Guus Hiddink
| Guus Hiddink | ||
Guus Hiddink, 2012 |
||
| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 8. November 1946 | |
| Geburtsort | Varsseveld, Niederlande | |
| Position | Mittelfeld, Verteidigung | |
| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 1967–1970 1970–1972 1972–1976 1976 1977 1978–1981 1981–1982 |
De Graafschap PSV Eindhoven De Graafschap Washington Diplomats San José Earthquakes NEC Nijmegen De Graafschap |
102 (47) 30 (1) 181 (20) 35 (7) 15 (0) 104 (2) 25 (0) |
| Stationen als Trainer | ||
| 1982–1984 1984–1987 1987–1990 1990–1991 1991–1993 1994–1998 1998–1999 1999–2000 2001–2002 2002–2006 2005–2006 2006–2010 2009 2010–2011 2012– |
De Graafschap PSV Eindhoven (Co-Trainer) PSV Eindhoven Fenerbahçe Istanbul FC Valencia Niederlande Real Madrid Betis Sevilla Südkorea PSV Eindhoven Australien Russland FC Chelsea Türkei Anschi Machatschkala |
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| 1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. | ||
Guus Hiddink ([ˈɣyːs̺ ˈhɪdɪŋk], * 8. November 1946 in Varsseveld, Gemeinde Wisch) ist ein niederländischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballprofi. Derzeit ist er Trainer des russischen Erstligisten Anschi Machatschkala.
Neben seinen sportlichen Tätigkeiten ist Guus Hiddink auch sozial engagiert. Er ist Vorsitzender der Guus Hiddink Foundation, einer Organisation, die sich unter anderem für die Förderung südkoreanischer Kinder einsetzt. Der Guus Hiddink Foundation gehören unter anderem auch Johan Cruijff und vormals auch der verstorbene Präsident der Europäischen Zentralbank Wim Duisenberg an.
Inhaltsverzeichnis |
Stationen als Spieler[Bearbeiten]
Guus Hiddink begann seine Profikarriere als Abwehrspieler 1967 bei VBV De Graafschap Doetinchem, spielte unter anderem auch beim PSV Eindhoven und in der Profiliga der USA.
Trainerkarriere[Bearbeiten]
VBV De Graafschap Doetinchem[Bearbeiten]
Guus Hiddink begann 1981 bei seinem letzten Club als Spieler seine Karriere als Co-Trainer.
PSV Eindhoven[Bearbeiten]
Beim PSV Eindhoven arbeitete er vom Juli 1982 bis zum Juni 1986 als Co-Trainer, bevor er im März 1987 Trainer wurde. Mit dem PSV Eindhoven gewann er jeweils drei Mal die niederländische Meisterschaft (1987, 1988, 1989) und den KNVB-Pokal (1988, 1989, 1990) und feierte im Jahr 1988 seinen größten Erfolg als Vereinstrainer, als er mit seinem Team den Europapokal der Landesmeister und damit das Triple aus Meisterschaft, Verbandspokal und Europapokal gewann. Nach der Saison 1989/1990 verließ er Eindhoven.
Fenerbahçe Istanbul[Bearbeiten]
In der Saison 1990/1991 arbeitete Hiddink beim türkischen Spitzenverein Fenerbahçe Istanbul, konnte jedoch keinen Titel gewinnen.
FC Valencia[Bearbeiten]
Im Sommer 1991 wechselte Hiddink in die spanische Primera Division zum FC Valencia. Er führte den Verein zwei Mal auf Platz vier und damit in den UEFA-Pokal. Die Ergebnisse dort waren jedoch enttäuschend (z.B. ein 0:7 beim Karlsruher SC) und so wurde Hiddink im November 1993 entlassen.
Niederlande[Bearbeiten]
1995 wurde Guus Hiddink Nationaltrainer der Niederlande. Die niederländischen Spieler galten damals zwar als große Talente, doch sie hatten ebenfalls den Ruf, sich durch interne Streitigkeiten den absoluten Durchbruch zu verbauen. Hiddink führte das Team zur EM 1996 in England, wo das Team im Viertelfinale gegen Frankreich nach Elfmeterschießen (4:5) ausschied. 1998 nahmen die Niederlande an der WM in Frankreich teil und überzeugten mit offensivem Spiel. Im Halbfinale kam erneut nach Elfmeterschießen, diesmal gegen Brasilien, das Aus (3:5). Das Team erreichte schlussendlich Platz vier (1:2 gegen Kroatien). Kurz danach trat Hiddink von seinem Posten zurück.
Real Madrid[Bearbeiten]
Im Juli 1998 übernahm Guus Hiddink das Traineramt bei Real Madrid. Doch er wurde nach schwachen Ergebnissen in der Liga bereits im Februar 1999 wieder entlassen. Im Dezember 1998 gewann er mit Real den Weltpokal.
Betis Sevilla[Bearbeiten]
Am 1. Februar 2000 wurde Hiddink Trainer bei Betis Sevilla. Sein Engagement dort endete bereits im Mai 2000, nachdem er in 13 Spielen nur einen Sieg feiern konnte und das Team in akuter Abstiegsgefahr schwebte. Am Saisonende musste Sevilla tatsächlich aus der Primera Division absteigen.
Südkorea[Bearbeiten]
Zum 1. Januar 2001 wurde Guus Hiddink Nationaltrainer von Südkorea. Südkorea würde 2002 gemeinsam mit Japan die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten, und ein Weiterkommen wurde vom Gastgeber erwartet. Diese Aufgabe schien sehr schwierig, denn Südkorea hatte bei seinen vorherigen WM-Teilnahmen noch kein einziges Spiel gewonnen. Anfangs wurde Hiddink kritisiert, dass er seine Arbeit nicht ernst nehmen würde und zu wenig Zeit mit der Mannschaft verbringe. Die Einstellung der Südkoreaner zu Hiddink sollte sich jedoch deutlich ändern. Bereits im ersten WM-Spiel gewann Südkorea 2:0 gegen Polen und fuhr den ersten Sieg bei einer WM-Endrunde ein. Nach einem 1:1 gegen die USA und einem 1:0 gegen den hohen Favoriten Portugal zog das Team tatsächlich ins Achtelfinale ein, wo Italien in einem dramatischen Spiel in der Verlängerung bezwungen wurde (2:1 n.GG). Im Viertelfinale wurde Spanien ausgeschaltet (5:3 n.E.), und erst im Halbfinale kam das Aus durch ein 0:1 gegen die deutsche Mannschaft durch ein Tor von Michael Ballack. Am Ende erreichte Hiddink erneut den vierten Platz bei einer WM (2:3 gegen die Türkei). Seitdem wird er in Südkorea vergöttert und hat ehrenhalber die südkoreanische Staatsbürgerschaft verliehen bekommen. Die koreanische Fluglinie „Korean Air“ spendierte ihm für vier Jahre Flugtickets für die 1. Klasse in der Hoffnung, dass er bis zur WM 2006 Trainer bleiben würde, doch Hiddink sah seine Aufgabe in Südkorea als erfüllt an.
2002 wurde Hiddink von der FIFA zum Nationaltrainer des Jahres gewählt.
PSV Eindhoven[Bearbeiten]
Nach der erfolgreichen WM kehrte Hiddink zum PSV Eindhoven zurück und machte den Klub wieder zum erfolgreichsten der Niederlande. Er gewann 2003, 2005 und 2006 die Meisterschaft, 2005 den Verbandspokal und zog ebenfalls 2005 ins Halbfinale der Champions League ein, wo man gegen den AC Mailand unglücklich ausschied.
Australien[Bearbeiten]
An der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nahm er mit Australien teil. Beim Turnier in Deutschland führte er die Socceroos überraschend bis ins Achtelfinale. Dort schied das Team unglücklich gegen den späteren Weltmeister Italien aus. Italien schoss erst in der 95. Minute der regulären Spielzeit das Siegtor durch einen umstrittenen Elfmeter. Australien besiegte in der Qualifikation den zweimaligen Weltmeister Uruguay nach Elfmeterschießen. Bei der WM erreichten sie gegen Kroatien ein 2:2 und gegen Japan ein 3:1.
Russland[Bearbeiten]
Ab Sommer 2006 trainierte Hiddink die russische Nationalmannschaft. Der entsprechende Vertrag wurde am 13. April 2006 unterzeichnet. Am 10. Oktober 2007 wurde bekannt, dass sein Vertrag um weitere zwei Jahre bis 2010 verlängert wird. Am 21. November 2007 gelang Hiddink die Qualifikation für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Somit hat er bereits zum fünften Mal als Nationaltrainer ein großes Turnier erreicht.
Nach einem 2:0-Erfolg über Schweden am letzten Spieltag der Gruppe D zog Russland ins Viertelfinale ein und traf dort auf die Niederlande. Hier konnte sein Heimatland in der Verlängerung nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit noch mit 3:1 besiegt werden. Jedoch war es Hiddink auch dieses Mal nicht vergönnt in das Finale eines großen Turniers einzutreten, die Mannschaft schied gegen Spanien mit 0:3 im Halbfinale aus.
Bei der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika belegte Russland hinter der deutschen Mannschaft den zweiten Platz und zog später in den Playoff-Spielen gegen Slowenien den Kürzeren. Hiddink beendet daraufhin sein Engagement im Sommer 2010.
FC Chelsea[Bearbeiten]
Am 11. Februar 2009 wurde er als Trainer beim FC Chelsea bis zum Ende der Saison 2008/09 verpflichtet. Das Traineramt der russischen Nationalmannschaft behielt er jedoch auch, sodass er nicht einen Vertrag für eine weitere Saison unterschrieb. Mit Hiddink gewann Chelsea 2009 den FA-Cup.[1]. Am Ende der Saison wurde er von Carlo Ancelotti abgelöst.
Türkei[Bearbeiten]
Ab August 2010 wurde Hiddink neuer Nationaltrainer der Türkei mit dem Auftrag, die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2012 zu erreichen. Es wurde ein Vertrag über zwei Jahre vereinbart, wobei Hiddink eine Option auf weitere zwei Jahre hatte. Doch schon im Oktober 2010 stand er unter Druck, nachdem die Türkei gegen Aserbaidschan verloren hatte. Anschließend setzte Hiddink vermehrt auf Talente.
Nachdem die Türkei in den Playoffs an Kroatien gescheitert war, wurde im November 2011 Hiddinks Vertrag in gegenseitigem Einverständnis aufgelöst.[2] Sein Nachfolger wurde Abdullah Avcı.
Anschi Machatschkala[Bearbeiten]
Am 17. Februar 2012 akzeptierte Hiddink ein Angebot des russischen Erstligisten Anschi Machatschkala über einen 18-monatigen Vertrag. Am 28. November 2012 kündigte Hiddink sein Karriereende als Trainer zum Ende der Saison an.[3]
Erfolge (als Trainer)[Bearbeiten]
- Weltpokal: 1998
- Europapokal der Landesmeister: 1988
- Niederländischer Meister: 1987, 1988, 1989, 2003, 2005, 2006
- KNVB-Pokal: 1988, 1989, 1990, 2005
- FA-Cup: 2009
- 2 EM-Teilnahmen: EM 1996, EM 2008
- 3 WM-Teilnahmen: WM 1998, WM 2002, WM 2006,
- 4.Platz bei der WM 1998 mit Holland
- 4.Platz bei der WM 2002 mit Südkorea
- EM-Halbfinale 2008 mit Russland
Auszeichnungen (als Trainer)[Bearbeiten]
- FIFA Nationaltrainer des Jahres: 2002
- Niederländischer Trainer des Jahres: 2005, 2006
Quellen[Bearbeiten]
- ↑ „Hiddink ist neuer Chelsea-Trainer“, sport1.de vom 11. Februar 2009
- ↑ „Türkei trennt sich von Trainer Guus Hiddink“ spiegel.de vom 16. Nov. 2011
- ↑ Hiddink kündigt Karriereende an. sport1.de. 28. November 2012. Abgerufen am 28. November 2012.
Weblinks[Bearbeiten]
- Website der Guus Hiddink Foundation
- Guus Hiddink in der Datenbank von Weltfussball.de
1 Gabulow | 2 Jeschtschenko | 3 Gadschidekow | 5 J. Carlos | 6 Boussoufa | 7 Agalarow | 8 Jucilei | 9 Eto’o
| 10 Willian | 13 Tagirbekow | 14 Schatow | 15 Logaschow | 16 Carcela-Gonzalez | 17 Mukhammad | 18 Schirkow | 19 Traoré | 20 Smolow | 22 Pomasan | 25 Ahmedov | 26 Dshhiojew | 28 Serderow | 33 Spahić | 37 Ewerton | 85 Lass
Trainer: Guus Hiddink
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hiddink, Guus |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländer Fußballtrainer |
| GEBURTSDATUM | 8. November 1946 |
| GEBURTSORT | Varsseveld |