Gunther Malzacher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gunther Malzacher (* 5. März 1929 in Berlin; † 24. Mai 1995 in Jesteburg) war ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Er besuchte die Oberrealschule in Potsdam und erhielt ab 1946 durch Rudolf Fernau eine Schauspielausbildung an der Akademie für Schauspielkunst in Stuttgart. Am dortigen Kleinen Theater gab er 1947 sein Debüt als Ruprecht in Kleists Der zerbrochne Krug.

Engagements führten Malzacher an das Landestheater Memmingen, die Städtischen Bühnen Heidelberg, das Landestheater Detmold, die Vereinigten Bühnen Krefeld-Mönchengladbach, das Württembergische Staatstheater Stuttgart, an die Komödie Basel, an die Städtischen Bühnen Dortmund, an das Schauspielhaus Bochum und an das Schauspielhaus Düsseldorf, wo er zwischen 1964 und 1970 tätig war. Weitere Stationen seiner Bühnentätigkeit waren das Bayerische Staatsschauspiel sowie die Bad Hersfelder Festspiele und die Festspiele in Jagsthausen.

Zu Malzachers Rollen gehörten die Titelfigur des Torquato Tasso und des Hamlet, Wetter von Strahl in Das Käthchen von Heilbronn, Franz in Die Räuber, Tellheim in Minna von Barnhelm und die Titelrolle in Camus' Caligula. 1954 führte er am Landestheater Detmold in Warten auf Godot erstmals Regie. Malzacher verfasste auch eigene Bühnenstücke, darunter Als die Wölfe starben, das im Werkraum der Münchner Kammerspiele uraufgeführt wurde.

Er wirkte in wenigen Spielfilmen und zahlreichen Fernsehspielen mit, wo er meist undurchsichtige und schwierige Charaktere verkörperte, darunter den Gattinnenmörder Karl-Heinz Drossbach in Rheingold. Malzacher war verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er darf nicht mit dem Schauspieler, Synchronsprecher und Produzenten Gig Malzacher (1931–1980) verwechselt werden.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]