Gunnar Heinsohn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn (Herbst 2013)

Gunnar Heinsohn (* 21. November 1943 in Gotenhafen, heute Gdynia) ist ein deutscher Ökonom, freier Publizist und emeritierter Professor für Sozialpädagogik an der Universität Bremen.

Biografie[Bearbeiten]

Heinsohn ist der Sohn des deutschen U-Boot-Kommandanten Heinrich Heinsohn (1910−1943).

Er studierte an der Freien Universität Berlin Soziologie, Psychologie, Geschichte, Publizistik, Wirtschaftslehre und Theologie. 1974 wurde er in Soziologie promoviert und 1982 in Wirtschaftswissenschaften. Dazwischen lebte er von 1976 bis 1978 in Israel. 1984 erhielt Heinsohn eine Professur für Sozialpädagogik an der Universität Bremen. Seit 1993 war er Sprecher des von ihm gegründeten und so benannten Instituts für vergleichende Völkermordforschung (Raphael-Lemkin-Institut für Xenophobie- und Genozidforschung).[1]

Die Publikationen Heinsohns umfassen ein weites thematisches Feld. So hat er zu Problemen der Demographie[2] und in jüngerer Zeit zum Phänomen des Youth Bulge[3] und zum „Erfundenen Mittelalter“ gearbeitet. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Geschichte und Theorie der Zivilisation. Im Zentrum der wirtschaftswissenschaftlichen Forschungen, die er mit seinem Bremer Kollegen Otto Steiger seit 30 Jahren durchführt, steht die Theorie der „Eigentumsökonomik“, die laut Heinsohn und Steiger ein alternatives Paradigma zur klassischen, neoklassischen und keynesianischen Ökonomie darstellen soll. Danach ist das Eigentum eine elementare Kategorie, aus dem sie Zins, Geld, Märkte und technischen Fortschritt ableiten. In der Wirtschaftswissenschaft wird diese Theorie von verschiedener Seite bestritten.[4] . Seine eigentumstheoretische Erklärung der Weltfinanzkrise wurde viel beachtet. Heinsohn hat außerdem zahlreiche Beiträge zum Thema Antisemitismus verfasst. Außerdem unterstützte er wiederholt Sarrazins Positionen zur Problematik der Zuwanderung in die Sozialsysteme („maximal fünfzig Prozent der Leistungen für schulisch formbar… Der Anteil unter den einreisenden Türken auf Sozialhilfe lag zu Beginn der Einwanderung bei weniger als einem Prozent … 2008 allerdings liegt in Berlin der Anteil an Sozialgeldempfängern unter Türkischstämmigen laut Auskunft des „Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung“ bei knapp fünfzig Prozent.“[5])

Das Elterngeld kritisierte Heinsohn als „Vermehrungsprämie für Sozialhilfemütter“: „Den ohnehin schon staatlich versorgten Müttern versprechen die Mitbürger seit 2007 eine Zusatzprämie, wenn sie ihrem prekären Leben weitere Kinder hinzufügen … Gleichwohl wurden von den ersten 200.000 Elterngeld-Babys nur neun Prozent von Karrierefrauen geboren, aber bundesweit 54 Prozent von Hilfsempfängerinnen. Damit ist der Anreiz für eine Sozialhilfemutter aber keineswegs ausgeschöpft. Gebiert sie innerhalb von 24 Monaten nämlich zwei Kinder, bekommt sie noch einen "Geschwisterbonus" von 150 Euro auf die 300 Euro Elterngeld obendrauf.“[6]

Wiederholt schrieb Heinsohn über die unterschiedliche Leistungsfähigkeit bestimmter kultureller und ethnischer Gruppen, etwa Alewiten gegenüber Sunniten: „Hätte in der Türkei ähnlich wie im Iran ein islamistischer Putsch stattgefunden, dann wären aus Istanbul die Besten nach Berlin geflohen. Stattdessen hat Deutschland vorrangig Unqualifizierte angeworben. Eine türkische Minderheit aus gebildeten politischen Flüchtlingen hätte wahrscheinlich - wie jetzt die iranische - bessere Abiturnoten vorgelegt als der hiesige Gesamtdurchschnitt.“[7]

Von der Gründung 1982 bis zur Selbstauflösung 1988 war er Vorsitzender der Gesellschaft zur Rekonstruktion der Menschheits- und Naturgeschichte. Seit seiner Beschäftigung mit den Arbeiten Immanuel Velikovskys vertritt Heinsohn ein katastrophistisches Geschichtsbild und lehnt ein evolutionistisches, gradualistisches Geschichtsbild als "Religion des bürgerlichen Zeitalters" ab[8]. Seine Chronologierevision[9] basiert auf Velikovskys Chronologierevision. Heinsohns Arbeiten hierzu werden nicht nur von der Historikerzunft, sondern auch von den mit Heinsohn befreundeten amerikanischen Anhängern Velikovskys zurückgewiesen: sie seien inkonsistent und könnten nicht mit den historischen Quellen in Übereinstimmung gebracht werden.[10].

Heinsohn tritt publizistisch in zahlreichen großen deutschen und internationalen Zeitungen und Magazinen in Erscheinung, u.a. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in Cicero (Zeitschrift)[11] und im Debattenmagazin Schweizer Monat.[12] Darüber hinaus ist er Mitherausgeber und regelmäßiger Autor der Zeitschrift Zeitensprünge (vor 1995: Vorzeit, Frühzeit, Gegenwart).

Heinsohn wurde Ende Februar 2009 emeritiert. Im 70. Lebensjahr stehend räumte er zum Dezember 2012 sein Büro an der Bremer Universität, lehrt aber weiterhin seine "Eigentumsökonomie" in den Masterkursen am „Management Zentrum St. Gallen“ (MZSG) und am „Institut für Finanzdienstleistungen Zug“ (IfZ) sowie Kriegsdemographie an der Berliner „Bundesakademie für Sicherheitspolitik“ (BAKS) und am „NATO Defense College“ (NDC) in Rom.

Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge auf dem Weblog Achse des Guten in der Eigentümlich frei[13] und der Jungen Freiheit.[14].

Resonanz[Bearbeiten]

Söhne und Weltmacht[Bearbeiten]

Der Philosoph Peter Sloterdijk, der Heinsohn als „höchst anregenden Gelehrten, der die engeren Fachdisziplinen immer wieder zu wissenschaftlichem Nutzen überschreitet“[15] beschreibt, bezeichnete Heinsohns Buch „Söhne und Weltmacht“ als „Pflichtlektüre für Politiker und Feuilletonisten“.[16] Im Klappentext wird ein Einfluss der Kernthese des Buches auf die US-Außenpolitik behauptet: "Seine brisanten Thesen sind in den USA als «youth bulge» - Phänomen bekannt und stehen für die grösste Hegemonialmacht im Zentrum von deren Globalstrategien. «Söhne und Weltmacht » bietet daher einen schlüsselhaften Einblick in die amerikanische Politik der kommenden Jahrzehnte."

Die Veröffentlichung besteht zum großen Teil aus Daten und Fakten zu den besonders opferreichen Konflikten und Völkermordereignissen der letzten Jahrhunderte. Gestützt auf diese Fakten formuliert Heinsohn die These, dass ein "Jungmännerüberschuss" (youth bulge) einen Positionenmangel innerhalb einer Gesellschaft verursache und die so entstehende Konkurrenz fast regelmäßig zu Kolonisation, Krieg, Bürgerkrieg oder Terrorismus führe ("Um Brot wird gebettelt. Getötet wird für Status und Macht.").

Eine überaus wohlwollende Besprechung schrieb dazu der österreichische Schriftsteller, Kritiker, Herausgeber und Autor von Berg- und Wanderführern Walter Klier in der Wiener Zeitung.[17] Der Chemiker Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung rezensierte das Buch in der Wochenzeitung Die Zeit vom 26. Februar 2004 dagegen sehr negativ.[18] Er bemängelte die fehlende „statistische Grundlage für die Theorie des kriegsträchtigen Überhangs an jungen Männern“ und stellte ihr die nach Heinsohns Buch publizierten Erkenntnisse des Berliner Demografen Steffen Kroehnert entgegen. Ähnlich scharf kritisierte der ehemalige Professor für Politik und Wirtschaft Mohssen Massarrat Heinsohns Buch in der Frankfurter Rundschau vom 31. Januar 2007.[19] Massarrat stellt dort fest, dass Heinsohn Beispiele unterschlage, die – wie etwa die Bevölkerungsentwicklung in Bangladesch, China und Brasilien – zu seiner Theorie nicht passten. Das Postulat Heinsohns, dass internationale Hilfsorganisationen aufhören müssten, durch ihren Einsatz die „Kinderproduktion“ in Krisengebieten und Entwicklungsländern zu fördern, bezeichnet Massarrat als „zynisch“.[19]

Auch die von ihm und Steiger aus makroökonomischer und bevölkerungspolitischer Sicht vertretene These, die Hexenverfolgungen hätten Staat und Kirche dazu gedient, die Hebammen („weisen Frauen“) zu beseitigen, um sie so an der Weitergabe und Anwendung von Techniken zur Geburtenkontrolle zu hindern, wurde von Fachhistorikern zurückgewiesen, da ihr der Quellenbefund widerspreche und Heinsohns Arbeit methodische Mängel aufweise.[20]

Karl der Einfältige[Bearbeiten]

In den Zeitensprüngen verfasste er u. a. 2001 einen Artikel zu Heribert Illigs These vom „Erfundenen Mittelalter“ (Karl der Einfältige – Imitator oder Urmuster, 4/01, S. 631–661), in dem er diese anhand der Geschichte karolingischer Münzen zu überprüfen versucht und zu der Vermutung gelangt, dass alle Carolus-Münzen von Karl dem Einfältigen stammen und der Urheber der karolingischen Münzreform Pippin der Ältere war.[21]

Bibliographie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1974 mit Rolf KnieperTheorie des Familienrechts: Geschlechtsrollenaufhebung, Kindesvernachlässigung, Geburtenrückgang. Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 3-518-00747-5.
  • 1975 mit Barbara M. C. Knieper: Theorie des Kindergartens und der Spielpädagogik. Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 3-518-00809-9.
  • 1979 mit Rolf Knieper und Otto Steiger: Menschenproduktion: allgemeine Bevölkerungstheorie der Neuzeit. Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 3-518-10914-6.
  • 1982 Das Kibbutz-Modell: Bestandsaufnahme einer alternativen Wirtschafts- und Lebensform nach 7 Jahrzehnten. Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 3-518-10998-7.
  • 1984 Privateigentum, Patriarchat, Geldwirtschaft, sozialtheoretische Rekonstruktion zur Antike. Suhrkamp TB 455, Frankfurt am Main, ISBN 3-518-28055-4.
  • 1985 (mit Otto Steiger): Die Vernichtung der weisen Frauen: Beiträge zur Theorie und Geschichte von Bevölkerung und Kindheit. März-Verlag, Herbstein, ISBN 3-88880-057-9. (14. Auflage. mit einem ausführlichen, aktualisierten Nachwort zur 4., erweiterten Neuausgabe, Area, Erftstadt 2005, ISBN 3-89996-340-7)
  • 1988 Was ist Antisemitismus? Der Ursprung von Monotheismus und Judenhaß. Eichborn, Frankfurt am Main, ISBN 3-8218-0418-1.
  • 1988 Die Sumerer gab es nicht: von den Phantom-Imperien der Lehrbücher zur wirklichen Epochenabfolge in der „Zivilisationswiege“ Südmesopotamien; Darstellung der Probleme und Vorschläge für ihre Lösung in einem chronologischen Überblick. Eichborn, Frankfurt am Main, ISBN 3-8218-0411-4.
  • 1990 Wann lebten die Pharaonen? Archäologische und technologische Grundlagen für eine Neuschreibung der Geschichte Ägyptens und der übrigen Welt. Eichborn, Frankfurt am Main, ISBN 3-8218-0422-X. (3., korrigierte Auflage. Mantis, Gräfelfing 1999, ISBN 3-928852-20-5)
  • 1991 Wie alt ist das Menschengeschlecht? Stratigraphische Grundlegung der Paläoanthropologie und der Vorzeit. Gräfelfing, ISBN 3-928852-25-6. (4., korrigierte Auflage. Gräfelfing 2004, ISBN 3-928852-25-6)
  • 1993 Wer herrschte im Industal? Die wiedergefundenen Imperien der Meder und Perser. Mantis, Gräfelfing, ISBN 3-928852-07-8.
  • 1995 Warum Auschwitz? Hitlers Plan und die Ratlosigkeit der Nachwelt. Reinbek bei Hamburg, ISBN 3-499-13626-0.
  • 1996 Eigentum, Zins und Geld: Ungelöste Rätsel der Wirtschaftswissenschaft. Reinbek bei Hamburg, ISBN 3-89518-494-2. (5. Auflage. Marburg 2009, ISBN 978-3-89518-721-6)
  • 1997 Die Erschaffung der Götter: das Opfer als Ursprung der Religion. Reinbek bei Hamburg, ISBN 3-498-02937-1.
  • 1998 Lexikon der Völkermorde. Reinbek bei Hamburg, ISBN 3-499-22338-4.
  • 2003 Söhne und Weltmacht: Terror im Aufstieg und Fall der Nationen. Orell Füssli, Zürich, ISBN 3-280-06008-7. (2., erweiterte Auflage. 2006, 1. Auflage online als PDF, 3,7 MB).
  • 2006 mit Otto Steiger: Eigentumsökonomik. Metropolis, Marburg, ISBN 3-89518-534-5.
  • 2012 mit Otto Steiger, edited by Frank Decker: Ownership Economics. On the Foundations of Interest, Money, Markets, Business Cycles and Economic Development. Routledge, ISBN 978-0-415-64546-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.bsz-bw.de/depot/media/3400000/3421000/3421308/99_0365.html
  2. „Im Jahre 2005 gebären Migrantinnen und Ausländerinnen bei einem Bevölkerungsanteil von nur 19 Prozent bereits 35 Prozent der Babys. Wenn diese Kinder geschlechtsreif werden und ihren überdurchschnittlichen Geburtenanteil von 2005 halten, dann werden schon 2025 von 100 Neugeborenen 65 Migranten und Ausländer sein.“ - Die demografische Kapitulation. Cicero. Abgerufen am 16. Mai 2008.
  3. Gunnar Heinsohn: Finis Germaniae?. Die Zeit, KURSBUCH 162. Abgerufen am 8. Juni 2009.
  4. Nikolaus K.A. Läufer (1998): The Heinsohn-Steiger Confusion on Interest, Property and Money. (online; PDF; 167 kB); H. Riese: Die Apokryphen des Gunnar Heinsohn und Otto Steiger. In: Karl Betz/Tobias Roy (1999): Privateigentum, Zins und Geld. Kontroversen um den Ansatz von Heinsohn und Steiger. Marburg: Metropolis Verlag[1]; s.a. U. Stolzenburg (2005): Eine Kritik der Eigentumstheorie. (online; PDF; 101 kB)
  5. Integrations-Debatte: Die unterschlagenen fünftausend Prozent, FAZ vom 8. September 2010
  6. Stoppt die Vermehrungsprämie für Sozialhilfemütter - Die Welt, 2010-06-14
  7. Mehr Schatten als Licht - Die Welt, 2010-09-08
  8. Gunnar Heinsohn/Otto Steiger: Eigentum, Zins und Geld. Ungelöste Rätsel der Wirtschaftswissenschaft. Reinbek: Rowohlt 1995, S. 33
  9. G. Heinsohn: Die Sumerer gab es nicht. Gräfelfing: Mantis Verlag 2007
  10. Ev Cochrane: Heinsohn's Ancient History. Aeon 5:4 (1999), S. 61-65 (siehe auch die Diskussionsseite)
  11. als einzigen Beleg dafür: Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGunnar Heinsohn: Exploding population. (Kenya’s violence.). In: International Herald Tribune. 17. Januar 2008, abgerufen am 4. Oktober 2008.
  12. http://www.schweizermonat.ch/autoren/suche?q=heinsohn
  13. http://ef-magazin.de/autor/gunnar-heinsohn
  14. http://www.jungefreiheit.de/Autoren.52.0.html
  15. http://www.petersloterdijk.net/german/aktuell/aktuell.html
  16. Kölner Stadt-Anzeiger, 1. August 2006.
  17.  Walter Klier: Webarchiv vom 19. Februar 2006 der eingelagerten Webseite: Katastrophen aller Art. Die vielen Wissensgebiete des Forschers Gunnar Heinsohn. In: Wiener Zeitung. 20. Februar 2004
  18. Reiner Klingholz: Machen junge Männer Krieg?, in: Die Zeit, 26. Februar 2004, Nr. 10, S. 49.
  19. a b  MOHSSEN MASSARRAT: Schuld an Kriegen sind die Mütter. In: Frankfurter Rundschau. 31. Januar 2007
  20. Walter Rummel: Weise Frauen als Opfer? aus: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller u. Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net (Abruf vom 28. Februar 2008)
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGunnar Heinsohn: Karl der Einfältige (898/911-923). In: Die Web-Site „Zeitensprünge“ von Günter Lelarge. 5. Juli 2006, abgerufen am 4. Oktober 2008.; Ablehnung dieser These bei: Ralf Molkenthin: Die Phantomzeit und das Mittelalter - oder: Wie Heribert Illig eine Erfindung erfand. Eine mediävistische Erläuterung, in: Ralf Molkenthin und Bodo Gundelach (Hrsg.) De Ludo Kegelorum Morschen 2008, S. 24f.

Weblinks[Bearbeiten]