Gyala Peri

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Gyala Peri
Blick auf die Nordseite

Blick auf die Nordseite

Höhe 7294 m
Lage Tibet (China)
Gebirge Himalaya
Koordinaten 29° 48′ 47″ N, 94° 58′ 3″ O29.81305555555694.96757294Koordinaten: 29° 48′ 47″ N, 94° 58′ 3″ O
Gyala Peri (Tibet)
Gyala Peri
Erstbesteigung 30. Oktober 1986 durch Y. Hashimoto, H. Imamura und Y. Ogata

Der Gyala Peri (chinesisch: 加拉白垒, Pinyin: Jiālābáilěi) ist mit 7294 m[1] der zweithöchste Gipfel der östlichsten Ausläufer des Himalaya. Höher noch ist der 22 km südlicher gelegene Namjagbarwa mit 7782 m. Der Gyala Peri befindet sich im Kreis Mêdog (me tog rdzong མེ་ཏོག་རྫོང། / Mòtuō Xiàn 墨脱县) im Regierungsbezirk Nyingchi des Autonomen Gebiets Tibet in der Volksrepublik China. Beide Berge umschließen die große Biegung des Yarlung Zangbo, auch kurz „Zangbo“ oder „Tsangpo“ genannt („Der Reinigende“). Er bildet den Oberlauf des Brahmaputra, weshalb die Stelle auch die Yarlung Zangpo/Brahmaputra-Schleife genannt wird. Hier liegt zugleich der Eingang zu den Dihangschluchten, in welchen der Fluss schnell Höhe abbaut.[2] Die enge Schlucht zwischen den Bergen gilt als die weltweit größte und unbegehbar.[3]

Bis heute ist das Gebiet aufgrund seiner Unzugänglichkeit weitgehend unbekannt. Chinesen erforschen die Gegend zwar, doch bilden logistische Schwierigkeiten und die klimatischen Bedingungen große Hindernisse. Eine der Fragestellungen, die die Forschung bewegt ist die, wie und warum der fast 3000 Kilometer lange Himalaya hier als Gebirgseinheit endet.[4]

Besteigungsgeschichte[Bearbeiten]

Die Erstbesteigung des Gipfels erfolgte 1986 durch eine japanische Expedition über den Südgrat. Diese zog sich über einen Monat hin. Im Himalayan Index des U.K. Alpine Club's sind keine weiteren Besteigungen aufgeführt.[5]

Staudammprojekt[Bearbeiten]

Die Regierungsbehörden hatten am nordöstlichsten Punkt der Flussschleife um die beiden Berge Gyala Peri und Namjagbarwa die Einrichtung eines „Yarlung Tsangpo Grand Canyon“-Nationalparks angedacht, gleichwohl obsoletierten sich diese Pläne durch ein Dammprojekt zur Stromerzeugung.[6] Er soll 160 m hoch werden und würde mit 26 Turbinen und einer geplanten Leistung von 40.000 MW das größte Wasserkraftwerk der Erde werden.[7][8][9][10] Dieses umstrittene Projekt erfährt insbesondere aus Indien große Kritik, da die entlang des Flusses liegenden Dörfer nachhaltig beeinträchtigt würden.[11]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 7294 m statt der oft angegebenen 7150  m
  2. Into the untrevelled Himalaya, S. 39
  3. The New Largest Canyon in the World ---The Great Canyon of Yarlung Tsangpo River (Tibet)---
  4. Blanche C. Olschak, Augusto Gansser, Emil M. Bührer, Himalaya - Wachsende Berge, Lebendige Mythen, Wandernde Menschen (s. Lit.)
  5. Alpine Club Library - Himalayan Index
  6. Tashi Tsering: Hydro Logic: Water for Human Development. An Analysis Of China’S Water Management and Politics. 53 S., Tibet Justice Center: 2002, S. 21 (PDF; 909 kB)
  7. Riesendamm am Yarlung Tsangpo
  8. Wasserkampf am Yarlung Tsangpo
  9. SAO/NASA ADS Physics Abstract Service
  10. Chinese engineers propose world's biggest hydro-electric project in Tibet
  11. Let the Brahmaputra Flow. Tibet Environmental Watch - Editorial