Grumbach (Bad Langensalza)

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51.06502510.618211111111294Koordinaten: 51° 3′ 54″ N, 10° 37′ 6″ O

Grumbach
Höhe: 285–300 m
Einwohner: 286
Eingemeindung: 6. Mai 1993
Postleitzahl: 99947
Vorwahl: 03603
Karte

Lage von Grumbach in Bad Langensalza

In der Hintergasse

In der Hintergasse

Grumbach ist ein Ortsteil von Bad Langensalza im Unstrut-Hainich-Kreis.

Lage[Bearbeiten]

Grumbach liegt 5,23 km südsüdwestlich von der Kurstadt Bad Langensalza (Marktkirche). Die nördlich vom Steinberg (362,1 m ü. NN) liegende Gemarkung des Ortes bildet mit der Großen Harth (367,3 m ü. NN), der Wieglebener Höhe (Teufelsberg mit 358 m ü. NN) und der Ascharaer Höhe (312 m ü. NN) die Verbindung des Hainichs mit der Fahner Höhe. Grumbach ist ein Sackgassen-Dorf: die einzige Straße aus Grumbach heraus führt in den Nachbarort Henningsleben. Ein gut ausgebauter landwirtschaftlicher Weg (Schwichingsweg) führt zum 2,43 km westlich gelegenen Harthhaus, einem ehemaligen Zollhaus an der Grenze der Landkreise Gotha und Unstrut-Hainich und heutigen Ausflugsziel, an der B 84. Ein weiterer Landwirtschaftsweg verbindet den Ort mit dem 1,89 km südlich liegenden Wiegleben.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde Grumbach im Jahre 1206 erwähnt.

Grumbach war 1658 von Hexenverfolgung betroffen. Barbara, Tochter von Hans Wentzel, geriet unter dem Vorwurf des Mäusemachens in einen Hexenprozess und wurde enthauptet.[1] Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Langensalza und nach seiner Abtretung an Preußen von 1816 bis 1944 zum Landkreis Langensalza in der Provinz Sachsen.

Der Ort gehört seit dem 6. Mai 1993 zu Bad Langensalza.[2]

öffentliche Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche St. Vincentius[Bearbeiten]

Siehe Hauptartikel:St. Vincentius (Grumbach)

Die Kirche stammt aus dem Jahre 1607. Der Vorgängerbau, der sich an selbiger Stelle befand, wurde durch einen Blitzschlag zerstört.

Kindergarten[Bearbeiten]

Der Kindergarten befindet sich am Ortsrand in ruhiger Lage und in direkter Nachbarschaft zu Gärten, Feldern und Wiesen. Ein großes Außengelände mit Spielplatz, Blumen- und Gemüsegarten sowie Wiesen und Sitzecken bietet Möglichkeiten zum Spielen, Entdecken und Toben im Freien bei jeder Witterung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 522-531; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 253.
  2. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt

Literatur[Bearbeiten]

  •  Historische Commission von Sachsen (Hrsg.): Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Langensalza. Verlag Otto Hendel, Halle a.d. Saale 1879, S. 14.