Guggenhausen

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Guggenhausen im Landkreis Ravensburg. Guggenhausen heißt auch ein Weiler der Gemeinde Eigeltingen im Landkreis Konstanz
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Guggenhausen
Guggenhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Guggenhausen hervorgehoben
47.8936111111119.4555555555556637Koordinaten: 47° 54′ N, 9° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Ravensburg
Gemeindeverwal-
tungsverband:
Altshausen
Höhe: 637 m ü. NHN
Fläche: 8,25 km²
Einwohner: 175 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 88379,
88373 (Muttenhaus)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07503
Kfz-Kennzeichen: RV
Gemeindeschlüssel: 08 4 36 040
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 6
88379 Guggenhausen
Webpräsenz: www.gvv-altshausen.de/gemeinden/guggenhausen.htm
Bürgermeister: Erich Köberle
Lage der Gemeinde Guggenhausen im Landkreis Ravensburg
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Über dieses Bild
Guggenhausen
Das Rathaus

Guggenhausen ist die kleinste Gemeinde im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg.

Die Gemeinde ist Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Altshausen mit Sitz in Altshausen.

Gliederung[Bearbeiten]

Neben Guggenhausen (mit etwa 20 Häusern einschließlich Rathaus) gehören die Weiler und Höfe Bauhof, Brunnen, Egg, Haslach, Königsegg, Luegen, Muttenhaus und Wendenreute zur Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

In den Weilern Brunnen und Egg wurden keltische Grabhügel nachgewiesen.

Guggenhausen wurde erstmals 1251 als Guginhusin urkundlich erwähnt, der Name geht wohl auf den Personennamen Gucko zurück. 1264 sind Schenkungen des Kämmerers Heinrich von Bigenburg von Besitz im Ort an das Kloster Baindt belegt.

Die Burg Königsegg war die Stammburg eines Zweigs der Herren von Fronhofen, die sich ab 1251 Herren von Königsegg nannten, im 14. Jahrhundert in den Besitz des ganzen Ortes kamen und im Laufe der Zeit größere Gebiete in der Umgebung und bei Aulendorf sowie zwischen Oberstaufen und Immenstadt erwarben. Sie verlegten ihre Residenz Mitte des 17. Jahrhunderts nach Königseggwald, ihre Grafschaft fiel 1806 an das Königreich Württemberg, das es dem Oberamt Saulgau zuordnete. Die Stammburg in Königsegg wurde im 19. Jahrhundert in ein Hofgut umgewandelt, eine Burgkapelle im Ostflügel mit einem Weihwasserbecken der Renaissance blieb erhalten. Die Burg Königsegg war bis 1850 Teil der Gemeinde Hoßkirch und ist seither mit ihrer östlichen Umgebung eine Exklave Guggenhausens.

Bis 1972 gehörte Guggenhausen zum Landkreis Saulgau, nach dessen Auflösung wurde die Gemeinde am 1. Januar 1973 Teil des Landkreises Ravensburg.

Wappen[Bearbeiten]

Das am 26. August 1980 verliehene Gemeindewappen erinnert mit den rot-goldenen Rauten an das Wappen der Grafen von Königsegg. Der blaue Schildfuß symbolisiert mit seinen Wellen den Guggenhauser Weiher.

Blasonierung: Über blauem Wellenschildfuß von Gold (Gelb) und Rot mit drei Teilungen schräg gerautet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1825: 186 Einwohner
  • 1900: 200 Einwohner
  • 1974: 196 Einwohner
  • 2005: 200 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Erich Köberle wurde am 9. November 2008 mit 84,8 Prozent der abgegebenen Stimmen ohne Gegenkandidat als ehrenamtlicher Bürgermeister im Amt bestätigt. Er führt die Geschäfte der Gemeinde bereits seit 1993. Im Hauptamt ist er beim Landratsamt Biberach beschäftigt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Guggenhausen ist von der Landwirtschaft geprägt. Fast die Hälfte der Gemeindefläche ist Ackerland, weitere 195 ha sind Dauergrünland; hinzu kommen ca. 70 ha Waldgebiet.

Um 1840 wurde der Guggenhauser Weiher angelegt, an dem eine Mahl- und Sägemühle betrieben wurde. Heute hat der Weiher eine Wasserfläche von 10,1 Hektar und wird von Sportfischern genutzt.

Verkehr[Bearbeiten]

Guggenhausen ist durch Buslinien mit Wilhelmsdorf, Ostrach, Altshausen und Bad Saulgau verbunden. Die Gemeinde ist Teil des Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbunds (bodo). Bis 1971 verfügte der Ortsteil Königsegg über einen Bahnhof an der Bahnstrecke Altshausen–Schwackenreute.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

Literatur[Bearbeiten]

  • Chronik des Kreises Ravensburg. Landschaft, Geschichte, Brauchtum, Kunst. Chroniken-Verlag Boxberg, Hinterzarten 1975.
  • Oskar Sailer (Hrsg.): Der Kreis Ravensburg. Theiss, Stuttgart 1976, ISBN 3-8062-0145-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Guggenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien