Gustav von Alvensleben

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Infanteriegeneral Gustav von Alvensleben. Zum Kavalleriegeneral siehe Gustav Hermann von Alvensleben; zum Unternehmer siehe Gustav Konstantin von Alvensleben.
Gustav von Alvensleben - Skizze von Adolph Menzel zum Krönungsbild 1861 in Königsberg: Berlin, Nationalgalerie
Foto des Gustav von Alvensleben

Gustav von Alvensleben (* 30. September 1803 in Eichenbarleben; † 30. Juni 1881 in Gernrode) war ein preußischer General der Infanterie.

Leben[Bearbeiten]

Gustav von Alvensleben entstammte der niederdeutschen Adelsfamilie von Alvensleben. Er wurde wie seine Brüder Werner und Constantin im Kadettenkorps erzogen und trat 1821 als Sekondeleutnant in das Alexander-Garderegiment ein. 1841 ernannte man ihn zum Hauptmann und sechs Jahre später zum Major, wobei er zum Großen Generalstab versetzt wurde. 1849 wurde Alvensleben Chef des Stabes beim Kommando des mobilen Armeekorps in Baden während des pfälzisch-badischen Feldzugs. Seit dem Jahr 1850 war Alvensleben Chef des Generalstabs des VIII. Armee-Korps und vier Jahre darauf wurde er beim Militärgouvernement der Rheinprovinz und Westfalen eingesetzt. 1855 wurde er zum Oberst befördert, 1858 zum Generalmajor und diente drei Jahre später beim Prinzen von Preußen. 1861 kam er zum König von Preußen als Generaladjutant. Am 8. Februar 1863 schloss er als preußischer Generaladjutant die nach ihm benannte Alvenslebensche Konvention mit Russland. Generalleutnant wurde er zwei Jahre darauf.

Im Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 diente er im Hauptquartier des Königs und übernahm am 30. Oktober das Kommando über das IV. Armee-Korps. 1868 wurde Alvensleben schließlich General der Infanterie. Auch im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 übernahm er das IV. Armee-Korps und führte es in den Schlachten von Beaumont und Sedan. Auch gegen Paris rückte er mit seinen Kräften vor. Für seine Verdienste in diesem Krieg erhielt er eine Dotation in Höhe von 100.000 Talern.

Am 10. Oktober 1872 nahm er seinen Abschied.

Gustav von Alvensleben starb am 30. Juni 1881 in Gernrode und wurde in Ballenstedt beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]