Guevenatten

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Guevenatten
Wappen von Guevenatten
Guevenatten (Frankreich)
Guevenatten
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Dannemarie
Koordinaten 47° 41′ N, 7° 5′ O47.6819444444447.0794444444444364Koordinaten: 47° 41′ N, 7° 5′ O
Höhe 305–371 m
Fläche 2,15 km²
Einwohner 129 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 60 Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code
Website http://www.guevenatten.fr/

Mairie und Grundschule

Guevenatten (deutsch Gevenatten) ist eine französische Gemeinde mit 129 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Gemeindeverband Communauté de communes de la Porte d'Alsace.

Geographie[Bearbeiten]

Guevenatten liegt im Sundgau, 6 Kilometer nordwestlich von Dannemarie. Die Flüsschen Traubach und Soultzbach fließen durch die Gemeinde, beide sind linke Nebenflüsse der Largue. Die Gemeindefläche beträgt 217 Hektar, davon werden 87,2 % landwirtschaftlich genutzt. Die bewaldete Fläche beträgt insgesamt 58 Hektar, davon sind 35 Hektar Gemeindewald.

Geschichte[Bearbeiten]

Kapelle St. Apollonia

Der Name Guevenatten stammt aus dem spätlateinischen capanna, was Hütte bedeutet, deshalb enthält das Wappen von Guevenatten drei goldene Hütten.

1413 wurde die Gemeinde als Keuonet erwähnt, 1480 als Geffenat.[1]

Bis zum Westfälischen Frieden gehörte Guevenatten zur Seigneurie von Thann und zur Grafschaft Pfirt. Der Ort war bis zum 17. Jahrhundert Lehen der Familie Reinach Hirtzbach. Am 6. Oktober 1832 brannten etwa zwanzig Häuser und die dazugehörigen Ställe und Scheunen ab. Das Feuer griff so schnell um sich, dass die Bewohner ihre Habseligkeiten nicht retten konnten. 1865 gab es eine Weizenmühle vor Ort.[2]

Im Jahr 1892 wurde die bestehende baufällige Kapelle umgebaut und vergrößert. Sie ist der Heiligen Apollonia gewidmet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 176 92 102 98 88 110 144 135

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ein wichtiger Erwerbszweig ist die Landwirtschaft. 1943 beendete der letzte Holzschuhmacher seine Arbeit und 1971 stellte der Schmied seine Arbeit ein. Heute gibt es zwei landwirtschaftliche Betriebe, einen Immobilienmakler und zwei Herbergen am Ort.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Guevenatten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fritz Langerbeck: Vom Weiterleben der vorgermanischen Toponymie im deutschsprachigen Elsass. 1967, I, Seite 42.
  2. Jacques Baquol: L'Alsace ancienne et moderne, ou dictionnaire topographique, historique et statistique du Haut et du Bas-Rhin. 3. édition, entièrement refondu par Paul Ristelhuber. Salomon, Strassburg 1865, S. 160, in Google Books, (französisch).