Grottaferrata

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Grottaferrata
Wappen
Grottaferrata (Italien)
Grottaferrata
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Rom (RM)
Koordinaten: 41° 48′ N, 12° 40′ O41.812.666666666667329Koordinaten: 41° 48′ 0″ N, 12° 40′ 0″ O
Höhe: 329 m s.l.m.
Fläche: 18 km²
Einwohner: 20.313 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.129 Einw./km²
Angrenzende Gemeinden Castel Gandolfo, Ciampino, Frascati, Marino, Monte Porzio Catone, Monte Compatri, Rocca di Papa, Rom
Postleitzahl: 00046
Vorwahl: 06
ISTAT-Nummer: 058046
Volksbezeichnung: Grottaferratesi
Schutzpatron: San Nilo
Website: Grottaferrata

Grottaferrata ist eine italienische Stadt in der Provinz Rom in der Region Latium mit 20.313 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013). Sie liegt 20 km südöstlich vom Zentrum von Rom entfernt.

Geographie[Bearbeiten]

Grottaferrata liegt in den Albaner Bergen und gehört zu den Gemeinden der Castelli Romani. Es ist Mitglied der Comunità Montana dei Castelli Romani e Prenestini.

Die Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn von Norden Frascati, Monte Porzio Catone, Monte Compatri, Rocca di Papa, Castel Gandolfo, Marino, Ciampino, und Rom.

Verkehr[Bearbeiten]

Grottaferrata erreicht man von Rom über die Staatsstraße SS 511 Via Anagnina, die von der Via Tuscolana abzweigt.

1904 bis 1965 wurde Grottaferrata von der Straßenbahn der Castelli Romani bedient, die 1980 ihren Betrieb komplett einstellte. Das Gemeindegebiet wird von der Regionalbahn Rom-Marino durchquert, jedoch ohne eigenen Haltepunkt.

Abtei Santa Maria di Grottaferrata

Geschichte[Bearbeiten]

1004 bekam Nilus von Rossano, ein griechischer Mönch, von Theophylakt II. von Tusculum eine ehemalige römische Villa in seinem Herrschaftsbereich geschenkt. In der Villa befand sich seit dem 5. Jahrhundert ein christliches Oratorium, die sogenannte Crypta Ferrata (eisenbeschlagene Grotte) von der sich der Name Grottaferrata herleitet. Nilus und sein Nachfolger Bartholomäus erbauten in der Ruine das Kloster Santa Maria di Grottaferrata. Nach der Trennung der östlichen und der westlichen Kirche verblieb dieses (bis heute) beim byzantinischen Ritus, unterstand aber weiterhin dem römischen Papst.

1487–1491 ließ der Abt Giuliano della Rovere den Klosterkomplex von Giuliano da Sangallo und Baccio Pontelli festungsartig ausbauen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

1871 1901 1921 1951 1971 1991 2001
1.241 2.233 3.514 6.701 11.361 16.234 17.663

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten]

Gabriele Mori (PD) wurde im April 2010 zum Bürgermeister gewählt. Sein Mitte-links-Bündnis stellt auch mit 12 von 20 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat. Er löste Mauro Ghelfi (Mitte-rechts-Bündnis) (2005-2010) ab, der nicht mehr kandidierte.[2]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das 1004 gegründete Kloster Santa Maria di Grottaferrata.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christoph Henning: Latium. Das Land um Rom. Mit Spaziergängen in der Ewigen Stadt (= DuMont Kunst-Reiseführer). 3., aktualisierte Auflage. DuMont, Köln 2006, ISBN 3-7701-6031-2.
  • Anton Henze, Kunibert Bering, Gerhard Wiedmann: Kunstführer Rom. 5., neu bearbeitete Auflage. Philipp Reclam GmbH, Stuttgart 1994, ISBN 3-15-010402-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grottaferrata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Information des Innenministeriums