Gyeongju

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Gyeongju
Koreanisches Alphabet: 경주시
Chinesische Schriftzeichen: 慶州市
Revidierte Romanisierung: Gyeongju-si
McCune-Reischauer: Kyŏngju-si
Basisdaten
Provinz: Gyeongsangbuk-do
Koordinaten: 35° 50′ N, 129° 13′ O35.837777777778129.21527777778Koordinaten: 35° 50′ N, 129° 13′ O
Fläche: 1.324,39 km²
Einwohner: 277.185 (Stand:  2010)
Bevölkerungsdichte: 209 Einwohner je km²
Gliederung: 4 eup, 8 myeon, 11 dong
Karte
Gyeongju (Südkorea)
Gyeongju
Gyeongju
Gyeongju auf der Karte von Südkorea.
Stadtzentrum von Gyeongju

Gyeongju ist eine Stadt im Südosten Südkoreas und ein bekannter Touristenanziehungspunkt. Sie liegt im Südosten der Provinz Gyeongsangbuk-do an der Küste des Japanischen Meeres. Städte in der Nähe umfassen auch die Industriezentren Pohang und Ulsan. Zahlreiche flache Berge, Ausläufer des Taebaek-Gebirges, liegen im Gebiet verstreut.

Gyeongju war unter dem Namen Seorabol – auch Geumseong genannt – die Hauptstadt des alten Silla-Königreichs und auch des Vereinigten Sillareichs, das fast ganz Korea umfasste, eine Tatsache, die für die heutige Bekanntheit verantwortlich ist. Das Silla-Königreich entstand zum Beginn des 1. Jahrhunderts und beherrschte den größten Teil der Koreanischen Halbinsel vom 7. Jahrhundert bis 9. Jahrhundert. Auch heute noch ist eine große Anzahl historischer Stätten aus dieser Zeit zu besichtigen. Nach dem Fall des Königreichs büßte Gyeongju seine Bedeutung ein. Die Hauptstädte Koreas befinden sich seither im zentralen Korea.

In den 1920er Jahren wurden die ersten Königsgräber aus dem 7.-9. Jahrhundert geöffnet und ungewöhnliche Goldfunde rechtfertigten den alten Namen Geumseong (Goldfestung) der Stadt. In und um Gyeongju gibt es zahlreiche bis zu 25 m hohe Rasenkuppen, die lange für natürliche Erhebungen gehalten wurden, tatsächlich aber Hügelgräber der Könige und Aristokraten Sillas sind.[1]

Heute ist Gyeongju eine typische mittelgroße Stadt, mit den typischen ökonomischen, demographischen und sozialen Trends, die das moderne Südkorea geformt haben. Trotzdem hat sich die Stadt ihre eigene Identität bewahrt. Dies liegt auch daran, dass in Gyeongju keine Wolkenkratzer gebaut werden dürfen[2]. Diese finden sich etwas abseits im Bomunho Ressort, wo mehrere große Hotelbauten und ein Freizeitpark entstanden. Touristisch ist es eine der bekanntesten Attraktionen Südkoreas, ökonomisch profitiert es von seiner Nähe zu den großen industriellen Zentren wie Ulsan. Gyeongju ist sowohl an das nationale Eisenbahn- als auch Autobahnnetz angeschlossen, wodurch Industrie und Tourismus unterstützt werden.

Der Grottentempel Seokguram und der Tempel Bulguksa gehören seit 1995, die historischen Stätten Daeneungwon, Cheomseongdae, Banwolseong und Hwangnyongsa seit 2000 zum UNESCO-Welterbe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bulguksa Tempel
Cheomseongdae

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • JapanJapan Nara, Japan, seit 1970
  • JapanJapan Obama, Japan, seit 1977
  • ItalienItalien Pompeji, Italien, seit 1985
  • FrankreichFrankreich Versailles, Frankreich, seit 1987
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Inglewood, Vereinigte Staaten, seit 1990
  • China VolksrepublikVolksrepublik China Xi’an, Volksrepublik China, seit 1994
  • Korea SudSüdkorea Iksan, Südkorea, seit 1998
  • VietnamVietnam Huế, Vietnam, seit 2007

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nelles Guide Korea
  2. 10 Magazine JANUARY Vol. 2 No. 4 Gyeongju: Echoes of Empire, abgerufen am 8. März 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gyeongju, Gyeongsangbuk-do – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Gyeongju – Reiseführer