Gymnasium Fridericianum Erlangen
| Gymnasium Fridericianum | |
|---|---|
| Schulform | Humanistisches Gymnasium |
| Ort | Erlangen |
| Land | Bayern |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 49° 34′ 56″ N, 11° 1′ 31,7″ O49.58223055555611.025480555556Koordinaten: 49° 34′ 56″ N, 11° 1′ 31,7″ O |
| Schüler | etwa 550 |
| Leitung | OStD Gerhard Hammer |
| Website | www.gymnasium-fridericianum.de |
Das Gymnasium Fridericianum ist ein humanistisches Gymnasium in der Sebaldussiedlung im Osten Erlangens.
Als erste Fremdsprache wird Latein unterrichtet. Schon im zweiten Schuljahr kommt Englisch dazu, außerdem wird ab der achten Klasse Altgriechisch gelehrt. Zusätzlich kann Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache als Alternative zu Latein oder Englisch gewählt werden.
Seit 32 Jahren existiert am Gymnasium Fridericianum die Schülerzeitung "humblatt", die etwa ein- bis zweimal jährlich veröffentlicht wird. Das "humblatt" hat bereits mehrere Preise gewonnen, darunter den dritten Platz beim Schülerzeitungswettbewerb des Bundespräsidenten.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Schule wurde 1745 als Gymnasium Illustre Erlangense in Erlangen von Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth gestiftet. Ursprünglich war es vor allem dazu gedacht, der zwei Jahre zuvor gegründeten Friedrich-Alexander-Universität Studenten zuzuführen.
Das Gymnasium befand sich zunächst in einem Gebäude der ehemaligen Ritterakademie am Holzmarkt (heutiger Name Hugenottenplatz), 1828 erfolgte der Umzug in das sogenannte Lange Haus (Theaterstraße 3). 1879 bezog das Gymnasium den Schulneubau auf dem ehemaligen Reformierten Friedhof in der Oberen Karlstraße. Nach dem letzten Umzug in den 1968 fertiggestellten Neubau in der Sebaldusstraße 37 wurde das Gebäude in der Oberen Karlstraße abgerissen. Hier entstand von 1970 bis 1974 der Neubau der Universitätsbibliothek. Das Gebäude der ehemaligen Ritterakademie wurde 1958 abgerissen.
Beim heutigen Standort Sebaldusstraße befindet sich die Plastik Schiller von Wilhelm Uhlig aus dem Jahr 1975, deren Name sich jedoch auf den Familiennamen des Modells bezieht, nicht auf Friedrich Schiller.[1]
[Bearbeiten] Ehemalige Schulleiter
- 1745 Friedrich Oertel (1706–1748), seit 1736 Professor der Beredsamkeit und Dichtkunst
- 1820–1862 Ludwig von Döderlein (1791–1863)
- 1885–1899 Adolf Westermeyer
- Dr. Bullemer wurde 1933 wegen angeblichen Hochverrats in Schutzhaft genommen.
- 1933-41 Paul Kegler
- 1946 Paul Kegler, wiedereingesetzt
- 1950 Ernst Höhne
- Hans Strohm
- 1970/71 Leo J. Suschko
[Bearbeiten] Bekannte Fridericianer
- Georg Simon Ohm (1789–1854), deutscher Physiker
- Friedrich von Ammon (1791–1855), deutscher Professor der Theologie
- August Ebrard (1818–1888), deutscher reformierter Theologe
- Hans Geiger (1882–1945), deutscher Physiker, Entwickler des Geigerzählers
- Ernst Penzoldt (1892–1955), Schriftsteller, Zeichner, Bildhauer und Karikaturist
- Elke Sommer (*1940), deutsche Schauspielerin, Sängerin, Regisseurin und Malerin
- Heinrich von Pierer (*1941), langjähriger Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG
- Michael Holm (eigentlich: Lothar Walter; *1943), bekannter deutscher Sänger, Musiker, Songwriter und Produzent
- Ulrich Strunz (*1943), Internist, Triathlet, Buchautor ("Fitnesspapst")
- Johannes Friedrich (*1948), Evangelischer Theologe, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
- Joachim Herrmann (*1956), Politiker, bayerischer Innenminister
- Florian Schwarthoff (*1968), Leichtathlet
[Bearbeiten] Bekannte Lehrer
- Christine Korten, OStRin, Dr., Deutsch, Latein, Sprachpflegerin im Sprachpflegeausschuss des Pegnesischen Blumenordens
- Erich Mulzer (1929–2005), Gymnasialprofessor, Dr., Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Sozialkunde, Vorsitzender der Altstadtfreunde Nürnberg
- Jens Holzhausen (*1962, seit 2006) Prof. Dr., Latein, Griechisch, evangelische Religionslehre (Seit 2008 apl. der Universität Bamberg)
- Hermann Künneth (1892–1975), Mathematiker
[Bearbeiten] Literatur
- Jahresbericht 1952/53 des Gymnasiums Fridericianum, Erlangen: Gymnasium Fridericianum, 1953 (erscheint jährlich)
- Gymnasium Fridericianum: Festschrift zur Feier des 200jährigen Bestehens des Humanistischen Gymnasiums Erlangen 1745–1945. Erlangen: Gymnasium Fridericianum, 1950, 118 S.
- Gymnasium Fridericianum <Erlangen>: Von Herzen gern. Eine Festschrift zum 240jährigen Bestehen des Gymnasium Fridericianum Erlangen. Gymnasium Fridericianum Erlangen in Zusammenwirken mit dem Elternbeirat und der Vereinigung der Freunde des Humanistischen Gymnasiums e.V. Hrsg. von Wolfram Krehmer. Erlangen, 1985, XI, 299 S.
- Gymnasium Fridericianum <Erlangen>: Gymnasium Fridericianum. Festschrift zum 250jährigen Bestehen des Humanistischen Gymnasiums Erlangen [1745–1995]. [Hrsg.: Direktorat des Gymnasiums Fridericianum im Zusammenwirken mit dem Elternbeirat und der Vereinigung der Freunde des Humanistischen Gymnasiums e.V. - Redaktion: Wolfram Krehmer; Manfred Stoll]. Erlangen: Gymnasium Fridericianum, 1995, 235 S.
- Edeltraud Loos: Gymnasium Fridericianum. In: Christoph Friederich, Bertold Freiherr von Haller, Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-921590-89-2 (Gesamtausgabe online).
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ seniorennetz-erlangen.de: Kunst in Erlangen, Zugriff am 30. Januar 2012