Gunnbjörn Úlfsson

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Gunnbjörn Úlfsson, auch Gunnbjörn Ulf-Krakuson, war Norweger und der erste bekannte Europäer, der den nordamerikanischen Kontinent gesehen hat.

Úlfsson wurde während einer Segelfahrt von Norwegen nach Island vom Kurs abgetrieben. Er und seine Mannschaft sahen einige Inseln, die vor der Küste Grönlands liegen. Sie gingen dort jedoch nicht an Land, sondern segelten Richtung Island weiter. Grönland wird geologisch und kulturell Nordamerika zugerechnet, es war dies also die erste Sichtung des amerikanischen Kontinents durch einen europäischen Entdecker.

Der Zeitpunkt dieser Entdeckung ist in den Isländersagas nicht exakt belegt. Unterschiedliche Quellen gehen von einem Zeitpunkt zwischen 876 und 932 aus, sind aber wohl nur Schätzungen. Als wahrscheinlichster Zeitpunkt gilt der Beginn des 10. Jahrhunderts.

Erst etwa 978 segelte Snaebjörn Galti zu den von Úlfsson beschriebenen Inseln. Kurz danach folgte ihm Erik der Rote, der auch Grönlands Hauptinsel erkundete und eine Siedlung gründete. Beide stützten sich auf die Schilderungen Gunnbjörns bei ihren Entdeckungsfahrten in den Westen.

Zu Ehren des Gunnbjörns ist der höchste Berg Grönlands, der Gunnbjørn Fjeld (3753 m) benannt.

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