Guillaume Lejean

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Guillaume Lejean
Ethnische Karte der Europäischen Türkei und dessen autonomen Vassalenstaaten. Von Guillaume Lejean, 1861.

Guillaume Lejean (* 1828 in Plouégat-Guérand, Département Finistère; † 1. Februar 1871 ebd.) war ein französischer Entdecker und Forschungsreisender.

Leben[Bearbeiten]

Lejean widmete sich in Paris geographischen Studien und erhielt von der französischen Regierung den Auftrag zu Forschungen auf der Balkanhalbinsel. Auf seinen sechsjährigen Reisen 1857, 1858 sowie 1867 bis 1870 sammelte er Material zu einem ausgedehnten Kartenwerk in 49 Blättern, von denen er selbst 20 bearbeiten konnte. Außerdem verfasste er die Ethnographie der europäischen Türkei, die 1861 in den Ergänzungsheften zu Petermanns Geographischen Mitteilungen erschienen ist.

1860 begab sich Lejean nach Kordofan und befuhr den Weißen Nil bis Gondokoro sowie den Bahr al-Ghazal, von dem er die erste verwendbare Karte zeichnen konnte. 1862 ging er als französischer Konsul nach Äthiopien, wo er jedoch bereits 1863 von König Theodorus ausgewiesen wurde. Nach einer Reise in den Norden nach Kassala und in die Bogosländer kehrte er 1864 nach Paris zurück.

1865 begab sich Lejean wieder auf eine Reise nach Kleinasien, Mesopotamien und in die Länder am Indus bis nach Kaschmir. 1867 setzte er dann seine Forschungen in der europäischen Türkei fort.

Guillaume Lejean starb am 1. Februar 1871 in seinem Geburtsort Plouégat-Guérand.

Werke[Bearbeiten]

  • Voyage aux deux Nils. Paris, 1865-68
  • Théodore II, le nouvel empire d'Abyssinie et les intérèts francais. Paris, 1865

Weblinks[Bearbeiten]