Guru Josh

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Guru Josh (* 6. Juni 1964; eigentlich Paul Walden) ist ein britischer Musiker. Er erreichte Anfang der 1990er Jahre mit seiner Single "Infinity" Top-5-Platzierungen in Deutschland, Österreich, England und der Schweiz. Sie hielt sich ein halbes Jahr in den deutschen Charts und gilt als Klassiker der Old-School-House-Musik.

Karriere[Bearbeiten]

Paul Walden ist ausgebildeter Zahnarzt. Er begann seine Karriere als Entertainer und Keyboarder in einem Nachtclub unter dem Pseudonym Syndrone. Der Erfolg seiner Debütsingle "Infinity", die sich 14 Wochen in den deutschen Top 10 hielt und in den deutschen Jahrescharts Platz 9 erreichte, war zu einem guten Teil dem Saxophon von „Mad Mick“ Weston geschuldet, mit dem zusammen er das Stück geschrieben hatte. Es folgte eine weitere Hitsingle, "Whose Law (Is It Anyway?)", danach verloren Musikpresse und Publikum schnell das Interesse an seiner Musik. Das gleichnamige Album, Infinity, erhielt durchgehend negative Kritiken, welche insbesondere die lustlosen Coverversionen von "Popcorn" und "Louie, Louie" betrafen. Als Walden dann in einem Interview auch noch die Politik der damals in Großbritannien regierenden konservativen Partei unterstützte, verlor er die Unterstützung der Raver-Szene.

Unter dem Namen Guru Josh veröffentlichte er folgende Singles: "Infinity", "Freaky Dreamer", "Holographic Dreams", "Whose Law (Is It Anyway?)" (alle 1990) sowie "Hallelujah" (1991). Den Erfolg der ersten Single konnte er nicht wiederholen, sie erreichte in zehn Ländern die erste Chartplatzierung.

Im Jahr 1991 wechselte er in die damals noch junge Branche der Multimediaproduktion, wo er im Jahr 1992 in Kooperation mit anderen Künstlern unter anderem das Projekt Dr Devious and the Wisemen forcierte (bekanntester Titel: "Cyberdream") und die computeranimierte Videoreihe Dance In Cyberspace mitproduzierte. Heute lebt er auf Ibiza.

Im Jahr 1996 erschien eine Coverversion des Klassikers "Infinity" von DJ Taucher.[1] Im Jahr 2001 veröffentlichte Mike Dragon eine weitere Coverversion.

Gemeinsam mit Snakebyte (Anders Nyman) und DJ DazPerkz (Darren Bailie) gründete der Solokünstler Guru Josh im Jahr 2007 Guru Josh Project.[2][3] Unter dem gemeinsamen Namen wurde im Jahr 2008 "Infinity" in einer neuen Version veröffentlicht. Den Remix besorgte dabei der deutsche DJ Klaas Gerling mit zusätzlichen Vocals von Jan Löchel. Diese Version hatte europaweit großen Erfolg. Es wurde u. a. in den belgischen, niederländischen, dänischen und französischen Singlecharts Nr.1, außerdem war es Spitzenreiter der tschechischen Airplay-Charts und der Euro Hot 100. In Deutschland erreichte es Position 4 und hielt sich über 14 Monate in den Charts. Damit war es deutlich länger platziert als das Original im Jahr 1990 (26 Wochen).

Die Melodie aus "Infinity" erschien gecovert u. a. bei Colours feat. Domino unter dem Titel "Hold Me and Kiss Me" (bzw. "Holding Me Kissing Me"). Im Jahr 2012 wurde eine von DJ Antoine produzierte Remix-Version von "Infinity" in einem Magnum-Eis-Werbespot verwendet.[4]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DE AT CH UK
1990 Infinity 23
(2 Wo.)
15
(10 Wo.)
22
(7 Wo.)
41
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Juli 1990

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[5] Album / Anmerkungen
DE AT CH UK
1989 Infinity (1990s… Time for the Guru)
Infinity
2
(26 Wo.)
5
(23 Wo.)
4
(21 Wo.)
5
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Dezember 1989
1990 Whose Law (Is It Anyway?)
Infinity
12
(16 Wo.)
18
(12 Wo.)
14
(9 Wo.)
26
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Juli 1990
Freaky Dreamer
Infinity
Erstveröffentlichung: 26. September 1990
Holographic Dreams
Infinity
Erstveröffentlichung: 13. Dezember 1990
1991 Hallelujah
Infinity
Erstveröffentlichung: 16. Mai 1991
2008 Infinity 2008 4
(62 Wo.)
3
(54 Wo.)
2
(85 Wo.)
3
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19 September 2008
(als Guru Josh Project)
2009 Let Me Know (Infinity) 71
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Januar 2009
(als Guru Josh Project vs. P. Six)
Crying in the Rain Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2009
(als Guru Josh Project)
2010 Eternity 24
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. März 2010
(feat. DJ Igor Blaska)
Frozen Teardrops Erstveröffentlichung: 24. September 2010
(feat. Lauren Rose)
2012 Infinity 2012 14
(17 Wo.)
10
(13 Wo.)
16
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Mai 2012
(Blanco y Negro Music)
I Need a Miracle Erstveröffentlichung: 21. Dezember 2012
(mit Coco Star & Rene Rodrigezz)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Discogs-Eintrag von Taucher.
  2. Das Guru Josh Project bei musik-base.de.
  3. The Guru Josh Project-Homepage.
  4. Guru Josh feiert Erfolg mit Infinity 2012 auf musikmarkt.de; abgerufen am 2. Juni 2012.
  5. Chartquellen: DE AT CH UK.