Guy Moll

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Guy Moll (links) 1934

Guillaume Laurent „Guy“ Moll (* 28. Mai 1910; † 15. August 1934 in der Nähe von Pescara) war ein im heutigen Algerien geborener französischer Automobilrennfahrer.

Guy Moll erschien mit knapp 21 Jahren wie ein Komet im Motorsport der 1930er Jahre. Schon 1933 fiel er durch seine unerschrockene Fahrweise und seine bemerkenswerten Erfolge (unter anderem lag er bei den 24 Stunden von Le Mans 1933 auf einem Alfa Romeo 8C 2300 lange in Führung, ehe er durch eine defekte Lichtmaschine ausfiel) dem damaligen Alfa-Romeo-Teamchef Enzo Ferrari auf, der den jungen Algerier 1934 prompt in seine Scuderia holte. Moll saß nun im Alfa Romeo P3 und wurde Teamkollege von Tazio Nuvolari, Achille Varzi und Louis Chiron.

Beim Großen Preis von Monaco 1934 konnte er gleich einen überraschenden Sieg feiern, und die Fachpresse jubelte bereits über einen neuen Star im Motorsport. Es folgte ein Sieg beim AVUS-Rennen in Berlin. Der Erfolgslauf schien sich beim nächsten Rennen fortzusetzen. Moll führte bei nassen, windigen Bedingungen die Coppa Acerbo vor dem Mercedes-Benz-Werksfahrer Manfred von Brauchitsch an, als es beim Überrunden von Ernst Henne (ebenfalls auf Mercedes) zu einer folgenschweren Kollision kam. Moll touchierte das Fahrzeug von Henne und raste in die Streckenbegrenzung. Er starb noch an der Unfallstelle.

Enzo Ferrari sagte Jahrzehnte später über Guy Moll: „Er hätte einer der größten Rennfahrer der Geschichte werden können, wäre er nicht durch eine kleine Unachtsamkeit ums Leben gekommen.“

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1933 FrankreichFrankreich Mme. Heldé Alfa Romeo 8C 2300 FrankreichFrankreich Guy Cloitre Ausfall Defekt

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Guy Moll – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien