Gruttenhütte

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Gruttenhütte
DAV-Hütte Kategorie I
Gruttenhütte
Lage Südseite des Wilden Kaisers; Talort: Ellmau
Gebirgsgruppe Kaisergebirge
Geographische Lage 47° 33′ 12″ N, 12° 18′ 39″ O47.55333333333312.3108333333331620Koordinaten: 47° 33′ 12″ N, 12° 18′ 39″ O
Höhenlage 1620 m ü. A.
Gruttenhütte (Tirol)
Gruttenhütte
Besitzer DAV-Sektion Turner-Alpen-Kränzchen
Hüttentyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Anfang Juni bis Mitte Oktober
Beherbergung 48 Betten, 105 Lager
Winterraum Lager
Weblink Website der Hütte
Hüttenverzeichnis OeAV DAV
Talblick in Richtung Going

Die Gruttenhütte ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Turner-Alpen-Kränzchen des Deutschen Alpenvereins im Kaisergebirge in Tirol.

Lage[Bearbeiten]

Die Hütte befindet sich auf der sonnigen Südseite des Wilden Kaisers auf einem grasigen Absatz hoch über Ellmau und Going mit herrlicher Aussicht, die an klaren Tagen bis zum Großvenediger reicht. Überragt wird der stark frequentierte Stützpunkt von der Ellmauer Halt, dem mit 2344 m höchsten Gipfel im Kaisergebirge. An schönen Sommertagen ist die Gruttenhütte ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer sowie ein bedeutender Ausgangspunkt für Bergsteiger und Kletterer, die von hier aus zahlreiche alpine Touren auf die Gipfel des Wilden Kaisers unternehmen können.

Geschichte[Bearbeiten]

Von der Sektion Alpen-Turner-Kränzchen und Carl Babenstuber wurde 1899 die Gruttenhütte am heutigen Standort erbaut und am 14. Juli 1900 feierlich eröffnet. Bald darauf wurden eine Glasveranda, ein Waschhaus und ein Mulistall errichtet. 1922 wurde ein separates Schlafhaus, das Josef-Dorn-Haus gebaut und 1925 schuf der damalige Hüttenwirt Hans Eisenmann eine Steiganlage durchs Wilde Gschloß, den heutigen Jubiläumssteig. 1938 erfolgt ein weiterer An-, Um- und Ausbau, außerdem entstand ein weiteres Schlafhaus, das Emil-Kempfle-Haus. Während des Zweiten Weltkriegs wird die Gruttenhütte beschlagnahmt und bleibt geschlossen, bis 1951 nach der Grenzöffnung ein starker Andrang nach Tirol entstand. Darauf folgten in den 60er Jahren wieder große Um- und Ausbaumaßnahmen. Auch nach einer neuen Quellfassung wurde die Ergiebigkeit kaum größer, und kurz vor dem 100. Geburtstag wurde ein aufwendiger Abwasserkanal fertiggestellt. Dieser sichert nicht nur die Wasserent- und versorgung, sondern auch die Versorgung der Hütte mit Elektrizität und Telefon. 2002 wurden die Sanitäranlagen modernisiert und eine Holzterrasse errichtet.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Pkw von Kufstein kommend über Scheffau bzw. aus Richtung Salzburg kommend über Lofer und St. Johann in Tirol nach Ellmau. Dort nach Norden abzweigen und schließlich über eine Mautstraße hinauf zur Wochenbrunner Alm (1080 m) mit großem Parkplatz.

Zustiege[Bearbeiten]

  • Ab Wochenbrunner Alm auf dem bezeichneten Hüttenweg in rund 1½ Stunden zur Hütte (540 Höhenmeter).
  • Von Ellmau oder Scheffau über die Riedlhütte und den Fahrweg zur Hütte in 2½ Stunden (800 Höhenmeter).
  • Von Going über die Gaudeamushütte und das Klamml, einer steilen Felsrinne, in 3 Stunden (800 Höhenmeter).

Übergänge[Bearbeiten]

Gipfelbesteigungen[Bearbeiten]

  • Ellmauer Halt (2344 m), Gehzeit: 2½ Stunden
  • Treffauer (2304 m), Gehzeit: 3 Stunden
  • Kleine Halt (2116 m), Gehzeit: 3½ Stunden
  • Karlspitzen (2281 m), Gehzeit: 2½ Stunden
  • Goinger Halt (2193 m), Gehzeit: 2 Stunden
  • Zahlreiche Kletterrouten, beispielsweise am Kopftörlgrat

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gruttenhütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien