György Garics

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György Garics

György Garics (2013)

Spielerinformationen
Geburtstag 8. März 1984
Geburtsort SzombathelyUngarn
Größe 183 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1990–1998
1998–2002
Haladás VSE
SK Rapid Wien
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2002–2006
2006–2008
2008–2010
2010–
SK Rapid Wien
SSC Neapel
Atalanta Bergamo
FC Bologna
81 (1)
37 (1)
65 (1)
72 (2)
Nationalmannschaft2

2006–
Österreich U-21
Österreich
25 (2)
39 (2)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 28. November 2013
2 Stand: 6. März 2014

György „Gyuri“ Garics [ˈɟørɟ ˈgɒriʧ] (* 8. März 1984 in Szombathely, Ungarn) ist ein österreichischer Fußball-Nationalspieler. Er spielt in der italienischen Serie B beim FC Bologna.

Karriere[Bearbeiten]

Der gebürtige Ungar Garics zog als 14-Jähriger von Szombathely nach Wien, um dem Rapid-Nachwuchs beizutreten. Gleichzeitig wurde er in die Wiener Kooperationsschule ORG Maroltingergasse eingeschult, an dem er die Matura mit „ausgezeichnetem Erfolg“ bestand. Im Alter von 17 Jahren wechselte Garics vom Nachwuchs zu den Rapid-Amateuren. Bereits einen Tag nach seiner Einbürgerung spielte er in der österreichischen U-21-Nationalmannschaft.

Sein Debüt für den SK Rapid Wien absolvierte Garics mit 18 Jahren im September 2002 unter Trainer Josef Hickersberger. 2005 wurde er mit Rapid österreichischer Meister, im Sommer 2006 wurde zunächst mit dem FC Turin über einen Wechsel verhandelt, der aber letztendlich nicht zustande kam. Am 29. August 2006 wechselte er dennoch um eine Transfersumme von 700.000 Euro zum SSC Neapel in die italienische Serie B. Garics erkämpfte sich bei Neapel einen Stammplatz und stieg nach der Saison 2006/07 in die italienische Serie A auf. In der Saison 2007/08 gelang ihm sein erster Treffer bei einem 3:1-Sieg gegen den AC Mailand.

Zum 1. Juli 2008 wechselte Garics zum Ligakonkurrenten Atalanta Bergamo. Die Transferrechte verblieben zur Hälfte beim SSC Neapel. Im Sommer 2009 wurden die restlichen Transferrechte von Atalanta aufgekauft und Garics erhielt einen Dreijahresvertrag.

Am 10. August 2010 wechselte Garics für rund drei Millionen Euro zum FC Bologna, bei dem er einen Vierjahresvertrag unterschrieb.[1]

Aufgrund eines bei einem Trainingsspiel zugezogenen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie eines Meniskusschadens wurde Garics am 8. Februar 2011 operiert. Mit Anfang Oktober 2011 stieg er schließlich wieder ins Mannschaftstraining ein und gab am 26. Oktober 2011 beim 1:0-Sieg gegen Chievo Verona sein Comeback in der Startformation.

Garics kann sowohl in der rechten Verteidigung als auch im rechten Mittelfeld spielen.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Garics war Mannschaftskapitän der österreichischen U-21-Nationalmannschaft.

Im Jahr 2006 wurde Garics von seinem ehemaligen Vereinstrainer und damaligen ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger in die Nationalmannschaft einberufen. Am 6. Oktober 2006 gab er im Länderspiel gegen Liechtenstein als Einwechselspieler sein Länderspieldebüt und erzielte beim 2:1-Sieg auch ein Tor. Aufgrund seiner Leistungen in der italienischen Liga wurde er am 28. Mai 2008 in den österreichischen Kader für die Europameisterschaft 2008 einberufen, bei der er die Spiele gegen Polen und Deutschland absolvierte.

Unter dem österreichischen Teamchef Dietmar Constantini wurde Garics lange Zeit nicht für ein Länderspiel nominiert, was zu einem öffentlichen Streit zwischen beiden führte. Anfang November 2010 sorgte Garics dann mit einem Interview in der Zeitschrift Sportwoche für Aufsehen. In diesem warf er Constantini u. a. vor, "keine Eier und kein Rückgrat" zu besitzen und bemängelte dessen Fähigkeiten als Trainer. Außerdem erklärte er, er werde unter Constantini nicht mehr für die Nationalmannschaft auflaufen.[2] Im Februar 2012 wurde er vom neuen Teamchef Marcel Koller wieder in den Kader nominiert und kam beim 3:1-Sieg über Finnland zum Einsatz. Am 22. März 2013 erzielte er beim 6:0 über die Färöer Inseln das letzte Tor.

Erfolge[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sportnet.at: Fix! Garics wechselt von Absteiger zu Abstiegskandidaten, 10. August 2010
  2. Standard.at: Garics spricht Constantini die Eier ab, 2. November 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: György Garics – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien