Guamatela tuerckheimii

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Guamatela tuerckheimii
Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Crossosomatales
Familie: Guamatelaceae
Gattung: Guamatela
Art: Guamatela tuerckheimii
Wissenschaftlicher Name der Familie
Guamatelaceae
S.H.Oh & D.Potter
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Guamatela
Donn.Sm.
Wissenschaftlicher Name der Art
Guamatela tuerckheimii
Donn.Sm.

Guamatela tuerckheimii ist eine immergrüne Strauchart aus Mittelamerika, die alleine die Pflanzen-Familie der Guamatelaceae innerhalb der Ordnung Crossosomatales bildet.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Art ist ein immergrüner, niederliegender Strauch. Die Blätter sind gegenständig, besitzen Nebenblätter und sind gezähnt. Die Nervatur ist handförmig. Die Blattunterseite ist dicht weiß-filzig. Die Leitbündel im Blattstiel sind ringförmig angeordnet.

Die Blüten besitzen Kelch und Krone, die gleich groß sind, zehn Staubblätter und drei verwachsene Fruchtblätter, die nur an der Spitze des Griffels verwachsen sind. Die Balgfrüchte bleiben von den Kelchblättern eingeschlossen. Es werden viele Samen gebildet, deren Endosperm spärlich ausgebildet ist.

Anatomie, Embryologie und Chemie dieser Art sind so gut wie unbekannt, ebenso die Chromosomenzahl.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Art ist auf Mexiko, Guatemala und Honduras beschränkt. Der Gattungsname ist ein Anagramm von „Guatemala“ (vgl. Lobivia, Hatiora).

Systematik[Bearbeiten]

Die Art wurde anhand eines 1902 vom deutschen Pflanzensammler Hans von Türckheim (1853–1920) in Baja Verapaz in Guatemala gesammelten Belegexemplars 1914 vom amerikanischen Botaniker John Donnell Smith erstbeschrieben in der Botanical Gazette (Band 57, S. 420–421).[1] Die Art wird erst seit kurzem als eigene Familie geführt. Früher wurde sie meist zu den Rosaceae gestellt.

Quellen und weiterführende Informationen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sang-Hun Oh, Daniel Potter: Description and Phylogenetic Position of a New Angiosperm Family, Guamatelaceae, Inferred from Chloroplast rbcL, atpB, and matK Sequences. In: Systematic Botany. Bd. 31, Nr . 4, 2006, ISSN 0028-646x, S. 730–738, doi:10.1600/036364406779695889.

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Siehe das Datenblatt zu Guamatela tuerckheimii bei der Harvard University.