Großglockner
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| Großglockner | ||
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Blick zum Großglockner von Süden |
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| Höhe | 3.798 m ü. A. | |
| Lage | Grenze Kärnten / Tirol, Österreich | |
| Gebirge | Hohe Tauern | |
| Geographische Lage | 47° 4′ 30″ N, 12° 41′ 40″ OKoordinaten: 47° 4′ 30″ N, 12° 41′ 40″ O | |
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| Erstbesteigung | 1800 u. a. Martin und Sepp Klotz, Martin Reicher | |
| Normalweg | Anspruchsvolle Hochtour (vergletschert) | |
Der Großglockner ist mit einer Höhe von 3.798 m der höchste Berg Österreichs. Er liegt auf der Grenze zwischen Kärnten und Osttirol und ist der höchste Gipfel der Glocknergruppe, einer Gebirgsgruppe entlang des Hauptkamms der Hohen Tauern. Der Gipfel selbst liegt auf dem vom Hauptkamm nach Süden abzweigenden Glocknerkamm, auf Osttiroler Seite. Am nordöstlichen Fuß des Großglockners liegt die Pasterze, der größte Gletscher der Ostalpen.
Der charakteristische pyramidenförmige Gipfel besteht eigentlich aus zwei Erhebungen, dem Großglockner und dem Kleinglockner (3.770 m), die durch die „Obere Glocknerscharte“ (3.766 m), die höchstgelegene Scharte Österreichs getrennt sind.
1799 scheiterten erste Versuche, den Großglockner zu besteigen. Im Sommer 1800 wurde von Franz Xaver Salm-Reifferscheidt, Fürstbischof von Gurk, eine zweite Expedition zusammengestellt: 62 Personen, darunter 16 Bauern/Bergführer, 5 Zimmerleute/Bergführer, 26 Träger und Diener (worunter eine Frau) nahmen teil. Eigens für dieses Unternehmen wurden Hütten auf 2.750 m – die alte Salmhütte – und 3.461 m als Unterstand errichtet. Am 28. Juli 1800 wagten sich die Brüder Martin und Sepp Klotz, Martin Reicher und noch ein Zimmermann über die Hohenwartscharte, den Kleinglockner und die Glocknerscharte auf den Gipfel. Späterhin zogen sie ihr Pfarrer Matthias Hautzendorfer hinauf. Der Döllacher Pfarrer Joseph Orrasch (oder Horrasch), in der 200-jährigen Geschichte des Alpinismus am Glockner als Erstbesteiger genannt, hat den Grossglocknergipfel nie betreten.
Zur Glocknerscharte führt auch ein direkter Anstieg vom Glocknerkees: die Pallavicini-Rinne. Hans Tribusser, G. Bäuerle und J. Kramser, drei Führern aus Heiligenblut, und Alfred Markgraf von Pallavicini unternahmen in 1876 die erste Durchsteigung. Tribusser schlug 2500 Stufen in das steile Eis der Rinne. Erst 25 Jahre später wurde sie erneut durchstiegen.
War der Großglockner bis 1918 Privatbesitz, so gehört er heute dem Österreichischen Alpenverein. Berühmt ist auch die Großglockner-Hochalpenstraße zwischen Heiligenblut und Fusch, erbaut 1930 bis 1935, die bis auf eine Höhe von 2.572 m führt.
Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Erstbesteigung wurde das Gipfelkreuz im Jahre 2000 renoviert. Für die Zeit der Restaurierung war am Gipfel ein Ersatzkreuz installiert.
[Bearbeiten] Routen
- Stüdlhütte - Stüdlgrat - Großglockner: 4–5 Stunden, 1000 Höhenmeter
- Adlersruhe - Kleinglockner - Großglockner: 1,5–2 Stunden, 350 Höhenmeter
- Lucknerhütte - Stüdlhütte - Adlersruhe - Großglockner: 3,5–4 Stunden, 1500 Höhenmeter
- Glocknerhaus - Großglockner
[Bearbeiten] Weitere Bilder
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Blick vom Rauriser Sonnblick zum Großglockner |
Blick auf den Großglockner von Norden, vom Kitzsteinhorn |
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[Bearbeiten] Literatur
- Peter Hasslacher (2007): „Alpenvereins-Arbeitsgebiet Großglockner - ein raumordnungs- und nationalparkpolitischer Streifzug“ in: Berg 2007 (Alpenvereinsjahrbuch, Band 131) mit Alpenvereinskarte 40 von Glocknergruppe. ISBN 3-937530-15-0, Seiten 254-259.
- Marianne Klemun (2000): ... mit Madame Sonne konferieren. Die Großglockner-Expeditionen 1799 und 1800. Das Kärntner Landesarchiv 25, Klagenfurt 2000, ISBN 3-900531-47-1.

