Gus Chambers

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Gus Chambers (* 1956; † 13. Oktober 2008 in Coventry, England) war ein britischer Punk- und Metal-Musiker, der vor allem durch seinen Gesang bei Grip Inc. bekannt wurde.

Biografie[Bearbeiten]

In den späten 1970ern startete Chambers seine musikalische Karriere bei der Punkband The Squad, wo er Terry Hall ersetzte. Mit ihnen nahm er zwei Singles auf: Red Alert (B-Seite: £8-A-Week) und Millionaire (B-Seite: BrockHill Boys, 1979).[1] Danach spielte er in der Band 21 Guns, die eine Single auf Shack Records, dem Label von Neville Staple veröffentlichten, diese lösten sich 1981 auf.

In den 1980ern zog Chambers nach Los Angeles, wo er zunächst The Remnant gründete, die 1984 eine EP veröffentlichten. Danach spielte er jahrelang mit Sons of Damnation in kleinen Clubs.

Mit Dave Lombardo und Waldemar Sorychta gründete er 1993 die erfolgreiche Thrash-Metal-Band Grip Inc.. Die Band nahm bis 1999 drei Alben auf, danach lösten sie sich zeitweise auf. 2004 erschien das vierte und letzte Album Incorporated.

Danach kehrte Chambers nach Deutschland zurück und spielte in mehreren Lokalbands. Mit Rogue Process war er auf der Demo-Kompilation Unerhört! des Rock-Hard-Magazins vertreten. 2004 gründete er Squad 21 in Dortmund als Hommage an seine früheren Bands.[2] Die Band bestand aus Mitgliedern der Lokalbands Nothing but Puke und Duke. Er ersetzte 2006 kurzzeitig den verstorbenen Andy „Henner“ Allendörfer bei den hessischen Power-Metallern Squealer A.D. und ist auf dem Album Confrontation Street zu hören.[3] Bei einigen Szeneläden verdingte er sich anschließend als Textildrucker. Anschließend zog er zurück nach Coventry und spielte dort in der lokalen Punkband Mantra Sect.

Im Alter von 52 Jahren starb Chambers am 13. Oktober 2008. In ersten Meldungen[4] wurde von Suizid ausgegangen, die offizielle Untersuchung ergab jedoch eine versehentlich tödliche Mischung von Medikamenten und Alkohol.[5]

Diskografie[Bearbeiten]

Mit Grip Inc.[Bearbeiten]

Sonstige Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • The Squad: Red Alert / £8-A-Week (Single, 1978)
  • The Squad: Millionaire / BrockHill Boys (Single, 1979)
  • 21 Guns: 21 Guns (Single, 1981)
  • Squad 21: Skullduggery (2004)
  • Squealer: Confrontation Street (2006)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Squad-Biografie auf Punk77.co.uk
  2. Review des Albums
  3. Webseite von Squealer A.D.
  4. Newsmeldung auf Blabbermouth vom 17. Oktober 2008
  5. Nachruf auf The Music's Over

Weblinks[Bearbeiten]

  • Nachruf im Coventry Telegraph vom 17. Oktober 2008