Gytha von Wessex

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Gytha von Wessex (Altenglisch: Gȳð, auch bekannt als Gyda Haraldsdatter), * vor 1066[1]; † 10. März 1098 oder 7. Mai 1107,[2] war eine Tochter von Harald II., dem letzten angelsächsischen König von England, und seiner Lebensgefährtin, Edith Swanneck und durch Heirat mit Wladimir II. eine Fürstin der Kiewer Rus und Mitglied des Fürstengeschlechts der Rurikiden.

Saxo Grammaticus zufolge entkamen Gytha und zwei ihrer Brüder zunächst zu ihren Verwandten nach Flandern, und dann zum Hof ihres Onkels, König Sven Estridsson von Dänemark.[3] Die beiden Brüder wurden gastfreundlich aufgenommen. Gytha wurde mit dem ruthenischen Fürsten Wladimir II. verheiratet, einem der bekanntesten Herrscher der Kiewer Rus.

Gytha war die Mutter von Mstislaw dem Großen, dem letzten Herrscher der vereinigten Kiewer Rus. In der altnordischen Literatur ist Mstislaw nach seinem Großvater Harald benannt.[4]

Über ihr Todesdatum gibt es zwei unterschiedliche Angaben. Einerseits soll sie 1098 gestorben sein, weil im Kirchenbau St. Pantaleon in Köln zu dieser Zeit ein Gottesdienst zum Gedenken an die Zeit, die sie in Flandern verbrachte, das damals noch zum Erzbistum Köln gehörte, für sie stattgefunden haben soll. Auf einer Inschrift in diesem Kirchenbau steht, dass "Gytha die Königin" am 10. März als Nonne starb.[4] Sie soll während des Ersten Kreuzzugs Gottfried von Bouillon begleitet haben, um eine Pilgerreise ins Heilige Land zu unternehmen und dort gestorben sein.[4] Außerdem hat Wladimir II. ein Jahr später eine andere Frau namens Eufimia geheiratet. Andererseits wird der 7. Mai 1107 vermutet. In der Nestorchronik wird eine unbenannte Ehefrau von Wladimir II. erwähnt, die an diesem Tag in Smolensk gestorben sein soll.[4][2]

Kinder[Bearbeiten]

Ihre Kinder waren:

  1. Mstislaw der Große (1076–1132)
  2. Izjaslaw Wladimirowitsch, Fürst von Kursk († 6. September 1096)
  3. Svjatoslaw Wladimirowitsch, Fürst von Smolensk and Perejaslaw († 16. März 1114)
  4. Jaropolk II. von Kiew († 18. Februar 1139)
  5. Wyscheslaw I. von Kiew († 2. Februar 1154)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tod ihres Vaters
  2. a b Wladimir Paschuto. Внешняя политика Древней Руси. Наука. Seite 135.
  3. George Vernadsky. Kievan Russia. Yale University Press (1973). ISBN 0300016476. Seite 358.
  4. a b c d Alexander Nazarenko. Древняя Русь на международных путях. Moskau. 2001. ISBN 5-7859-0085-8. Seiten 589, 596-597, 600-601, 606-608.