Guaranda

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Straßenzug in Guaranda

Guaranda ist eine Stadt in Ecuador. Sie hat etwa 25.000 Einwohner und ist Hauptstadt der Provinz Bolívar. Da sie auf ca. 2.650 m Höhe zwischen sieben Hügeln (San Jacinto, Loma de Guaranda, San Bartolo, Cruzloma, Tililac, Talalac und El Mirador) liegt, wird sie auch als „Rom Ecuadors“ bezeichnet.

Guaranda wurde 1534 von Sebastián de Belalcázar an der Stelle einer Siedlung der Chimbo gegründet, deren Bewohner dem von der Küste vorrückenden Pedro de Alvarado, des Hauptkonkurrenten Benalcázars um die Eroberung der Andenregion um das heutige Quito, Widerstand geleistet hatten. In der Kolonialzeit gehörte Guaranda zum Corregimiento Chimbo, das der Real Audiencia de Quito bzw. dem Vizekönigreich Neugranada unterstand. 1775 wurde Guaranda durch ein Erdbeben nahezu völlig zerstört und nach seinem Wiederaufbau Sitz des Corrigimiento Chimbo. Vom frühen 19. Jahrhundert bis zur Fertigstellung der Eisenbahnlinie Guayaquil-Quito Anfang des 20. Jahrhunderts war Guaranda eine bedeutende Durchgangsstation von nationaler Bedeutung. Guaranda liegt ca. 60 km von Riobamba entfernt, was etwa einer Stunde Busfahrt entspricht.

In Ecuador ist die Stadt vor allem für ihren Karneval bekannt, in dem der Brauch der Karnevalsscherze in eigentlich unüblicher, ausgeprägteren Art durchgeführt wird. So wird man anders als in den meisten anderen Städten Ecuadors in Guaranda nicht nur mit Wasser bespritzt, sondern auch beispielsweise mit Mehl oder Eiern beworfen.

An den Tagen vor und nach dem großen Karnevalsumzug in Riobamba finden sich dort zahlreiche Touristen ein, sowohl aus Ecuador als auch aus dem Ausland.

Guaranda ist Sitz des 1957 gegründeten römisch-katholischen Bistums Guaranda.

Weblinks[Bearbeiten]

-1.6055555555556-79.003055555556Koordinaten: 1° 36′ S, 79° 0′ W