Gwydir River

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Gwydir River
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Gwydir River in Bingara

Gwydir River in Bingara

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Lage New South Wales (Australien)
Flusssystem Murray River
Abfluss über Barwon River → Darling River → Murray River → Indischer Ozean
Quelle westlich von Uralla
30° 29′ 11″ S, 151° 25′ 26″ O-30.486467358151.423898760
Quellhöhe 760 m[1]
Mündung Barwon River-29.49330858148.68640463144Koordinaten: 29° 29′ 36″ S, 148° 41′ 11″ O
29° 29′ 36″ S, 148° 41′ 11″ O-29.49330858148.68640463144
Mündungshöhe 144 m[2]
Höhenunterschied 616 m
Länge 447,4 km[1][3][4][2]
Einzugsgebiet 26.588 km²[5]
Linke Nebenflüsse Roumalla Creek, Camerons Creek, Bakers Creek, Keera Creek, Gouron Creek, Oaky Creek, Bora Creek, Halls Creek, Horton River, Bells Creek, Spring Creek, Long Creek, Mehi River, Tyreel Anabranch
Rechte Nebenflüsse Rocky River, Cachs Creek, Two Mile Creek, Abington Creek, Laura Creek, Georges Creek, Moredun Creek, Tienga Creek, Sandy Creek, Copes Creek, Myall Creek, Hallams Spring Creek, Warialda Creek, Spring Creek, Mosquito Creek, Deadmans Creek, Creamin Creek, Gingham Watercourse, Gwydir Anabranch, Big Leather Watercourse
Durchflossene Seen Collymongle Lagoon
Durchflossene Stauseen Copeton-Stausee
Mittelstädte Bingara, Moree
Kleinstädte Yarrowyck, Bundarra, Gravesend, Pallamallawa

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Der Gwydir River ist ein Fluss im australischen Bundesstaat New South Wales und gehört zum Murray-Darling-Becken. Er hat zwei große Nebenflüsse – den Horton River und den Rocky River.

Im Copeton-Stausee am Gwydir River südlich von Inverell wird Wasser für die umliegenden Städte, das Vieh und die Bewässerung vorgehalten. Unterhalb des Stausees bietet der Fluss einige der schwierigsten Wildwasserstrecken Australiens. Vor dem Bau des Stausees und anderer Regulierungsmaßnahmen ergoss sich der Gwydir River in die Gingham and Lower Gwydir Wetlands, ein Sumpfland. Der Gwydir Highway wurde nach dem Fluss benannt.

Ungefähr 800 ha des Gwydir-Feuchtgebietes wurden am 14. Juni 1999 zu einem Feuchtgebiet von internationalem Rang nach der Ramsar-Konvention erklärt. Die australische Bundesregierung kaufte das Land, das das größte Feuchtgebiet in privater Hand in New South Wales war, für AU-$ 10 Mio. auf. Daraus soll ein neuer Nationalpark entstehen, da dieses Feuchtgebiet Lebensraum für 160 Vogelarten, davon vier gefährdete, bietet[6].

Geographie[Bearbeiten]

Gwydir River bei Moree
Gwydir River unterhalb Pallamallawa
Gwydir River bei Moree

Der Gwydir River entspringt im südlichen Teil des nördlichen Tafellandes von New South Wales in der Nähe der Stadt Uralla und fließt 668 km zunächst nach Nordwesten und dann nach Westen. Kurz vor Moree spaltet sich der Fluss. Der Hauptarm wird in der Folge Mehi River genannt und fließt parallel zum Gwydir River nach Westen, um wie dieser in den Barwon River, einen Quellfluss des Darling River, zu münden.

Im Ober- und Mittellauf durchfließt der Fluss die Städte Bundarra, Bingara, Gravesend und Pallamallawa.

Westlich von Moree spaltet sich der Gwydir River weiter auf: der Lower Gwydir oder Big Leather Watercourse ist der südliche Flussarm, der Gingham Watercourse der nördliche. Der Gingham Watercourse fließt nach Westen in den Ballone Creek, bevor dieser in den Big Leather Watercourse mündet. Der Big Leather Watercourse mündet dann in den Mehi River im Süden. Bei Collarenebri mündet auch der Mehi River in den Barwon River.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Botaniker Allan Cunningham überquerte 1827 den Fluss bei Gravesend und nannte ihn nach seinem Patron Peter Robert Burell, 2. Baron Gwydir, der den Titel auf das Gwydir Castle in Wales begründete. Der Bundeswahlkreis Division of Gwydir, der 1901 geschaffen und erst bei den Wahlen 2007 wieder abgeschafft wurde, wurde nach dem Fluss benannt.

Die Eisengitterbrücken, die den Fluss in Bundarra und Bingara überspannen, gelten als wichtige Brücken der Kolonialzeit[7].

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Bei Moree gibt es große, künstlich bewässerte Baumwollfelder, daneben Getreide, Vieh und andere landwirtschaftliche Güter. Die Baumwollindustrie hängt von der Bewässerung ab und wurde durch die Dürren in den letzten Jahren, in denen die Wasserzuteilungen für die landwirtschaftlichen Betriebe drastisch gesenkt wurden, besonders betroffen. 2006 errechnete man, dass die Baumwollindustrie 87 % des in der Landwirtschaft eingesetzten Wassers aus dem Gwydir River verbrauchte[8].

Die Bewässerung am Oberlauf des Gwydir River führte zu einer weitreichenden Reduktion des Wasserstände flussabwärts[9]. Die Verringerung der Wasserführung beeinträchtigte die Landbesitzer, die das Flusswasser zur Tränkung des Viehs und zur Bewässerung kleiner Getreidefelder genutzt hatten. Auch die periodischen Flutung nicht ganzjährig Wasser führender Wasserläufe und der Feuchtgebiete in weiter vom Fluss abgelegenen Ländereien fiel aus. Diese Konflikte führten 1997 zur Gründung des Gwydir Regulated River Management Committee und zu einem Wasserwirtschaftsplan, der am 1. Juli 2004 in Kraft trat[9].

Fauna[Bearbeiten]

Die Namoi-Schildkröte – auch Bell's turtle genannt – findet man endemisch in den Oberläufen des Namoi River, des Gwydir River und des Macdonald River an den Nordwesthängen des Nördlichen Tafellandes[10].

Weblinks[Bearbeiten]

Ursprung des Namens Gwydir (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Map of Gwydir River, NSW (760 m – 202 m). Bonzle.com
  2. a b Map of Gwydir River, NSW (157 m – 144 m). Bonzle.com
  3. Map of Gwydir River, NSW (202 m – 163 m). Bonzle.com
  4. Map of Gwydir River, NSW (164 m – 152 m). Bonzle.com
  5. Landscape – Carbon, Nutrients, Water and Productivity – Gwydir River. Australian Natural Resource Atlas
  6. Erik Jensen: Gwydir Wetlands Property to Become a National Park. Sydney Morning Herald (18. Februar 2010). Fairfax Media, Sydney
  7. Brücke über den Gwydir River in Bingara
  8. Marian Wilinson: Cotton Sucking Life out of Murray. Sydney Morning Herald (16. August 2008). Fairfax Digital
  9. a b John J. Pigram: Australia's Water Resources: From Use to Management. CSIRO Publishing. Collingwood VIC (2007). ISBN 9780643094420. S. 138–139
  10. Threatened Species of the New England Tablelands & NW Slopes of NSW. NSW National Parks & Wildlife Service (2003). ISBN 0-7313-6673-5