Guidimouni

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Landgemeinde Guidimouni
Landgemeinde Guidimouni (Niger)
Landgemeinde Guidimouni
Landgemeinde Guidimouni
Koordinaten 13° 42′ N, 9° 31′ O13.6927777777789.5119444444444Koordinaten: 13° 42′ N, 9° 31′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Zinder
Departement Damagaram Takaya
Einwohner 52.849 (2010)

Guidimouni ist eine Landgemeinde im Departement Damagaram Takaya in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Guidimouni liegt in der Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Mazamni im Norden, Damagaram Takaya im Nordosten, Guidiguir im Südosten, Gouchi im Süden, Hamdara im Südwesten und Zermou im Nordwesten. Das Gemeindegebiet ist in 43 administrative Dörfer, 86 traditionelle Dörfer, 61 Weiler, vier Lager und zwei Wasserstellen gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das an einem kleinen See gelegene administrative Dorf Guidimouni.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ortschaft wurde der Überlieferung nach im 10. Jahrhundert von Kanuri aus Bornu besiedelt. Die französische Kolonialverwaltung richtete Anfang des 20. Jahrhunderts einen Kanton in Guidimouni ein[3] und gestattete die Abhaltung eines kleines Marktes.[4] 1932 wurde dem Kanton das Gebiet des aufgelösten Kantons Mazamni angeschlossen.[3] 2002 gingen im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Guidimouni die Landgemeinden Goudimouni und Mazamni hervor. Seit 2011 gehören beide Landgemeinden nicht mehr zum Departement Mirriah, sondern zum neugegründeten Departement Damagaram Takaya.[5]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Guidimouni 38.923 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 52.849 Einwohner berechnet.[6] In Guidimouni leben Angehörige der vor allem Agropastoralismus betreibenden Kanuri-Untergruppe Dagra.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Landgemeinde liegt an der Nationalstraße 1. 2012 wurde mit der Sanierung des 870 Kilometer langen Straßenabschnitts bis zur Regionalhauptstadt Zinder begonnen.[8] Am Markt von Guidimouni wird insbesondere mit Zuckerrohr gehandelt, das bis in die Hauptstadt Niamey verkauft wird.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. a b Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 250.
  4.  Hassane Gandah Nabi: Commerçants et entrepreneurs du Niger (1922–2006). L’Harmattan, Paris 2013, ISBN 978-2-336-29136-9, S. 37.
  5.  Une nouvelle loi sur le redécoupage administratif. In: L’Arbre à Palabres. Nr. 13, 11. August 2011, S. 2 (PDF-Datei, abgerufen am 28. Januar 2014).
  6. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 57.
  7. Ministère de l’élevage et des industries animales / République du Niger (Hrsg.): La mobilité pastorale dans la Région de Zinder. Stratégies et dynamisme des sociétés pastorales. Niamey 2009 (Online-Version; PDF; 11,3 MB), S. 31.
  8. Niger: Début des travaux de réhabilitation d'un tronçon routier de 870 km. Website Afriquinfos, veröffentlicht am 17. Mai 2012, abgerufen am 17. Mai 2012.
  9. Livelihoods Zoning “Plus” Activity In Niger (PDF; 2,5 MB). S. 30, Website des Famine Early Warning Systems Network, veröffentlicht im August 2011, abgerufen am 19. Januar 2012.