Guido Masanetz

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Guido Masanetz (rechts) mit Ottmar Gerster, 1952

Guido Masanetz (* 17. Mai 1914 in Friedek, Mähren) ist ein deutscher Musikdirektor, Komponist und Kapellmeister.

Leben[Bearbeiten]

Masanetz ist einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Musikerpersönlichkeiten der ehemaligen DDR. Er studierte Klavier und Dirigieren in Pilsen. Den Schwerpunkt seines Wirkens bildete aber recht bald die Tätigkeit als Kapellmeister und die Komposition. 1939 erhielt er ein Engagement am Theater in Brünn, wo 1941 auch seine Operette Barbara erstmals aufgeführt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte er am Grenzlandtheater Zittau bis er in Berlin die musikalische Leitung des Staatlichen Volkskunstensembles der DDR übernahm.

Masanetz komponierte zahlreiche Filmmusiken, insbesondere auch für Märchenfilme. Er schuf die weltweit erfolgreich gespielte Kultoperette "In Frisco ist der Teufel los". Aus seiner Feder stammen u. a. auch die Lieder Bunte Lampions (1946 für Rudi Schuricke) und 1962 Seemann hast du mich vergessen?. 1979 wurde Masanetz sowohl mit dem Kunstpreis der DDR als auch dem Nationalpreis ausgezeichnet. 1974 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und 1989 in Silber.[1][2] Guido Masanetz erhielt 2005 bei den VI. Elblandfestspiele Wittenberge den Ehrentitel Musikdirektor (MD) verliehen. 2008 wurde er zum ordentlichen Ehrenmitglied der Europäischen Kulturwerkstatt (EKW) in Berlin berufen.

Seit 1986 ist der Komponist in vierter Ehe mit Sybille verheiratet.

Werke[Bearbeiten]

  • Barbara, Operette, 1939/1941
  • Die Reise nach Budapest, Operette, 1942
  • Die Mandelblüte, Musical, 1948
  • Der Wundervogel, Musical, 1955
  • Wer braucht Geld?, Musical 1956
  • In Frisco ist der Teufel los, Musical, 1962 (Überarbeitung von Wer braucht Geld)
  • Mein schöner Benjamino, Musical, 1963
  • Sprengstoff für Santa Ines, Musical 1973
  • Vasantasena, Musical 1978

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neues Deutschland, 26. April 1974, S. 6
  2. Berliner Zeitung, 3. Oktober 1989, S. 4