Groovy

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Programmiersprache. Für den Musikbegriff siehe Groove (Musik).
Groovy
Groovy-logo
Basisdaten
Paradigmen: objektorientiert, Skriptsprache, teilweise deklarativ
Erscheinungsjahr: 2003
Entwickler: The Codehaus
Aktuelle Version: 2.2.2  (26. Feburar 2014)
Typisierung: stark, statisch, dynamisch
Beeinflusst von: Python, Ruby, Java
Betriebssystem: plattformunabhängig
Lizenz: Apache Software License 2 (Open Source)
groovy.codehaus.org

Groovy ist eine Programmiersprache und Skriptsprache, die dynamische und statische Typisierung unterstützt. Sie zählt zu den Sprachen, die auf der Java Virtual Machine ausgeführt werden, was eine Verfügbarkeit für viele Plattformen wie insbesondere Linux, Mac OS X und Windows ermöglicht. Das Design-Ziel des ursprünglichen Entwicklers James Strachan bestand darin, eine „geschliffene“ Fassung der Java-Syntax mit den Konzepten von Ruby zu verbinden.

Groovy besitzt einige Fähigkeiten, die in Java nicht vorhanden sind: Closures, native Syntax für Maps, Listen und Reguläre Ausdrücke, ein einfaches Templatesystem, mit dem HTML- und SQL-Code erzeugt werden kann, eine XQuery-ähnliche Syntax zum Ablaufen von Objektbäumen, Operatorüberladung und eine native Darstellung für BigDecimal und BigInteger.

Groovy wird nicht wie andere Skriptsprachen über einen interpretierten Abstract Syntax Tree ausgeführt, sondern vor dem Ablauf eines Skripts direkt in Java-Bytecode übersetzt.[1] Syntaktisch ist Groovy viel weiter von Java entfernt als BeanShell, dafür aber viel näher zu Ruby und Python.

Groovy wird aufgrund der einfachen Handhabung von BigDecimal unter anderem im Finanzbereich eingesetzt. Groovy gilt als besser integriert als die meisten anderen Skriptsprachen auf der JVM. Dies ermöglicht eine einfache Nutzung bestehender Bibliotheken oder die Nutzung von Groovy-Objekten und -Klassen in Java.

Das Projekt wurde 2003 gestartet. Groovy wurde 2004 als JSR 241 in den Java Community Process zur Standardisierung aufgenommen.[2] Der ursprünglich von James Strachan ins Leben gerufene JSR wird von Guillaume Laforge geführt, der auch Projektleiter des Implementierungsprojektes ist. James Strachan betrachtet mittlerweile Scala als besseren Kandidaten dafür, Java zu ersetzen.[3] Lange vor der Anfang 2007 erschienen Version 1.0 von Groovy wechselte Strachan zu ActiveMQ. Aktuell ist Groovy-Version 2.2[4]

Für Groovy existieren mittlerweile Plugins für Eclipse, IntelliJ IDEA, NetBeans, vim und Emacs.

Beispiel[Bearbeiten]

Der folgende kompakte Groovy-Skript-Quellcode (das Skript ist exakt so lauffähig)

["Rod", "Carlos", "Chris"].each{println it}

ist semantisch ungefähr äquivalent zu diesem Java-Code Snippet, wobei hier die Javamethode fehlt, in der dieser Code ausgeführt wird.

  for (String it : new String [] {"Rod", "Carlos", "Chris"})
      System.out.println(it);

Im Groovy-Beispiel wird allerdings eine Liste verwendet und im Java-Snippet ein Array.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikibooks: Groovy – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. groovy.codehaus.org: From source code to bytecode
  2. JSR 241 im Java Community Process
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatScala as the long term replacement for java/javac? Abgerufen am 21. Juli 2009.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGroovy 2.2 mit impliziten Closures und neuen Annotationen. Abgerufen am 19. November 2013.