Guayllabamba

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Guayllabamba
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BW

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Ecuador
Flusssystem Río EsmeraldasVorlage:Infobox Fluss/FLUSSSYSTEM_falsch
Abfluss über Río Esmeraldas → PazifikVorlage:Infobox Fluss/QUELLE_fehlt
Zusammenfluss mit dem Río Blanco zum Río Esmeraldas0.33888888888889-79.466944444444Koordinaten: 0° 20′ 20″ N, 79° 28′ 1″ W
0° 20′ 20″ N, 79° 28′ 1″ W0.33888888888889-79.466944444444
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Länge 240 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mittelstädte Guayllabamba, Rosa Zárate (Quinindé)Vorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Der Guayllabamba (auf Kichwa: Wayllapampa) ist ein Fluss in der ecuadorianischen Andenregion, er gehört zum Einzugsgebiet des Río Esmeraldas.

Name[Bearbeiten]

Das Kichwa-Wort Wayllapampa bedeutet „grüne Ebene“. Nach dem Guayllabamba wurde auch das Guayllabamba-Becken benannt, in dem die Hauptstadt Quito liegt. Den Namen des Flusses trägt auch der Ort Guayllabamba, dieser liegt etwa 30 Kilometer östlich von Quito.

Verlauf[Bearbeiten]

Das System des Guayllabamba bildet das wichtigste Flusssystem der Provinz Pichincha. Als Hauptstrom gilt zunächst der Río San Pedro, dem zahlreiche weitere Flüsse zufließen, unter denen der Pita und der Pisque die wichtigsten sind. Der San Pedro bzw. Guayllabamba fließt ca. 150 Kilometer weitgehend von Süden nach Norden durch das Tal von Machachi und das Guayllabamba-Becken, bevor er circa 40 Kilometer nördlich von Quito die Westkordillere der Anden durchbricht und von dort Richtung Westen die Anden hinunterfließt. Bei Quinindé fließt er mit dem Río Blanco zusammen und bildet den Río Esmeraldas, der bei Esmeraldas in den Pazifik mündet. Microsoft Encarta gibt die Länge des Guayllabamba mit 240 Kilometer an.[1]

Oberlauf[Bearbeiten]

Der Guayllabamba entspringt als San Pedro in mehr als 3000 Metern Höhe am südwestlichen Rand des Guayllabamba-Beckens südlich von Machachi (im Kirchspiel Chaupi, etwa 65 km südlich von Quito) und fließt von dort Richtung Nordosten durch das Tal von Machachi. Seine Wasser stammen von den Vulkanen Illiniza, Corazón, La Viudita, Atacazo sowie den Westflanken von Rumiñahui und Pasochoa. Durch eine Engstelle zwischen den Vulkanen Pasochoa und Atacazo fließt der San Pedro in das Valle de los Chillos (Chillos-Tal).[2] . Hier fließt er unter anderem an den Orten Sangolquí und Conocoto vorbei, bevor ihm in der Nähe des am östlichen Rand des Guayllabamba-Beckens auf Höhe Quitos liegenden Vulkans Ilaló auch der Fluss Pita zufließt.

Mittellauf[Bearbeiten]

Nach dem Zusammenfluss mit dem Pita fließt der San Pedro am östlichen Rand des Beckens weiter Richtung Norden durch die Täler von Cumbayá und Tumbaco nordöstlich von Quito, wobei ihm die Flüsse Machángara (von Westen mit Wassern des Pichincha) und Chinche (von Osten mit Wässern kleinerer Vulkane aus der Ostgrenze des Guayllabamba-Beckens) zufließen. Später kommen noch weitere Flüsse wie der Guambi und der Iguiñaro hinzu.

Nördlich des Ortes Guayllabamba (zugleich nordöstlich von Quito) fließt dem Fluss der Pisque zu. Ab dem Zufluss des Pisque spricht man vom eigentlichen Guayllabamba. Dieser bildet nun einen seit dem Zufluss des Guambi sich stetig verengenden Canyon in den Anden. Von Westen und Osten fließen ihm weitere Flüsse zu, darunter der auch den Norden der Hauptstadt Quitos durchfließende Monjas. Wegen des hohen Gefälles entwickelt sich der Guayllabamba hier zum reißenden Strom. Am nordwestlichen Rand des Beckens durchbricht der Guayllabamba bei Perucho die westliche Kordillere der Anden zwischen den Ausläufern der Vulkane Pululagua und Mojanda.

Unterlauf[Bearbeiten]

Von hier fließt er Richtung Westen die Andenabhänge hinunter durch ein wenig besiedeltes, dicht bewachsenes Gebiet in den Provinzen Imbabura und Esmeraldas. Ihm fließen noch verschiedene weitere Flüsse zu, darunter der Pachijal und der Llurimaguas. Bei Rosa Zárate (Quinindé) vereint er sich mit dem von Südosten kommenden Río Blanco zum Esmeraldas.

Wichtige Zuflüsse[Bearbeiten]

Pita[Bearbeiten]

Der Pita entspringt am Cotopaxi südöstlich von Quito unter dem Namen Pedregal. Von hier fließt er gen Norden, wo den Wässern des Cotopaxi diejenigen der Vulkane Sicholagua und Rumiñahui zufließen. Am Fuß des Vulkans Pasochoa vereinen sich der Pedregal und der am Pasochoa entspringende Fluss Pita, dessen Name der entstehende Fluss erhält. Der Pita fließt von hier nach Norden durch das Valle de los Chillos bis zu seiner Mündung in den San Pedro am Fuß des Ilaló.

Pisque[Bearbeiten]

Der Pisque entsteht im Nordosten des Guayllabamba-Beckens zwischen den Vulkanen Fuya-Fuya im Norden und Cayambe im Süden (in der Nähe des auf 3097m Höhe gelegenen Ortes Olmedo). Der Pisque entsteht aus dem Granobles bzw. dem Guachalá und bildet mit seinen Quellflüssen das Tal von Cayambe, in dem sich die Stadt Cayambe befindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Encarta-Online: «Guayllabamba» (spanisch)
  2. Materialien zum Río San Pedro im Bereich von Machachi

Literatur[Bearbeiten]

  • Jorge Salvador Lara, Quito, Editorial MAPFRE, Madrid 1992, ISBN 84-7100-437-2, S. 27-30.