Guingamp

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Guingamp (Gwengamp)
Wappen von Guingamp
Guingamp (Frankreich)
Guingamp
Region Bretagne
Département Côtes-d’Armor
Arrondissement Guingamp (Unterpräfektur)
Kanton Guingamp (Chef-lieu)
Koordinaten 48° 34′ N, 3° 9′ W48.5625-3.151111111111176Koordinaten: 48° 34′ N, 3° 9′ W
Höhe 62–126 m
Fläche 3,41 km²
Einwohner 7.276 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 2.134 Einw./km²
Postleitzahl 22200
INSEE-Code
Website http://www.ville-guingamp.fr/

Guingamp [ɡɛ̃ˈɡɑ̃] (bretonisch Gwengamp) ist eine Gemeinde in Frankreich im Département Côtes-d’Armor in der Bretagne, zwischen Saint-Brieuc und Brest gelegen. Sie ist Sitz der Unterpräfektur des gleichnamigen Arrondissements. Guingamp liegt rund 100 Meter über dem Meeresspiegel am Flüsschen Trieux in einer waldreichen Umgebung und zählt 7276 Einwohner (Stand 1. Januar 2011).

Geschichte[Bearbeiten]

Guingamp war in gallo-römischer Zeit eine Station an einem Handelsweg zwischen Normandie und nordwestlicher Bretagne. Im 9. Jahrhundert wurde hier eine Festung angelegt, an der sich 1364 die bretonischen Truppen von Charles de Blois unter ihrem Anführer Bertrand du Guesclin sammelten, um in die Schlacht von Auray zu ziehen (Auseinandersetzungen um den Herrschaftsanspruch auf die Nachfolge des Herzogs Jean III. am Rande des Hundertjährigen Krieges). Später entwickelte Guingamp sich zu einem regionalen Zentrum der Weberei.

Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Reste der mittelalterlichen Befestigung
  • Rathaus (Hôtel de Ville) aus dem 17. Jahrhundert, ursprünglich ein Augustinerkloster
  • Notre-Dame-de-Bon-Secours, eine gotische Basilika mit der Statue einer Schwarzen Madonna, die von Kreuzfahrern nach Frankreich gebracht worden sein soll und alljährlich Ziel von Pilgern ist
  • die jährlich stattfindende traditionell-folkloristische Tanzveranstaltung Festival de la danse bretonne de la Saint-Loup (Mitte August)
  • das Stadion des Profifußballvereins En Avant Guingamp (Stade du Roudourou), das mehr als doppelt so viele Plätze hat wie Guingamp Einwohner
  • In der Umgebung: die Wälder mit zahlreichen steinzeitlichen Megalithen („Hinkelsteine“) und Kalvarienbergen; einige Kilometer westlich liegt der höchste Berg der nördlichen Bretagne (Menez-Bré, 302 Meter hoch) mit der Wallfahrtskapelle Saint-Hervé

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Bretonische Sprache[Bearbeiten]

Am 8. Juli 2008 hat sich die Gemeindeverwaltung verpflichtet, die bretonische Sprache im Rahmen des Aktionsplans Ya d'ar brezhoneg („Ja zum Bretonischen“) zu fördern. Im Jahr 2007 erhielten 15,2 % der Grundschüler zweisprachigen Unterricht.[1]

Besonderheiten[Bearbeiten]

Das St.-Pius-Gymnasium in Coesfeld und das Deutschhaus-Gymnasium in Würzburg sind Partnerschulen des Lycée Notre-Dame in Guingamp.

„Guingamp“ war das Pseudonym des bretonischen Schriftstellers Jean Conan (1765-1834).

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit dem 9. Mai 2011 besteht mit der Stadt Aue im Erzgebirge eine Städtepartnerschaft. Hierdurch sollen vor allem wirtschaftliche, sozio-kulturelle, sportliche und Vereins-Aktivitäten entwickelt oder vertieft werden.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Guingamp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ofis ar Brezhoneg: Enseignement bilingue
  2. Stadthomepage Aue mit Informationen zur Städtepartnerschaft mit Guingamp., abgerufen am 17. Januar 2013