Guerrilla Girls

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Die Guerrilla Girls sind eine seit 1985 anonym operierende Künstlerinnengruppe aus New York, deren Markenzeichen Gorillamasken sind.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Mitglieder verwenden als Pseudonyme die Namen toter Künstlerinnen, wie etwa. Frida Kahlo, Eva Hesse, Paula Modersohn-Becker, Käthe Kollwitz, Gertrude Stein, Georgia O’Keeffe.[1] Wie groß die Gruppe wirklich ist und wer dazugehört, ist nicht bekannt. Die Plakat- und Postkartenaktionen und die öffentlichen Auftritte der Guerrilla Girls machen auf den Ausschluss von Frauen und Nichtweißen aus dem Kunstbetrieb aufmerksam.

„In 18 Jahren haben wir mehr als hundert Poster, Aufkleber, Bücher, Printprojekte und Aktionen produziert, die Sexismus und Rassismus in der Politik, der Kunstwelt, in Film und Kultur im allgemeinen öffentlich machen. Wir setzen Humor ein, um Informationen zu vermitteln, Diskussionen zu provozieren, und zu zeigen, dass Feministinnen witzig sein können. Wir tragen Gorillamasken, um den Fokus auf die Themen zu lenken anstatt auf unsere Persönlichkeiten. Wir erklären uns selbst als das Bewusstsein der Kultur und als feministische Gegenstücke zur vornehmlich männlichen Tradition anonymer Volkshelden wie Robin Hood, Batman und der Lone Ranger. Unsere Arbeit ist dank der Gleichgesinnten, auf die wir stolz sind, sie als Unterstützer zu haben, um die Welt gegangen. Sie ist auch in Hunderten von Zeitungen und Magazinen aufgetaucht […]; und in unzählbaren kunsttheoretischen und feministischen Texten. Das Geheimnis um unsere Identitäten hat Aufmerksamkeit erregt. Wir könnten jede sein; wir sind überall.“[2][3]

Zum Konzept der Gruppe gehört es, dass sie für Auftritte und Workshops gebucht werden kann.[4] Die Guerrilla Girls fördern Abspaltungen und Neugründungen ähnlicher Gruppen. So gibt es die Guerrilla Girls On Tour Inc., ein reisendes Theaterkollektiv, das drei ehemalige Guerrilla Girls betreiben.[5]

Literatur[Bearbeiten]

Primärliteratur[Bearbeiten]

  • Guerrilla Girls: Confessions of the Guerrilla Girls. HarperPerennial, New York 1995, ISBN 0-06-095088-9.
  • Guerrilla Girls: The Guerrilla Girls' Bedside Companion to the History of Western Art. Penguin, New York 1998, ISBN 0-14-025997-X.
  • Guerrilla Girls: Bitches, Bimbos, and Ballbreakers. The Guerrilla Girls' Illustrated Guide to Female Stereotypes. Penguin, New York 2003, ISBN 0-14-200101-5.

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

  • Joel Schechter: Satiric Impersonations. From Aristophanes to the Guerrilla Girls. Southern Illinois University Press, Carbondale 2007, ISBN 0-8093-1868-7.
  • Carol Small: Confessions of the Guerrilla Girls. In: Woman's Art Journal. 1998, S. 38–40.
  • Josephine Withers: The Guerrilla Girls. In: Feminist Studies. 14, Nr. 2, 1988, S. 285–300.
  • Pamela Takayoshi: No boys allowed: The World Wide Web as a clubhouse for girls. In: Computers and Composition. 16, Nr. 1, 1999, S. 89–106, doi:10.1016/S8755-4615(99)80007-3.
  • Reingard Klingler: Die Guerilla Girls. In: Marta Reichenberger (Hrsg.): Wer hat Angst vor Josephine Beuys. Richter, Köln 1995, ISBN 3-924533-48-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview aus: Guerrilla Girls: Confessions of the Guerrilla Girls. HarperPerennial, New York 1995.
  2. guerrillagirls.com: FAQ
  3. medienkunstnetz.de: Guerilla Girls (sic!)
  4. Webpage für Buchungsanfragen
  5. Guerrilla Girls On Tour

Weblinks[Bearbeiten]