Gustav Schmidt (Ingenieur)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gustav Schmidt

Gustav Johann Leopold Schmidt (* 16. September 1826 in Wien; † 27. Januar 1883 in Prag) war ein österreichisch-ungarischer Maschinenbautechniker. Er war ab 1864 Professor für Maschinenbau am polytechnischen Institut (später k.k. deutsche technische Hochschule) in Prag.

Leben[Bearbeiten]

Nach der Trennung in deutsche und tschechische Lehrsprache und Namensänderung dieses Institutes war er ab 1873 Professor der Mechanik und Maschinenlehre. Außerdem war Gustav Schmidt in den Jahren 1868 und 1876 Rektor der technischen Hochschule Prag.

In seinen eigentlichen Fachgebieten theoretische Mechanik und Maschinenlehre war er besonders in Österreich bekannt.

1871 gelang es ihm, eine analytische Lösung für die Kreisprozessarbeit einer Stirling-Maschine mit sinusförmiger Kolbenbewegung und Totvolumen herzuleiten. Diese Rechnungsergebnisse tragen sehr zum Verständnis von Stirling-Maschinen bei. Die Bedeutung der Stirling-Maschinen-Analyse nach dem Schmidt-Zyklus liegt darin, dass sie noch heute erfolgreich zur Auslegung von Stirling-Maschinen, Stirlingmotoren, verwendet wird.

Schmidt war k.k. Regierungsrath und Träger des russischen Stanislausordens 2. Klasse.

Schriften[Bearbeiten]

Gustav Schmidt veröffentlichte über 200 Arbeiten, unter anderem:

Literatur[Bearbeiten]