Gunilla Carlsson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gunilla Carlsson in 2012.
Gunilla Carlsson auf der Göteborger Buchmesse 2007

Gunilla Carlsson (* 11. Mai 1963 in Lund, Provinz Skåne, Schweden) ist eine schwedische Politikerin der Moderata samlingspartiet und war von 2006 bis 2013 Ministerin für Internationale Entwicklungszusammenarbeit in der Regierung Fredrik Reinfeldt.

Biografie[Bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch absolvierte sie von 1982 bis 1983 Kurse in Buchhaltung und Rechnungswesen an der Universität Linköping und war danach von 1984 bis 1990 als Buchhalterin und anschließend von 1990 bis 1994 als Leitende Buchhalterin tätig.

1989 begann sie ihre politische Laufbahn mit der Wahl zum Ortschaftsrates von Vadstena. Zwischen 1992 und 1995 war sie Vizevorsitzende des Jugendverbandes und zugleich Kooptiertes Mitglied im Vorstand der Moderaten Sammlungspartei. 1993 wurde sie Vizevorsitzende der Nordischen Konservativen Jungen Union und danach 1994 Politische Administratorin im Sekretariat der Moderaten Sammlungspartei im Reichstag. Im Anschluss war sie zwischen 1994 und 1998 Vizevorsitzende der International Young Democrat Union (IYDU).

1994 wurde sie außerdem Mitglied des 4. Europäischen Parlamentes und gehörte dem Europäischen Parlament als Mitglied der Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) und europäischer Demokraten bis 2002 an. Während dieser Zeit war sie von 1999 bis 2002 nicht nur Vorsitzende der Delegation der Moderaten Sammlungspartei, sondern auch Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, Menschenrechte, Gemeinschaftssicherheit und Verteidigungspolitik und Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Industrie, Außenhandel, Forschung und Energie.

Zusätzlich gehörte sie von 1996 bis 1997 der Programmkommission der Partei an und ist nach einer Tätigkeit als 2. Vizevorsitzende von 1999 bis 2003 seit 2003 1. Vizevorsitzende der Moderata samlingspartiet und damit erste Stellvertreterin des Parteivorsitzenden Fredrik Reinfeldt.

Bei den Reichstagswahlen vom 15. September 2002 wurde sie zur Abgeordneten gewählt und gehörte diesem bis 2006 an. Dabei war sie zugleich Mitglied der Kriegsdelegation von 2002 bis 2006, Mitglied des Bildungsausschusses von 2002 bis 2003 sowie zugleich von 2002 bis 2004 Mitglied des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union und von 2003 bis 2004 des Außenpolitischen Ausschusses. Darüber hinaus war sie von 2004 bis 2006 nicht nur Alternieredes Mitglied der Delegation Schwedens beim Nordischen Rat, sondern zeitgleich auch Stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Angelegenheiten der EU und Vizevorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses.

Daneben war Gunilla Carlsson von 2004 bis 2006 Vizevorsitzende der Europäischen Volkspartei.

Am 6. Oktober 2006 wurde sie von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt zur Ministerin für Internationale Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium ernannt. Von diesem Posten trat sie am 17. September 2013 zurück. Ihre Nachfolgerin wurde Hillevi Engström, die zuvor das Amt der Arbeitsministerin bekleidet hatte.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gunilla Carlsson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gunilla Carlsson skadade biståndet. In: Helsingborgs Dagblad. 17. September 2013, abgerufen am 15. Oktober 2013 (schwedisch).