Guanosin

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Strukturformel
Strukturformel von Guanosin
Allgemeines
Name Guanosin
Andere Namen
  • G (Kurzcode)
  • 9-β-D-Ribofuranosylguanin
  • 9-[(2R,3R,4S,5R)-3,4-Dihydroxy-5-(hydroxymethyl)oxolan-2-yl]-2-amino-1H-purin-6-on
Summenformel C10H13N5O5
CAS-Nummer 118-00-3
PubChem 6802
Kurzbeschreibung

weißliches Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 283,23 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

Zersetzung: 239 °C[2]

Löslichkeit
  • wenig löslich in Wasser[2]
  • unlöslich in Ethanol und Diethylether[2]
  • gut löslich in Essigsäure[2]
  • löslich in verdünnten Mineralsäuren[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301
P: 301+310 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][3]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 25
S: 45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Guanosin ist ein Nukleosid und besteht aus der Nukleinbase Guanin und dem Zucker β-D-Ribose.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Guanosin ist Bestandteil der Ribonukleinsäure (RNA) und bildet dort mit Cytidin ein Basenpaar. Das Analogon mit Desoxyribose ist das Desoxyguanosin.

Strukturformel eines G-C-Basenpaars

Guanosin ist Bestandteil der Verbindungen GTP, GDP, von Nukleinsäuren (RNA, DNA – hier ist der Zucker Ribose durch Desoxyribose ersetzt) und auch ein Signalmolekül.

Analoga[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Datenblatt Guanosin bei AlfaAesar, abgerufen am 7. Juni 2007 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c d David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-270.
  3. a b c Datenblatt Guanosine bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 3. April 2011 (PDF).
  4. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Eintrag zu Guanosine in der Human Metabolome Database (HMDB), abgerufen am 25. September 2013.
  • Eintrag zu Guanosine im WikiGenes-Projekt
  • Modification Summary von Guanosine in der Modomics-Datenbank, abgerufen am 14. Januar 2014.
 Commons: Guanosin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Guanosinderivate – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien