Gschnaidt

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gschnaidt (Begriffsklärung) aufgeführt.

f3f0f1

Gschnaidt ()
Ortschaft
Katastralgemeinde Gschnaidt
Gschnaidt (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Graz-Umgebung (GU), Steiermark
Gerichtsbezirk Graz-West
Pol. Gemeinde Gratwein-Straßengel
Koordinaten 47° 8′ 12″ N, 15° 11′ 8″ O47.13666715.185556Koordinaten: 47° 8′ 12″ N, 15° 11′ 8″ Of1
Einwohner d. Ortsch. 350 (2011) (k.A. Hilfef3f0)
Gebäudestand 164 (2001) f2
Fläche d. KG 29,82 km²
Postleitzahlenf0 8103, 8113, 8114, 8153f1f0
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 14941
Katastralgemeindenummer 63225
Zählsprengel/ -bezirk Gschnaidt (60664 009)
Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Gschnaidt ist eine ehemalige Gemeinde mit Ungültiger Metadaten-Schlüssel 60616 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) in der Steiermark im Nordwesten des Bezirks Graz-Umgebung. Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurde sie ab 2015 mit den Gemeinden Judendorf-Straßengel, Eisbach und Gratwein zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde wird den Namen Marktgemeinde Gratwein-Straßengel führen. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[2] Eine Beschwerde, die von der Gemeinde gegen die Zusammenlegung beim Verfassungsgerichtshof eingebracht wurde, war nicht erfolgreich.[3]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Gschnaidt liegt ca. 25 km nordwestlich der Landeshauptstadt Graz im Stübinggraben, einem Seitental des Murtales. Die höchsten Erhebungen im Gemeindegebiet sind der Heiggerkogel (1.098 m) und der Pleschkogel (1.061 m).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus einer einzigen gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft. Der Hauptort der Gemeinde ist der Wallfahrtsort Sankt Pankrazen, ein Kirchweiler auf einem Bergrücken, sonst gibt es noch den Weiler Kornberg, die zerstreuten Häuser Krienz, Plesch, Sankt Pankrazen (Umgebung), Stiwollgraben, Stübinggraben, und zahlreiche Einzellagen (Abraham, Ambros, Enzianhof, Fuchs, Grabenfödl, Grabenwarter, Hasi, Hidner, Höfer, Kalbacher, Kesselmeixner, Klein-Lückanderl, Knoblacher, Kogler, Kohlbauer, Kreuzwirt, Lenzbauer, Lück, Marxbauer, Moises, Pagger, Platzl, Pleschwirt, Ponkratzbauer, Prettenthaler, Rattich, Riemer, Saupart, Steinklauber, Thurner, Wolf am Egg, Zuri), eine für die Gegend typische Siedlungssituation.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der steirischen Gemeindestrukturreform wird die Gemeinde Gschnaidt (spätestens bis 2015) mit den Gemeinden Gratwein, Eisbach und Judendorf-Straßengel fusioniert werden.[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geistthal (Bez. Voitsberg) Übelbach Großstübing
Nachbargemeinden Eisbach
Södingberg (Bez. Voitsberg) Stiwoll

Geschichte[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 818
1880 681
1890 688
1900 701
1910 674
1923 610
1934 636
1939 617
1951 585
1961 487
1971 443
1981 410
1991 370
2001 400

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Gschnaidt liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen. Der nächstgelegene Autobahnanschluss zur Pyhrn Autobahn A 9 ist die Anschlussstelle Deutschfeistritz (165) in etwa 19 km Entfernung. Dort besteht ebenfalls Zugang zur Grazer Straße B 67, was in der gleichen Entfernung auch über Gratkorn möglich ist.

Ein Bahnhof befindet sich weder im Ort noch in Ortsnähe. Der nächstgelegene Bahnanschluss besteht mit dem Bahnhof Gratwein-Gratkorn zur Österreichischen Südbahn in circa 15 km Entfernung.

Der Flughafen Graz ist circa 35 km entfernt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus neun Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 6 Bürgerliste für Gschnaidt – stellt den Bürgermeister und den Vizebürgermeister
  • 3 ÖVP – stellt den Gemeindekassier

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2005 Max Höfer (Bürgerliste), Vizebürgermeister Hubert Perstaller (Bürgerliste, zuvor SPÖ)

Wappen[Bearbeiten]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Juni 1992.
Blasonierung (Wappenbeschreibung): „Im erhöht und erniedrigt durch Zinnenschnitte geteilten silbernen Schnitt im grünen Mittelfeld eine silberne Votivgabe in Form eines stehenden Rindes, im Schildhaupt von drei glatt abgeschnittenen dreiblättrigen, im Schildfuß von zwei glatt abgeschnittenen vierblättrigen roten Buchenzweigen begleitet.“[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gschnaidt

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gschnaidt – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. § 3 Abs. 3 Z 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  3. Erkenntnis des VfGH vom 25. November 2014, G 121/2014.
  4. Das Land Steiermark: Die neue Gemeindestruktur der Steiermark. Abgerufen am 9. November 2013.
  5. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 42/43, 1992/93, S. 48