
  • Ubbo Emmius (gestorben 1625 in Groningen), Pastor, Historiker, Pädagoge und erster Rektor der Universität Groningen
  • Aletta Jacobs (1854–1929), studierte ab 1871 in Groningen Medizin und wurde die erste Ärztin der Niederlande; zudem war sie als Frauenrechtlerin aktiv.[8]

Aus der Region Groningen stammt die Pferderasse „Groninger“.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die 11 Partnerstädte, geordnet in der zeitlichen Reihenfolge des Schließens der Partnerschaft:

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Stelljes: Groningen. Die junge Kulturstadt. Edition Temmen, Bremen 2012. ISBN 978-3-8378-3004-0.
  • Thomas Schumacher (Hrsg.): Grenzenlos an Deich und Dollart.Das Reise- und Lesebuch für die Ems-Dollart-Region. Edition Temmen, Bremen 2003. ISBN 3-86108-903-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Groningen – Sammlung von Bildern
 Wikivoyage: Groningen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 12.04.2014Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Lena Bopp: Wir sind Provinz, hier schlägt das Herz. Groningen liegt am nördlichen Rand der Niederlande - aber nicht im stillen Abseits. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Oktober 2008.
  3. Beitrag in Streetfilms zu Groningen als Welt-Fahrradstadt
  4. a b Schumacher, S. 194
  5. Horst Lademacher: Geschichte der Niederlande. Politik - Verfassung - Wirtschaft. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983. ISBN 3-534-07082-8. S. 75.
  6. Illustration von Frans Hogenberg von 1594: Die Belagerung der Stadt Groningen (Digitalisat)
  7. Illustration von Frans Hogenberg von 1594: Die Einnahme der Stadt Groningen (Digitalisat)
  8. a b Schumacher, S. 195
  9. Horst Lademacher: Geschichte der Niederlande. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983. S. 120.
  10. Stadshistorie: 20ste eeuw (Stadtgeschichte: 20. Jahrhundert, niederländisch)
  11. Arnd Krüger, Astrid Sanders: Jewish Sports in the Netherlands and the Problems of Selective Memory. In: Journal of Sport History, Jg. 26 (1999), S. 271–286. Am 3. Oktober 1941 wurde der Verein formal abgemeldet und nie wieder eröffnet.
  12. http://www.jhm.nl/cultuur-en-geschiedenis/nederland/groningen/groningen
  13. Gregory John Ashworth: The city as battlefield. The liberation of Groningen, April 1945. Universität Groningen, Groningen 1995 (= Groningen studies, Bd. 61). ISBN 90-367-0495-2.
  14. Website von Qbuzz Groningen Drenthe (niederländisch)
  15. Netzspinne von Qbuzz Groningen Drenthe (niederländisch; PDF; 12,4 MB)
  16. Tarifinformationen von Qbuzz Groningen Drenthe (niederländisch)
  17. Groninger tramhistorie auf RegioTram Groningen (niederländisch)
  18. RegioTram Groningen (niederländisch)
  19. http://www.vcoe.at/de/presse/aussendungen-archiv/details/items/vcoe-untersuchung-in-welchen-staedten-europas-am-meisten-rad-gefahren-wird-02062013 VCÖ-Untersuchung: In welchen Städten Europas am meisten Rad gefahren wird - 2. Juni 2013
  20. http://www.amara.org/de/videos/hG6YbFt6OlVG/info/ Beitrag in Streetfilms zu Groningen als Welt-Fahrradstadt
  21. Flughafen Groningen
  22. http://toerisme.groningen.nl/de/about-groningen/stadt-groningen/studentenstadt