Gut Mehlbek

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Das Gut Mehlbek ist seit etwa 1538 ein Gutshof in der heutigen Gemeinde Mehlbek.

Das erste Herrenhaus um 1550
Der Gutshof um 1576

Geschichte des Guts[Bearbeiten]

Der Name „Mehlbek“ entstand aus der niederdeutschen Bezeichnung für „Mühlenbach“. Er weist auf die in die Bekau mündende Mühlenau hin, an der die Wassermühle lag, aus der das Gut Mehlbek entstand. Diese Wassermühle samt Siedlung schenkte der dänisch König Christian III. 1538 dem Ritter Johann Rantzau, der das Gut und den Gutshof anlegte. Sein Sohn Heinrich Rantzau erweiterte das Gut um das Dorf Kaaks sowie um Teile der Dörfer Hohenaspe und Huje.

Geschichte des Gutshofs[Bearbeiten]

Johann Rantzau errichtete um 1538 das Herrenhaus. 1709 brannten die Wirtschaftsgebäude nieder. 1710 ließ der damalige Besitzer Christian Ernst Freiherr von Reichenbach die noch heute erhaltene Fachwerkscheune errichten. Das befestigte Herrenhaus wurde 1817 abgetragen. Heute wird das Gut als landwirtschaftlicher Betrieb mit Ackerbau und Schweinemast betrieben. In das Gemeindewappen von Mehlbek wurden Mühlrad und Scheune aufgenommen, um auf die Wurzeln der Gemeinde hinzuweisen. Die Fachwerkscheune des Gutes steht heute (Stand 2010) unter Denkmalschutz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Holm: Die adeligen Güter Krummendiek, Mehlbek und Drage und ihre Herren. In: Heimatbuch-Kommission (Hrsg.): Heimatbuch des Kreises Steinburg. Bd. 2, Augustin, Glückstadt 1925, S. 47-58.
  • Otto Neumann: Einiges zur Kaaksburg und zu dem Gute Mehlbeck. In: Heimatverband Kreis Steinburg (Hrsg.): Steinburger Jahrbuch 1985. Itzehoe 1984, S. 134-138.
  • Erwin Papke: Die Geschichte des adligen Gutes Mehlbek. In: Heimatverband Kreis Steinburg (Hrsg.): Steinburger Jahrbuch 1986. Itzehoe 1985, S. 287-304.

Weblinks[Bearbeiten]

54.0009444444449.4400222222222Koordinaten: 54° 0′ 3,4″ N, 9° 26′ 24,08″ O