Grundeis

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Grundeis in der Saale

Grundeis ist das sich auf dem Grund fließender Gewässer bildende Eis. Es wächst von der Gewässersohle aus in das Wasser hinein und bildet mitunter bizarre Unterwasser-Skulpturen.

[Bearbeiten] Entstehung

Grundeis tritt nur bei anhaltenden strengen Frostperioden und bestimmten Gewässern auf. Es bildet sich, wenn der Boden bei dauerhaftem Frost tiefgründig gefriert und dann auch in der Gewässersohle Minustemperaturen erreicht werden. Während bei stehenden Gewässern zuerst die Oberfläche abkühlt und sich dort das erste Eis bildet, findet bei fließenden eine beständige Mischung des Wassers statt, und das Eis bildet sich zuerst dort, wo das Wasser am ruhigsten ist, also am Grund und an den Ufern.

Eine weitere Voraussetzung für die Bildung von Grundeis ist, dass keine Verbindung zwischen dem Gewässer und dem Grundwasser besteht, also nur wenig Wasser versickert oder Grundwasser durch die Sohle in das Gewässer einströmt, denn Grundwasser dringt aus tieferen Erd- und Gesteinsschichten, ist dadurch wärmer als null Grad und verhindert damit das Einfrieren der Gewässersohle.

[Bearbeiten] Gefahren

Da Eis eine geringere Dichte als flüssiges Wasser hat, steigt das Grundeis bei wachsendem Volumen plötzlich auf (Auftrieb) und bildet dann, meist Schlamm und Kies mit sich führend, Treibeis. Dieses kann wiederum zu Eisstau führen.

Da Grundeis die Tiefe des Flusses verringert, kann dieser über die Ufer treten und in der Schifffahrt zu Problemen führen, da möglicherweise die Fahrrinne zu flach wird. Daher dürfte auch der derbe Ausdruck „jemandem geht der Arsch auf Grundeis“ stammen, der als Synonym für „große Angst haben“ steht.

[Bearbeiten] Quellen/Weblinks

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