Grubenwehr

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Grubenwehrleute beim Einsatz in Neurode 1930
Atemschutzgeräte der Grubenwehr
Historischer Gerätestützpunkt der Grubenwehr

Die Grubenwehr ist eine Hilfsorganisation mit der Aufgabe, bei Grubenunglücken zu helfen. Sie sind den Bergwerken angegliedert und stellen eine Art der Werkfeuerwehr dar.

Ihr Aufgabenbereich umfasst die Rettung und Bergung verunglückter Bergleute unter Tage, die Bekämpfung von Grubenbränden und die Erhaltung von Sachwerten.

Ausstattung[Bearbeiten]

Das Hauptaugenmerk liegt beim Atemschutz. Hierbei kommen spezielle umluftunabhängige Regenerationsgeräte zum Einsatz.

Zur Rettung wurden diverse, teilweise heute noch im Einsatz befindliche Geräte entwickelt.

Deutschland[Bearbeiten]

Die Grubenwehren werden von der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (Hauptstellen für das Grubenrettungswesen) ausgebildet, beraten und überwacht. Das Zentrale Grubenrettungswesen der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie hat seinen Sitz in Clausthal-Zellerfeld in Niedersachsen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Mitarbeiter der Grubenwehren mit besonderen Verdiensten um die Belange der Grubenwehr können mit dem vom Bundespräsidenten gestifteten[1] Grubenwehr-Ehrenzeichen geehrt werden.[2] Die Auszeichnung wird sowohl als Anerkennung für eine langjährige aktive und vorbildliche Tätigkeit in den Grubenwehren (15 Dienstjahre für die Stufe Silber, 20 Dienstjahre für die Stufe Gold) als auch für einzelne Rettungstaten verliehen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Walter Bischoff u. a., Westfälische Berggewerkschaftskasse (Hrsg.): Das kleine Bergbaulexikon. 3. Auflage. Verlag Glückauf, Essen 1981, ISBN 3-7739-0248-4.
  •  Walter Hermülheim u. a., Deutsche Steinkohle AG, Hauptstelle für das Grubenrettungswesen (Hrsg.): Handbuch für das Grubenrettungswesen im Steinkohlenbergbau. VGE, Essen 2007, ISBN 978-3-7739-1365-4..

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grubenwehren und Untertagerettung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erlass über die Stiftung des Grubenwehr-Ehrenzeichens von 1953 (PDF; 23 kB)
  2. Verleihung des Grubenwehrehrenzeichens durch den Bundespräsidenten. Abgerufen am 27. Dezember 2013.