Grundelbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Grundelbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Grundelbach
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Grundelbach oberhalb von Trösel

Grundelbach oberhalb von Trösel

Daten
Gewässerkennzahl DE: 23946
Lage Odenwald

Heiligkreuzsteinach, Gorxheimertal, Weinheim

Flusssystem Rhein
Abfluss über Weschnitz → Rhein → Nordsee
Quelle bei Hilsenhain zwischen Daumberg und Galgenhöhe
49° 30′ 55″ N, 8° 46′ 21″ O49.5153055555568.7724444444444425
Quellhöhe ca. 425 m ü. NN[1]
Mündung in der Altstadt von Weinheim in die Weschnitz49.5539527777788.6753277777778125Koordinaten: 49° 33′ 14″ N, 8° 40′ 31″ O
49° 33′ 14″ N, 8° 40′ 31″ O49.5539527777788.6753277777778125
Mündungshöhe ca. 125 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 300 m
Länge 10,9 km[2]
Einzugsgebiet 27,835 km²[3]

Der Grundelbach ist ein – mit seinem wenig längeren rechten Quellast Kundenbach gerechnet – knapp elf Kilometer langer linker Zufluss der Weschnitz im Odenwald.

Name[Bearbeiten]

Den Namen erhielt der Grundelbach von den kleinen Fischen, die Grundeln heißen. Der Bach war Namensgeber für die kurzlebige Gemeinde Grundelbachtal, die im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen 1971 aus dem Zusammenschluss der ehemals selbständigen Gemeinden Unter-Flockenbach und Gorxheim gebildet wurde. 1972 ging die Gemeinde Grundelbachtal zusammen mit Trösel in der Gemeinde Gorxheimertal auf.

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Der Grundelbach entspringt im Süden des Vorderen Odenwalds in der Gemeinde Heiligkreuzsteinach südöstlich des Daumbergs und am Waldrand nördlich des Dorfes Hilsenhain (425 m ü. NN). Von dort fließt er zunächst nach Nordwesten und erreicht nach knapp 200 Metern die nahe Grenze zu Hessen und zu dessen Gemeinde Gorxheimertal. Mit starkem Gefälle kerbt er sich in ein Waldtal ein und erreicht nach rund eineinhalb Kilometer Talweg in Trösel (261 m ü. NN) von rechts seinen ersten namhaften Zufluss, den Kundenbach. Dieser hat vom Waldskopf (538 m) bis zum Zusammenfluss einen Weg von rund zwei Kilometer hinter sich und ein etwa doppelt so großes Teileinzugsgebiet wie der linke Namens-Quellast des Grundelbachs und wird nach manchen Erkenntnisquellen als der eigentliche Oberlauf des Grundelbachs beschrieben. Bei Trösel wendet sich der Grundelbach nach Westen und empfängt dann von Norden eine ganze Reihe kurzer Seitenbäche. Von Süden kommen auch zwei etwas längere Zuflüsse dazu, der Michelbach und der Gängelbach, die beide ihr Quellgebiet am Nordhang des Eichelbergs (524,9 m) haben. Nach dem Durchqueren der Gemarkungen Unter-Flockenbach und Gorxheim verlässt der Grundelbach wieder hessisches Gebiet. Er erreicht das Müllheimer Tal, ein tief eingeschnittenes schmales Waldtal, in dem der kleinste der fünf Teile der Weinheimer Kernstadt liegt. Vor dem Weinheimer Schloss biegt der Bachlauf nach Norden ab[4] und mündet, unter der Grundelbachstraße kanalisiert, rund 1000 Meter weiter nördlich in die Weschnitz.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Der Grundelbach entwässert 27,8 km² des Vorderen Odenwalds etwa westwärts zur Weschnitz. Ihr Einzugsgebiet grenzt im Norden an das des nahen, etwas oberhalb und fast parallel zu ihr zur Weschnitz fließenden Kallstädter Bachs. Der sich von der Wachenburg (315 m ü. NN) über der Mündung bis zum Waldskopf (538 m ü. NN) ziehende Bergrücken vor diesem Nachbarbach ist deshalb recht schmal und die Zuflüsse zu ihm von dieser Seite eher kurz. Die Ostgrenze des Einzugsgebietes etwa von Waldskopf und Hohberg (531 m ü. NN) im Nordosten bis zur Südostecke nahe beim Wildeleutestein (522 m ü. NN) trennt vom Entwässerungsgebiet der oberen, südwärts zum Odenwaldneckar fließenden Steinach. Anschließend läuft die Wasserscheide dann über Wildeleutestein, Eichelberg (525 m ü. NN) und dann den Sattel der Ursenbacher Höhe westlich bis zum Steinberg (429 m ü. NN) bei Oberflockenbach und scheidet vom Einzugsgebiet des Kanzelbachs, der weiter abwärts ebenfalls noch dem Neckar zufließt. Von diesem Steinberg bis zurück zur Mündung zieht die Wasserscheide dann nordwestlich über zuletzt Goldkopf (324 m ü. NN) und Geiersberg (340 m ü. NN) bis in die Weinheimer Innenstadt zur Mündung; auf der anderen Seite läuft ein Büschel von Bächen westwärts aus dem Odenwald zum Landgraben, der der Weschnitz nach langen Parallellauf erst weit abwärts zumündet.

Ein großer Teil des Einzugsgebietes ist bewaldet, jedoch zieht sich von Trösel an ein nur selten aussetzendes, dünnes Siedlungsband dem Bach entlang. Auch an den großen linken Zuflüssen gibt es einiges am Besiedlung, die hier auch mehr auf die Hänge ausgreift.

Zuflüsse[Bearbeiten]

  • Kundenbach[5] (rechts), 1,9 km und 2,0 km²
  • Fronklingen (rechts), 2,0 km
  • Michelbach (links), 3,7 km und 4,2 km²
  • Wollenklingen (rechts), 1,5 km
  • Gängelbach (links), 3,2 km und 4,7 km²
  • Kunzenbach (links), 2,2 km
  • Buchklinger Graben (rechts), 2,1 km und 0,9 km²

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW). Siehe bei den → Weblinks.
  2. Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW.
  3. Einzugsgebiet aufsummiert aus neun Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW.
  4. weinheim.de
  5. Wird manchmal auch als Teil und Hauptquellzweig des Grundelbach angesehen

Kartenmaterial[Bearbeiten]

  • Hessisches Landesvermessungsamt: TF 20-9, Der Überwald. Topographische Freizeitkarte 1:20.000. Wiesbaden: Hessisches Landesvermessungsamt, 2000, ISBN 3-89446-293-0

Weblinks[Bearbeiten]