Gustav Bubník

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Gustav Bubník (2008)

Augustin „Gustav“ Bubník (* 21. November 1928 in Prag) ist ein ehemaliger tschechoslowakischer Eishockeyspieler und späterer -trainer. 1950 wurde er aus politischen Gründen für fünf Jahre inhaftiert.

Sportliche Karriere[Bearbeiten]

Gustav Bubník begann mit dem Eishockey beim LTC Prag, dem damals dominierenden Verein in Tschechien. Ab 1948 gehörte er zu der tschechoslowakischen Nationalmannschaft, die bei den Olympischen Winterspielen in St. Moritz die Silbermedaille errang und 1949 Weltmeister wurde. 1950 war er Torschützenkönig der tschechoslowakischen Eishockey-Liga.

Ab 1955 spielte Bubník wieder Eishockey bis 1962, dann arbeitete er bis 1985 als Trainer von verschiedenen Mannschaften. Von 1966 bis 1969 war er der erste ausländische Nationaltrainer in Finnland.

Prozess und Haft[Bearbeiten]

Im März 1950 sollten die Spieler der tschechoslowakischen Nationalmannschaft zur Eishockey-Weltmeisterschaft nach London reisen, jedoch wurden zwölf von ihnen vor der Abreise verhaftet. In einem Geheimprozess wurden sie der Spionage und des Hochverrats angeklagt, da sie angeblich geplant hatten, nach der Weltmeisterschaft in Großbritannien zu bleiben. Alle Spieler bis auf Vladimír Zábrodský, der nur eine kurze Spielsperre erhielt, wurden zu Haftstrafen verurteilt, von acht Monaten bis zu 15 Jahren, was später zu dem Verdacht führte, Zábrodský habe seine Mannschaftskameraden verraten. Auch Bubnik, der zu diesem Zeitpunkt 21 Jahre alt war, wurde verhaftet und zu 14 Jahren Haft verurteilt. Nach fünf Jahren wurde er zwar aus der Haft entlassen, leidet aber sein Leben lang an den gesundheitlichen Folgen der Zwangsarbeit in den Uranbergwerken von Jáchymov.

Diverses[Bearbeiten]

2008 wurde Bubník in die Hall of Fame des Tschechischen Eishockeyverbandes aufgenommen. Im Oktober 2010 kandidierte er erfolglos für die Wahl in das tschechische Parlament.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. volby.cz

Weblinks[Bearbeiten]