Gundershoffen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gundershoffen
Wappen von Gundershoffen
Gundershoffen (Frankreich)
Gundershoffen
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Haguenau
Kanton Niederbronn-les-Bains
Koordinaten 48° 54′ N, 7° 40′ O48.9055555555567.6630555555556185Koordinaten: 48° 54′ N, 7° 40′ O
Höhe 163–261 m
Fläche 17,55 km²
Einwohner 3.555 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 203 Einw./km²
Postleitzahl 67110
INSEE-Code
Website http://www.gundershoffen.fr/
.
Ansichtskarte von Gundershoffen aus dem Jahr 1898

Gundershoffen (deutsch Gundershofen) ist eine Gemeinde mit 3555 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Kanton Niederbronn-les-Bains im Département Bas-Rhin in der Region Elsass in Frankreich.

Geschichte[Bearbeiten]

Zeugnisse gallorömischer Besiedlung aus dem ersten bis dritten Jahrhundert nach Christus, darunter Münzen, Keramik und Statuen, sind erhalten. Im ersten überlieferten schriftlichen Zeugnis über den Ort aus dem Jahr 1232 wird der Name noch Guntershoven geschrieben; diese Schreibweise bzw. Guntershofen hielt sich bis mindestens ins 17. Jahrhundert; in Deutschland noch länger. Der Ort gehörte einst zum Besitz der Ducs de Lorraine. Im Dreißigjährigen Krieg entvölkert, wurde er später von Schweizer Familien besiedelt. 1940 wurde er von den Deutschen besetzt und litt schwer unter den Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs. Am 3. Dezember 1944 wurde er von US-amerikanischen Soldaten befreit, doch eroberten die deutschen Truppen ihn erneut. Erst im März 1945 wurde die deutschen Wehrmänner definitiv vertrieben. Aus den bisher selbständigen Gemeinden Eberbach-Wœrth, Griesbach und Gundershoffen wurde am 1. September 1973 die neue Gemeinde Gundershoffen gebildet, die auch die Wohnplätze Ingelshof (im Volksmund auch Hoellenhof), Lauterbacherhof und Schirlenhof umfasst.

Bevölkerungsentwicklung
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
2253 2502 2738 3261 3377 3490 3454

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Der jüdische Friedhof, der Ende des 18. oder Anfang des 19. Jahrhunderts angelegt wurde, wird bis heute von Gundershoffen und der Nachbargemeinde Reichshoffen genutzt.[1]
  • Eine Mühle
  • Denkmal zu Ehren des deutschen Leutnants van Winsloë, der 1870 in Gundershoffen im Deutsch-Französischen Krieg getötet wurde.

Kirchen[Bearbeiten]

Gundershoffen besitzt eine protestantische Kirche aus dem 18. Jahrhundert und eine moderne katholische Kirche.

Verkehr[Bearbeiten]

Gundershoffen besitzt einen Bahnhof an der Strecke Haguenau–Niederbronn-les-Bains, welche von Zügen des TER Alsace befahren wird.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gundershoffen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.alemannia-judaica.de/gundershoffen_cimetiere.htm
  2. Streckentabelle 5 TER Alsace (PDF; 109 kB)