Guillermo Klein

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Guillermo Klein moers festival 2009

Guillermo Klein (* 1969 in Buenos Aires) ist ein argentinischer Jazzmusiker (Piano, Gitarre, Gesang, Komposition) und Bigband-Leader.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Klein erlernte, nachdem ein Lehrer seine Musikalität entdeckt hatte, als Kind zunächst das Gitarren-, dann das das Klavierspiel. Als Jugendlicher spielte er Rockmusik und besuchte das Konservatorium. Prägenden Einfluss auf ihn hatten die späten Werke von Astor Piazolla. 1990 zog Klein in die USA, um von 1990 bis 1992 am Berklee College of Music Komposition zu studieren; erst hier entdeckte er den Jazz von Duke Ellington und Wayne Shorter. 1993 ging er nach New York. Hier gründete er eine siebzehnköpfige Bigband, mit der er in verschiedenen Clubs auftrat, u. a. im Smalls bis 1995. Daneben leitete er ab 1996 die Gruppe Los Guachos, die wöchentlich in Manhattan auftrat und u. a. mit Bill McHenry, Chris Cheek und Ben Monder arbeitete. 1997 erschien El Minotauro, sein erstes Album als Bandleader. In seiner Musik verschmelzt er Einflüsse aus Jazz, Latin, argentinische Tangos und Chacareras, europäische Klassik und Popmusik.

Nach einem längeren Engagement mit Los Guachos im Club Jazz Standard und drei Alben für Sunnyside Records kehrte Klein 2000 nach Buenos Aires zurück; 2002 ging er nach Barcelona, um zu unterrichten. Später trat er mit der Band Los Guachos und Musikern wie Diego Urcola, Chris Cheek, Jeff Ballard, Ben Monder, Miguel Zenón und Bill McHenry auch wieder in den USA auf, u.a. in der New Yorker Village Vanguard. 2010 veröffentlichte er das Tributalbum Domador de Huellas, auf der er die Musik von Gustavo „Cuchi“ Leguizamón spielt. Sein Leguizamón-Projekt wurde 2009 auf dem Buenos Aires Jazz Festival uraufgeführt.

Diskographie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]