Groupe Yves Rocher

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Laboratoires de Biologie Végétale Yves Rocher SA
Das Firmenlogo seit 2009
Rechtsform Société Anonyme
Gründung 1959
Sitz La Gacilly, Morbihan
Leitung Bris Rocher [1]
Mitarbeiter > 15.000 Mitarbeiter
Umsatz > 2 Milliarden Euro
Branche Produktion und Vertrieb von Kosmetika
Website www.groupe-yvesrocher.com

Die Groupe Yves Rocher (rechtl.:Laboratoires de Biologie Végétale Yves Rocher SA) ist eine internationale Unternehmensgruppe, die vor allem Kosmetika und Körperpflegeprodukte herstellt und vertreibt.

Die Gruppe beschäftigte 2007 rund 14.800 Mitarbeiter, davon rund 4.000 in der Bretagne, sowie indirekt über 230.000 eigenständige Franchisenehmer (sogenannte Schönheitsberaterinnen) im Vertrieb. Der Vertrieb erfolgt im Wesentlichen also über drei Absatzkanäle: per Versandhandel, über ein Netzwerk von etwa 1.500 sogenannten Schönheitsinstituten (eine Ladenkette) und über den Online-Handel.

Die Unternehmensgruppe erzielte 2007 einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden US-Dollar. Zur Gruppe gehören die Marken Yves Rocher, Daniel Jouvance, Dr. Pierre Ricaud, Isabel Derroisné, Petit Bateau, Kiotis und Galérie Noémie.

Weitere Geschäftsfelder sind Produktion von Wasch- und Putzmitteln, Hygieneartikeln und Körperpflegeprodukten unter der Marke Stanhome samt deren Vertrieb im Heimverkauf, des Weiteren ein Textilienhandel unter den Marken Petit Bateau (1988 übernommen) und Françoise Saget. Außerdem gibt es eine Yves-Rocher-Stiftung und in La Gacilly ein Végétarium (eine Mischung aus botanischem Garten und Erlebnismuseum).

Geschichte[Bearbeiten]

1960: Yves Rocher entwickelte Ende der fünfziger Jahre sein erstes Produkt auf Basis von Feigwurz auf dem Dachboden seines Elternhauses in dem bretonischen Dorf La Gacilly, 1960 gründete er die gleichnamige Marke.

1965: Yves Rocher gibt sein erstes „Grüne Buch der Schönheit“ heraus. Heute werden davon jedes Jahr 10 Millionen Exemplare in 20 Sprachen u.a. in Blindenschrift herausgegeben.

1969: Eröffnung des ersten Schönheitsfachgeschäftes von Yves Rocher in Paris. Heute gibt es weltweit 1600 Schönheitsfachgeschäfte der Marke.

1971-1979: Die europaweite Entwicklung beginnt. Nach der Schweiz (1971) vertreibt Yves Rocher als erster Kosmetikhersteller seine Produkte auch in Deutschland (1974) über den Versandhandel. Es folgen Niederlassungen z. B. 1979 in Österreich.

1989: Verzicht auf Tierversuche: Als erstes europäisches Kosmetikunternehmen verzichtet Yves Rocher darauf, Endprodukte in Tierversuchen zu testen.

1991: Gründung der Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“. Ihr Ziel: Schutz und Erhalt der Natur. Ihr Präsident ist Jacques Rocher. [2]

1992: Yves Rocher wird mit der Goldmedaille des französischen Tierschutzvereins SPA ausgezeichnet.

1997: Zertifizierung des biologisch-kontrollierten Pflanzen-Anbaus auf den 44 Hektar großen Flächen in La Gacilly durch den Kontrollverband Ecocert.

2001: Erstmalige Verleihung des Preises „Trophée des Femmes“ durch die Umweltstiftung Fondation Yves Rocher.

2008-2009: Neue Markenidentität: Yves Rocher präsentiert sich mit neuem Erscheinungsbild auch für seine Schönheitsfachgeschäfte: sie werden zu Schönheits-Ateliers.

2010: Die Marke Yves Rocher feiert ihren 50. Geburtstag und verpflichtet sich, innerhalb von fünf Jahren weltweit 50 Millionen Bäume zu pflanzen. Damit verstärkt sie ihr bisheriges Engagement im Rahmen der Kampagne „Plant for the Planet“ des Umweltprogramms der Vereinten Nationen.[3]

Yves Rocher Fachgeschäfte[Bearbeiten]

Rund 650 Produkte auf Basis von Pflanzenextrakten umfasst die Yves Rocher-Pflegepalette. Weltweit gibt es rund 1600 Yves Rocher Schönheitsfachgeschäfte (Mono-Label-Stores), die sogenannten Schönheits-Ateliers. In Deutschland gibt es über 100 Beautystores von Yves Rocher. [4]

Kontroverse in Russland[Bearbeiten]

Aufgrund der Anzeige von Yves Rocher Wostok, der Osteuropa-Tochter des Kosmetikkonzerns, hat die Russische Staatsanwaltschaft am 29. Oktober 2013 eine Anklage gegen den populären Oppositionspolitiker Alexej Nawalny erhoben. Ihm und seinem Bruder Oleg wurden Betrug und Geldwäscherei vorgeworfen. Bei einer Verurteilung drohen Nawalny zehn Jahre Haft.[5] Diverse Medien, unter anderem Nowaja Gaseta, haben Yves Rocher Wostok und seinem damaligen Generaldirektor Bruno Leproux vorgeworfen, eine falsche Anzeige erstattet und damit die politische Unterdrückung in Russland unterstützt zu haben. Nachfolgend wurde in Russland zu einem Boykott von Yves Rocher aufgerufen.[6][7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatTanja Kuchenbecker: Bris Rocher. Raus aus dem langen Schatten des Großvaters. Handelsblatt, 20. Februar 2010, abgerufen am 22. November 2010.
  2. [1]Homepage der Fondation Yves Rocher
  3. [2]Homepage der UNEP
  4. http://www.yves-rocher.de/control/category/~category_id=10000/~pcategory=10000.
  5. Neue Anklage gegen Putin-Kritiker Nawalny. In: Die Zeit. 29. Oktober 2013, abgerufen am 28. April 2014.
  6. In Russia, Yves Rocher is going to plant three million trees and put away the two Navalny brothers? In: Nowaja Gaseta. 3. Mai 2013, abgerufen am 28. April 2014 (englisch).
  7. Yves Rocher объявили «пособником политрепрессий» из-за жалобы на Навальных, призывают к бойкоту компании. In: gazeta.ru. 6. Februar 2013, abgerufen am 28. April 2013 (russisch).