Gunther von Merseburg

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Gunther von Merseburg, auch Günther von Merseburg, (* vor 949; † 13. Juli 982 bei Crotone, Kalabrien, Italien) aus dem Adelsgeschlecht der Ekkehardiner war von 965 bis 976 und wieder von 981 bis 982 Markgraf der Mark Meißen und der Mark Merseburg.

Leben[Bearbeiten]

Gunther, Sohn des Grafen Ekkehard von Merseburg, wurde von König Otto I. im Jahre 965 mit der Mark Merseburg belehnt. In Ottos Auftrag kämpfte er 966 in Kalabrien gegen Byzanz.

Weil er sich in den Jahren 974 bis 976 an den Aufständen Heinrichs des Zänkers gegen König Otto II. beteiligte, wurde er 976 seiner Markgrafschaft enthoben; mit seinem Sohn Ekkehard von Meißen ging er in die Verbannung. Erst 981 versöhnte er sich mit dem Kaiser und wurde nach dem Tode Thietmars I. erneut in seine Markgrafschaft eingesetzt.

Nach dem Tode des Markgrafen Wigger I. im Jahre 981 erhielt Gunther auch die Herrschaft über die Mark Zeitz.

Als Teilnehmer am Italienzug Ottos II. gegen die Sarazenen unter Emir Abu al-Qasim kam er am 13. Juli 982 in der Schlacht am Kap Colonna in Kalabrien ums Leben.

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten]

Gunther war mit Dubrawka von Böhmen verheiratet, die ihm einen Sohn gebar:

Dubrawka heiratete um 965 den polnischen Herzog Mieszko I. aus der Herrscherfamilie der Piasten.

Vorgänger Amt Nachfolger
Thietmar I. Markgraf von Meißen
981–982
Rikdag